14:05
Längst sind die Folgen des Klimawandels weltweit zu spüren. Ein augenfälliges Beispiel dafür ist Chacaltaya. Der Berg in den bolivianischen Anden war einst das höchstgelegene Skiparadies der Welt. Heute ist der Gletscher verschwunden, und die ausbleibenden Wintersportler sind für die Metropole La Paz dabei noch die geringste Sorge. Außerdem: Wie der Ort Doel zum "gallischen Dorf" Belgiens wurde. Und: Was ein verfallener Wolkenkratzer in Liberia mit dem Ende der Sklaverei in den USA zu tun hat.
15:00
Die Burg Frankenstein im Odenwald ist heute ein Touristenhotspot. 1814 wurde dort die Autorin Mary Shelly durch eine verstörende, wahre Begebenheit zu ihrem weltberühmten Roman "Frankenstein" inspiriert. Außerdem in dieser Folge: Ponte City, ein Luxuskomplex in Johannesburg, welcher zu einer Hochburg der Kriminalität wurde, Bonanza, die berühmte Western-Stadt in Idaho, in der sich eine tödliche Liebesgeschichte ereignete, und eine recycelte Fantasiewelt in Buenos Aires, Argentinien.
15:50
Mitten in der indischen 30-Millionen-Metropole Delhi bietet sich ein unerwarteter Anblick. Ein riesiger Dschungel, von dem es heißt, die einzigen Bewohner seien Affen und heulende Schakale. Doch hinter all dem Laub versteckt sich eine Ruine wie aus einer anderen Welt. Noch vor wenigen Jahren lebt eine Familie in dem verlassenen Dschungelhaus. Legenden ranken sich um Sie, da kaum jemand sie je zu Gesicht bekam. Die einen sagen, es seien Riesen gewesen. Andere hielten sie für übernatürliche Wesen.
16:45
Ein leerstehendes Haus in der kalifornischen Wüste hat im 20. Jahrhundert gleich zweimal Geschichte geschrieben: Als mondänes Kurhotel, in dem Hollywoodgrößen in der Prohibitionsära neben mineralischen Heilwassern ungestört Hochprozentiges genießen konnten. Und als Militärgefängnis, in dem japanische Kriegsgefangene auf subtile Weise dazu gebracht wurden, strategische Geheimnisse auszuplaudern. Außerdem: Das schottische Schloss, das Bram Stoker zu seinem Grusel-Klassiker "Dracula" inspirierte.
17:40
Die Welt der globalen Logistik: Vom Leben der Cargoflieger-Piloten über Logistikzentren wie München und Leipzig bis zum größten Autoterminal in Bremerhaven - wie das Verkehrsnetz uns versorgt.
18:30
In Honolulu gerät eine Frau ins Visier, die sich womöglich illegal in den USA niederlassen will. Noch brisanter: Ein herrenloser Koffer entpuppt sich als Drogendepot. Im Frachtterminal stoßen die Beamten auf eine perfide Schmuggelmethode - Meth, geschickt in Brettspielen versteckt. Auf dem Festland in Atlanta sorgt ein stark riechendes Stück Seife für Alarm. Und in Newark stellen die Beamten eine Familie, die Luxuswaren aus Dubai im Wert von Tausenden Dollar nicht deklariert hat.
19:15
Am Flughafen Honolulu sorgt eine Japanerin für Aufsehen: Verdächtige Herkunft, unklare Geldflüsse - ist sie wirklich nur Urlauberin? In San Francisco suchen Zollbeamte nach einem Drogenkoffer. Zudem entdecken sie sechs Rassewelpen, die stundenlang in einer kleinen Box ausharren müssen, weil die Einfuhrpapiere fehlen. Spannende Szenen von Kontrolle und Risiko an den US-Grenzen.
20:15
Im russischen Straflager "Wologodski Pjatak" sitzen Terroristen, Amokläufer und Mafiabosse ihre lebenslangen Haftstrafen ab. Die bereits im 16. Jahrhundert als Kloster errichtete Festung auf der Insel Ognenny wurde nach der Oktoberrevolution 1917 erst zum Gulag für Staatsfeinde und später 1994 in ein Hochsicherheitsgefängnis für Schwerverbrecher umfunktioniert. Christoph Wanner gelingt es als erstem westlichem TV-Reporter, hinter den Gefängnismauern auf der Insel der Verdammten zu drehen.
21:10
Mehr als tausend Häftlinge sitzen im Hochsicherheitsgefängnis Anamosa im mittleren Westen der USA ein. Kriminelle Gangs stehen hier im Fokus. Doch für keinen Schwerverbrecher gibt es ein vorzeitiges Entkommen aus der historischen Haftanstalt, die "Weißer Palast des Westens" genannt wird. Seit 60 Jahren gab es keinen Ausbruch, die Insassen werden rund um die Uhr von 200 Wärtern überwacht. Etwa 20 Prozent der Insassen wird Anamosa nie verlassen, denn sie verbüßen eine lebenslange Freiheitsstrafe.
22:05
Zenica in Bosnien ist mit einhundertfünfzehntausend Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes. Sie ist ein Ort, geprägt durch Armut und hohe Arbeitslosigkeit. In Zenica leben fünfzehn Prozent Katholiken, dreißig Prozent Orthodoxe und fünfzig Prozent Muslime. Seit vielen Jahren konkurrieren die drei religiösen Gruppen um die Macht: Zenica gleicht einem Pulverfass. Mittendrin, in einem eigenen Stadtteil, liegt das größte und härteste Gefängnis Bosniens.
23:00
In der Philippinischen Hauptstadt Manila befindet sich das größte Frauengefängnis der Philippinen. Die Großstadt ist von Armut gezeichnet, und viele Schicksale enden in der Kriminalität. Die häufigsten Vergehen: Betrug, Prostitution und Drogen. Doch in dem 1931 gegründetem Correctional Institution for Women leben auch Frauen, die sich durch Mord oder ähnlich schwere Verbrechen strafbar gemacht haben. Der Alltag an diesem Ort ist ein täglicher Kampf ums Überleben und geprägt von Gewalt.
23:55
Das Sicherheitsgefühl der Deutschen sinkt. Einbrecher, Dealer und Schläger machen auch hierzulande die Straßen unsicher. Aus Angst, Opfer eines Gewaltdeliktes zu werden, statten sich viele Deutsche inzwischen mit Selbstschutzartikeln aus und üben sich in professionellen Selbstverteidigungspraktiken. Mit Pfefferspray oder treffsicheren Dirty-Fight-Techniken rüsten die Bürger der Bundesrepublik nun auf, um Verbrechen und Gewalt endlich die Stirn zu bieten.