19:50
Das "Biwak"-Team ist zurück im heimischen Elbsandsteingebirge. Auf einer Trekkingtour, die in Mitteleuropa ihresgleichen sucht: Auf dem 105 Kilometer langen Forststeig, der durch die einsamsten und abgelegensten Winkel der Sächsisch-Böhmischen Schweiz führt: "Dorthin zu gehen, wo andere noch nicht sind oder waren, das war ja schon immer Philosophie unserer Sendung", sagt "Biwak"-Moderator Thorsten Kutschke, und: "Dass dies auch in unserem Heimatgebirge möglich ist und wie intensiv man dabei auch Einsamkeit und Abenteuer erleben kann, das hat uns erstaunt bei den Filmarbeiten." Neu im "Biwak"-Team und mit auf Tour zwischen den Trekking-Hütten und Biwak-Plätzen auf dem grenzüberschreitenden Pfad ist Christine Pesch, die für die Social-Media-Kanäle des MDR ein Videotagebuch produziert. Geklettert wird im Sandstein auch: Mit Weltstar Adam Ondra aus der Tschechischen Republik, mit einem sächsischen "Überfall-Kommando" und mit zwei jungen Bergsteigerinnen aus Dresden, die zuletzt einen spektakulären Gipfelerfolg am berühmten Trango-Tower im pakistanischen Karakorum-Gebirge feiern konnten. Neben einem Expeditionsbericht von einer spektakulären Highline über dem höchsten Wasserfall der Erde, dem Salto Ángel in den Tafelbergen von Venezuela, gibt es auf einem Tafelberg der Sächsischen Schweiz die Begegnung mit einer begeisterten Landschaftsmalerin. Kernstück der fünfteiligen Staffel ist aber der Forststeig als abenteuerlicher Weg beiderseits der sächsisch-böhmischen Grenze: "Die Herausforderung sind auf diesem Weg nicht nur Streckenkilometer und Höhenmeter", verrät Thorsten Kutschke: "Es geht auch darum, unterwegs Wasser zu finden, sich ums Essen zu kümmern und tatsächlich auch immer die Augen offen zu halten, damit man sich auf der sehr spartanisch ausgeschilderten Route nicht verläuft."
20:15
Florian Silbereisen startet in Tirol den "Schlagerbooom Open Air 2025". Für die große Show verwandelt sich das Stadion in Kitzbühel in ein gigantisches Lichtermeer. Der Showmaster präsentiert große Stars und viele Hits zum Mitsingen. "Endlich können wir wieder gemeinsam singen und feiern", freut sich Florian Silbereisen. "Und zum Sommeranfang wird es bei uns nicht nur funkeln und glitzern, auch die Berge werden leuchten! Das wird definitiv die TV-Open-Air-Show des Jahres!" Mit dabei sind Andrea Berg, Andreas Gabalier, Dieter Bohlen, Mireille Mathieu, DJ Ötzi, Andy Borg, Michelle, Semino Rossi, die Draufgänger, Pietro Basile, Stefanie Hertel, Melissa Naschenweng und viele weitere Stars!
23:33
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
23:35
Nach der Bundestagswahl wird medial wieder auf Ostdeutschland geblickt, der Tenor: "Was ist da los?" Der Osten ist wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung, erlebt immer wiederkehrende mediale Zuschreibungen. Doch wie stark prägen journalistische Muster das Bild und schließlich auch das Selbstverständnis der Ostdeutschen? Sinkt das Vertrauen in die Medien auch deshalb hier immer mehr? Diesen Fragen geht die ARD Story "Abgeschrieben! - Der Osten in den Medien" auf den Grund. Im Herbst, zum Jahrestag der Wiedervereinigung und anlässlich von Wahlen steht der Osten im medialen Fokus. Auch nach der Bundestagswahl bestimmt der "Sonderfall Ostdeutschland" wieder Talkrunden und Schlagzeilen. Es wird ein mediales Bild von Ostdeutschland forterzählt, das sich in den letzten 35 Jahren verfestigt hat, Negativschlagzeilen dominieren die überregionale Berichterstattung. Am Beispiel aufsehenerregender Medien-Stories und Skandale über Ostdeutschland zeigt der Film, wie sehr das heutige Image Ostdeutschlands auch von den Medien geprägt wurde. Dazu zählen etwa die BILD-Geschichte um den vermeintlich von Nazis ermordeten Joseph aus Sebnitz, der bei einem Badeunfall starb oder die SPIEGEL-Story vom "Milliardengrab" und der Titel des Satire-Magazins Titanic zum heute wohl bekanntesten Ossi-Klischee: "Zonen-Gaby". Das stilisierte Foto entstand schon im November 1989 in einem westdeutschen Fotostudio, mit einer westdeutschen "Gaby". Mit KI-Unterstützung wird im Film sichtbar gemacht, welches Bild von Ostdeutschen entsteht, wenn man die Häufigkeit der medial verwendeten Zuschreibungen auswertet. Auf Grundlage einer systematischen Auswertung tausender Presseartikel aus den letzten Jahrzehnten generiert die KI ein bis heute erstaunlich gleichförmiges Image von Ostdeutschen: ältere Menschen, oft im Widerstands-Duktus - auf Demonstrationen, vor baufälligen Häuserzeilen oder in seltsam einsamer Kulisse. Nur in den 2000er Jahren bemerkt man kurz eine leichtete Veränderung - der "KI-Ossi" ist jünger und lächelt. Die Dokumentation analysiert mit Expertinnen und Experten, Journalisten und Porträtierten welche medialen Zuschreibungen wann und wie entstanden sind, welche Ereignisse sie geprägt haben und erörtert, wie sie bis heute wirken. Und der Film erzählt, warum gerade im Osten das Vertrauen in klassische Medien im Laufe der letzten Jahrzehnte immer wieder starken Schwankungen unterliegt. Zu Wort kommen u.a. Marieke Reimann, Hajo Schumacher, Rainald Grebe, Christoph Dieckmann, Anja Reich, Josa Mania-Schlegel, Hans Zippert, Mandy Tröger sowie Kommunikationswissenschaftler, die zum Medienvertrauen in Ostdeutschland geforscht haben.