12:00
Vor 500 Jahren, am 4. Mai 1521, kam Martin Luther auf der Wartburg an. Um 23.00 Uhr betritt er die Burg. Vor ihm liegen 300 Tage Einsamkeit, eine monatelange schwere Depression, etliche Krankheitstage und schließlich in den letzten beiden Monaten eine gewaltige Arbeit, mit der er sich aus der Depression reißt: Die Übersetzung des Neuen Testaments, September-Testament genannt, weil es im September des nächsten Jahres erschien und zum ersten Bestseller der Welt wurde. Die erste Ausgabe von 3000 Exemplaren wird sofort nachgedruckt. So etwas hatte es nie zuvor gegeben. Warum es ein Bestseller wurde, wie Luther das Werk gelang, wie sein Alltag auf der Wartburg war - davon erzählt der Film. Dabei wird deutlich, wie Luther mit seiner Bibel den Grundstein für die deutsche Nationalsprache legt, die ostmitteldeutsch ist. Goethe meinte später, dass die Deutschen ohne Luther keine Nation geworden wären. Und mit welcher Sprachgewalt er arbeitete, wird deutlich, wenn all die Wörter und Wendungen dargestellt werden, die das Lutherdeutsch in unsere Sprache einbrachte. Auf die Wartburg kommen Jahr für Jahr tausende Besucher aus aller Welt, um einmal diesen historischen Ort zu sehen, wo Luther getarnt als Junker Jörg die Bibel übersetzte und mit dem Tintenfass nach dem Teufel geworfen haben soll.
12:45
Lust auf eine spannende Burgen-Entdecker-Tour? Dann hast du in Thüringen ganz schön viel zu tun. Immerhin gibt es hier mehr als 400 verschiedene Burgen und um herauszufinden, welche für dich genau die Richtige ist, jetzt auch ein tolles Hilfsmittel, das dir die Thüringer Touristik zur Verfügung stellt: Den Burgen-Generator. Mit ihm findest du heraus, welcher Burgentyp du bist und bekommst sofort die passenden Empfehlungen für deinen nächsten Ausflug, samt Route und Highlights für die schönsten Aussichtsplätze. Hier stellen wir dir das tolle Gadget mit seinen Auswahlkriterien vor und testen es direkt. Reporterin Steffi Peltzer-Büssow sucht "ihre" Burg und kommt dabei natürlich nicht an der Wartburg in Eisenach vorbei. Schließlich gilt sie als ideales Bauwerk ihrer Art und wurde 1999 als einzige deutsche Burg von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Hier zeigen wir dir den außergewöhnlichen Festsaal, den schon Bayernkönig Ludwig II. über alles liebte und sich unbedingt nachbauen wollte. Ein besonderes Event gibts auf Burg Greifenstein hoch über Bad Blankenburg. Hier ist der Burgname Programm, denn in der Falknerei auf dem Burghof kannst du in die beeindruckende Welt der Greifvögel eintauchen. Erfahre außerdem, warum du unbedingt die Burgen "Drei Gleichen" besuchen solltest, weshalb das Schloss Beichlingen perfekt für einen Spiele-Ausflug in Familie ist und genieße das besondere Flair der Burg Tannroda.
