20:15
Mit Stephanie Müller-Spirra geht es hinaus auf den See, wo sich der Balaton von seiner schönsten Seite zeigt. Beim Segeln wird schnell klar, warum das "ungarische Meer" Wassersportler seit Generationen begeistert. Am ruhigen Nordufer prägen Vulkanberge, kleine Dörfer und duftende Lavendelfelder die Landschaft. Hier entsteht aus Heilpflanzen wie Lavendel und Salbei hochwertiges ätherisches Öl. Tief unter der Erde wartet in den Seehöhlen von Tapolca eine faszinierende Welt aus unterirdischen Wasserwegen und bizarren Felsformationen. Auf einem traditionellen Markt erlebt Stephanie Müller-Spirra die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Region - überall wird probiert, erzählt und genossen. Wer im Urlaub gerne Trubel mag, für den ist das Südufer des Balatons genau richtig. Lange Strände, lebhafte Promenaden und Sommerstimmung pur. In Siófok, der Partymetropole des Balatons, sorgen Musik und das lebendige Nachtleben für ausgelassenes Urlaubsgefühl. Doch der Balaton hat auch eine ruhige, ursprüngliche Seite. Im Naturschutzgebiet Kis-Balaton, einem der bedeutendsten Vogelschutzgebiete Europas, geht es auf Büffelsafari. Die letzten Wasserbüffel Ungarns helfen hier als natürliche Landschaftspfleger, die einzigartige Feuchtlandschaft zu erhalten. Ein kleiner Abstecher nach Budapest steht auch auf der Reiseliste von Stephanie Müller-Spirra. Zwischen traditionsreichen Kaffeehäusern, kreativer Streetart, historischen Gassen und dem Blick auf die Donau zeigt sich die ungarische Hauptstadt als perfektes Ausflugsziel einer Reise voller Natur, Kultur, Gastfreundschaft und sommerlicher Leichtigkeit.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
dazwischen ca. 21.35 - 21.44 Tagesthemen (ARD, vt/st/AD) mit Wetter Moderation: Jessy Wellmer ca. 22:50:00: Zusammenfassungen von den Spielen: FV Illertissen - 1. FC Magdeburg / SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Kaiserslautern / SC Paderborn 07 - Bayer 04 Leverkusen / 1. FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart / 1. FC Union Berlin - DSC Arminia Bielefeld / SV Darmstadt 98 - FC Schalke 04 / Fortuna Düsseldorf - SC Freiburg
22:25
Bunkererfahrungen prägen Menschen für ihr ganzes Leben. Die Dokumentation "Zurück in den Bunker?" erzählt anhand persönlicher Erlebnisse von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von traumatischen Bunkererfahrungen heute und in den Weltkriegen, von leerstehenden Ruinen der Jahrtausendwende und von einer Bunkerrenaissance in Deutschland und Europa. Der Film stellt die Menschen in den Mittelpunkt. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Vertreterinnen und Vertreter der jungen Generation erzählen von ihrer Angst und dem Bedürfnis nach Sicherheit in einer sich verändernden Welt. "Zurück in den Bunker?" blickt zurück in die wechselhafte Geschichte der Betonungetüme und fragt, was sie für die Menschen bedeuten - damals wie heute. Der Film spannt den Bogen vom Zweiten Weltkrieg über den Kalten Krieg zu den aktuellen Bedrohungen, die weltweit auch heute viele Menschen in Schutzräume zwingt. Journalistin und Lehrerin Karina Beigelzimer und ihre Schülerinnen und Schüler berichten davon, wie es sich anfühlt, im Luftschutzkeller in der Ukraine Schutz zu suchen und wie dies den Alltag prägt. Robert Seidenader erzählt im Dialog mit seiner Enkelin Laura Seidenader von seiner Zeit im Münchner Bunker am Nockherberg im Zweiten Weltkrieg. Konrad Velten, selbst Zeitzeuge des Zweiten Weltkriegs, und seine Enkelin Sophie Hildner spannen den Bogen in die Gegenwart, in der sie Führungen durch einen Bunker in Baden-Baden anbieten. Die Psychologin Heide Glaesmer, die zu Kriegstraumata forscht, der Historiker und Bunkerexperte Marc Buggeln sowie Martin Voss, Katastrophenforscher und Soziologe, ordnen die Geschehnisse und Erlebnisse der Protagonistinnen und Protagonisten ein. Eine eindrucksvolle Dokumentation über Erinnerungskultur, Widerstandskraft und die gesellschaftliche Frage, wie Menschen mit Extremsituationen umgehen.
23:25
Wir sehen die deutsche Fachwerkidylle der Vorkriegszeit, die Fertigungsstraßen der Kampfflugzeuge, die schreckliche Schönheit der nächtlichen Bombenteppiche aus der Luft und das menschliche Leid in den rauchenden Trümmern am Boden. Dabei geht es Sergei Loznitsa um die unfassbaren Dimensionen moderner Kriegsführung. Statt die Perspektive der kriegführenden Parteien einzunehmen, werden die technischen Prozeduren und Abläufe der hochindustrialisierten Kriegsmaschinerie den Bildern des menschlichen Leids gegenübergestellt. Damit stellt der Film Fragen, die heute von ungeminderter Relevanz sind: Ist es moralisch vertretbar, im Krieg auch gegen die Zivilbevölkerung vorzugehen, um ein Terrorregime zu besiegen? Ist der Luftkrieg noch die Fortsetzung der Politik oder betreten wir mit ihm die Dimensionen einer Naturgewalt?