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In Thüringen gibt es dreihundert Schlösser. Die Konkurrenz für die achtköpfige Team von Anja Klötzing ist groß. Doch eines wissen sie. Ihr Schloss Burgk in der Nähe von Schleiz scheint eine magische Anziehungskraft zu haben. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich Filmteams hier die Klinke in die Hand geben. Erst vor kurzem war ein Kamerateam hier und drehte den Märchenfilm "Die Prinzessin aus Glas". Das "ARD-Märchen 2026" wird in der Weihnachtszeit ausgestrahlt. Die Filmemacher verraten, warum sie sich ausgerechnet für Schloss Burgk entschieden haben. Das ZDF war schon hier und die DEFA gleich mehrmals. Ende der 1970er Jahre wurde fürs DDR-Fernsehen der Agentenfilm "Das Unsichtbare Visier" gedreht. Bis heute wird von den Drehabreiten geredet, als Armin Müller Stahl als "James Bond des Ostens" ermittelte. Bemerkenswert: Schloss Burgk wurde für den Film kurzerhand in den Westen verlegt. Anwohner trauten ihren Augen kaum. Am Saalestausee war in großen Buchstaben "Rheingold Terrassen" zu lesen. Mitten im kalten Krieg zog hier plötzlich ein westdeutsches Polizeiboot seine Runden. Warum dieses Boot während der Dreharbeiten versank, weiß heute niemand. Anja Klötzing ist die Schlossverwalterin im Auftrag des Landratsamtes. Nicht weit entfernt in Schöndorf ist sie aufgewachsen. Als Kind faszinierten sie weniger die Prinzessinnen, dafür die Ritter umso mehr. Später begeisterte sie der Motorsport am Schleizer Dreieck. Und noch heute engagiert sie sich im Motorsportverein Schleizer Dreieck und hilft bei Motorrennen an der Rennstrecke. Auf Schloss Burgk steht sie vor ganz anderen Herausforderungen. Hier organisiert sie mit Ihrem Team Veranstaltungen und hütet die Schätze, wie die original erhaltene Silbermannorgel. Der international bekannte Organist Paolo Oreni reist extra aus Venedig an, um erstmals den Klängen des 1743 gebauten Instruments zu lauschen. Der Film begleitet Anja Klötzing und zeigt die vielen Facetten des Alltags auf Schloss Burgk, die die diesen Ort so einzigartig machen.
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anschl.: das MDR-Wetter
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Der pensionierte Versicherungsangestellte Harold Fry (Jim Broadbent) lebt ein stilles, zurückgezogenes Leben an der Seite seiner Frau Maureen (Penelope Wilton) in der südenglischen Provinz. Bis ein unerwarteter Brief alles verändert: Seine frühere Kollegin und enge Freundin Queenie Hennessy (Linda Bassett) schreibt ihm aus einem fernen Hospiz. Harold schreibt zurück. Doch auf dem Weg zum Briefkasten hält er inne - und geht einfach weiter. Getrieben von dem stillen, fast irrationalen Glauben, Queenie durch seinen Fußmarsch am Leben erhalten zu können, macht er sich auf: zu Fuß, über Hunderte von Kilometern, vom Süden Englands bis an die schottische Grenze. Was als einsamer Aufbruch beginnt, wird zu einer Bewegung. Als ein Journalist Harold heimlich fotografiert und die Geschichte publik macht, schließen sich ihm Fremde an, Briefe erreichen ihn unterwegs, ein ganzes Land blickt auf diesen einen Mann in Wanderschuhen. Doch je lauter das Echo wird, das Harold auslöst, desto lauter werden auch die Fragen, die er lange verdrängt hat: über seinen Sohn David (Earl Cave), über Schuld, Verlust und das, was er im Leben wirklich sucht.