13:15
Seit Jahrhunderten steht sie als Wahrzeichen hoch über der Werra: die Kirchenburg im Südthüringischen Walldorf. Einer Festung gleich, umrahmt mit 5 Türmen, ist sie ein Ort mit magischer Anziehungskraft. Doch wenige Tage vor Ostern 2012 brannte die Kirchenburg bis auf die Grundmauern ab. Gerade war sie restauriert worden. Nur die Orgel fehlte noch. "Wie kann Gott das zulassen?", fragten sich viele Walldorfer. Doch Pfarrer Heinrich von Berlepsch verlässt nicht der Mut. Er sieht in dem verheerenden Brand auch einen Aufruf zum Neuanfang - zur Auferstehung. Sieben Jahre lang baut er mit einem großen Team die Kirche in Walldorf wieder auf. Äußerlich wie vor dem Brand, doch im Inneren wird nichts so bleiben wie es war. Pfarrer von Berlepsch geht neue Wege mit Engagement, Herzblut und modernen Ideen für Orgel, Kanzel, Altar und Gestühl, die überall Wellenformen zeigen - großzügig und offen. Durch den Brand wurden alte Fenster sichtbar, die Jahrhunderte durch Holzvertäfelungen verdeckt waren. Von Berlepsch und sein Team nutzen sie als Chance zur Neugestaltung der Kirche. Die Fenster zeigen jetzt Mond und Sterne, Menschen, Vögel und Fledermäuse - denn der Pfarrer will eine moderne Kirche für alle Geschöpfe hinterlassen. Die Kirche in Walldorf wird Deutschlands erste Biotop-Kirche mit Nistplätzen für Vögel. Gleich nach dem Brand bauten als erste die Dohlen ihr neues Zuhause in der Ruine. Über Jahre sind Archäologen immer wieder vor Ort und finden neben Gräbern auch einen Goldenen Ring, Münzen und eine seltene Totenkrone. Die Gemeinde musste sich auch von den beschädigten Glocken verabschieden. Eine der neuen Bronzeglocken im restaurierten Kirchturm trägt jetzt den symbolischen Namen "Freude". In der neugestalteten Kirchenburg Walldorf sind Radfahrer willkommen, es gibt eine Kletterwand, eine Kino-Leinwand und einen Brot-Ofen. Aus verkohlten Balken haben Gemeindemitglieder gemeinsam den Altar gebaut. Eine ungewöhnliche Kirche mit modernem Nutzungskonzept ist unter Leitung von Heinrich von Berlepsch entstanden. Seit Generationen sind die von Belepschs Pfarrer. Einer seiner Vorfahren war der Hüter der Wartburg, als Martin Luther dort Zuflucht fand. Den Wiederaufbau der Walldorfer Kirche hat Pfarrer Heinrich von Berlepsch Tag für Tag geleitet, er war immer auf der Baustelle mit Mut und Weitsicht. Nun hat sich das Werk vollendet, an das er den Glauben nie verloren hat.
13:58
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
14:00
Egal wie das Wochenendprogramm ausgesehen hat, verpasst haben die Zuschauer nichts. Denn hier gibt es nochmal die spannendsten und interessantesten Szenen aus dem Sport zu sehen.
16:25
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
16:30
Aktueller Sport vom Tage
16:35
17:00
Aktueller Sport vom Tage
18:00
Über 70 Jahre Sanierungsstau und Leerstand haben schwere Schäden hinterlassen. Doch Susann lässt sich nicht abschrecken, erwirbt das Anwesen als Mietkauf für 50.000 Euro. Mit wenigen Mitteln richtet sie sich einen Raum her und fängt einfach an. Schritt für Schritt, Raum für Raum legt sie die vergangene Schönheit frei. Mit Freunden, Weggefährten und Unterstützern entkernt sie zuerst das Herrenhaus. Im Einklang mit dem Denkmalschutz sanieren sie die Räume. Ein offene Haus - das ist Susanns Konzept. Leute können kommen und schauen, was sie erreicht hat. Dafür richtete sie im Nebengebäude sogar eine Heimatstube mit historischen Alltagsgegenständen ein. Doch die Offenheit hat ihren Preis: Im Oktober 2023 kommt es zu einem Brand. Eine bis heute unbekannte Person hatte Feuer gelegt. Sie kämpft mit zwei Feuerlöschern gegen die Flammen, auch die Feuerwehr ist schnell vor Ort. Trotzdem wird das Gebäude schwer beschädigt, unersetzliche Sammelstücke sind verloren. Doch Susann steht wieder auf und findet durch den Brand die Liebe. Andrè kam und wollte helfen. Er blieb. Gemeinsam haben sie noch viel vor, aber beiden ist bewusst - hier werden sie nie fertig. Mit ihrer Hingabe bewahren sie ein einmaliges Zeitzeugnis für die nächste Generation. Das wurde 2007 und 2015 mit dem Denkmalschutzpreis des Landkreises Greiz belohnt.
18:15
Eine Burg, zwei Besucher und drei mittelalterliche Geschichten - aber nur eine davon ist wahr.Alexander Prinz, auf Youtube bekannt als der "Dunkle Parabellritter", führt im neuen ARD Mediatheksformat "History or Mystery" prominente Gäste durch Festungen verschiedener Regionen. Mit dabei: Schauspielerin Davina Fox, die statt im Ludwigshafener Tatort ausnahmsweise auf der Pfälzer Hardenburg ermittelt. Sternekoch Robin Pietsch, der auf Burg Falkenstein im Harz nicht nur die mittelalterliche Küche kennenlernt. Und: Comedian Tony Bauer, der mit viel Humor der Geschichte von Burg Altena im Sauerland näherkommt. Erkennen die Gäste die wahre Geschichte? Oder lassen sie sich von Prinz' Redekünsten auf falsche Fährten führen? "History or Mystery" verbindet regionales Erleben mit historischer Sachkenntnis und unterhaltsamen Gamification-Elementen. Gestützt wird die Erzählung durch einen eindrucksvollen "Rabenflug" mittels spezieller Drohne, die mystische Motive aufgreift und in der jungen Zielgruppe auch visuell ins Schwarze treffen soll.
18:45
Alena Bäumer hat sich im Alter von 30 Jahren für ein Leben im Kloster entschieden. Schon als Kind lernt sie den Klosteralltag bei Gemeindefreizeiten kennen. Doch selbst im Kloster zu leben, kann sie sich nicht vorstellen. Bis später eine Sehnsucht danach in ihr aufkommt, der sie erst mit Angst, dann mit Bedacht nachforscht. Sie beendet ihre Ausbildung als Psychotherapeutin und tritt ins Kloster ein. Nach ihrem Noviziat im fränkischen Selbitz wird sie auf den Petersberg bei Halle gesendet. Hier lebt sie mit einer gleichaltrigen Glaubensschwester und vier Schwestern und Brüdern um die 80. Das Klosterleben ist für sie "gleichzeitig das größte Geschenk und die größte Zumutung, die Gott mir je gegeben hat", sagt sie. Auf Schwester Alenas Gesicht findet sich meist ein Strahlen: Diese Entscheidung war die richtige für sie.
18:50
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:54
Die Ente und Moppi haben einen Drachen repariert und wollen ihn steigen lassen. Pitti mischt sich ein, und das gibt unerwartete Komplikationen. Am Schluss meint Moppi: Immer wenn Pitti Blödsinn baut, muss man sich nachher noch bei ihm dafür bedanken!
19:00
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Thalwinkel ist ein kleines Dorf. Es hat gerade mal 120 Einwohner. 100 im Tal und 20 auf dem Berg in Bergwinkel. Das Dorf liegt idyllisch im Bibertal gleich neben Bad Bibra. Es hat Wald rundherum, ein munteres Bächlein. Und doch machen sich die Leute hier Gedanken: Was passiert, wenn immer weniger hier wohnen, wenn noch mehr Häuser leer stehen, wenn das Dorf weiter schrumpft? Tätig werden ist die Antwort! Auch wenn es nur zwei Vereine im Dorf gibt, stemmt die Dorfgemeinschaft so einiges. Sie bauen einen Spielplatz in Bergwinkel wieder auf, haben dafür Spielgeräte organisiert und aufgepeppt. Sie kümmern sich um den Radweg, der das Dorf tangiert. Der Wegverlauf der "Rad-Acht Saale-Unstrut-Elster" muss freigezogen, geschottert und freigeschnitten werden. Am Sportplatz wuselt es, damit Volleyballplatz und Grünflächen herbst- und winterfest gemacht werden - natürlich mit Grill und Plauderzeit. Und mit einem letzten Blick auf den Schriftzug THALWINKEL, der Hollywoodlike am Ortseingang thront, nun als Kirmesüberbleibsel eingemottet wird. Was bleibt, ist die Lust am Machen: Vor einer Scheune wird ein alter LKW "IFA H6" aufgebaut. Nebenan trifft sich regelmäßig die kleine Skatrunde. Die Kinder ziehen durchs Dorf und sammeln Erntegaben. Auch geballtes Kräuterwissen schafft es auf den Tisch und in traditionelle Kräuterbuschen.
20:15
Im antiken Ägypten: Als der Pharao von einer Prophezeiung hört, der Verkündung der Ankunft eines Erlösers, der das jüdische Volk aus der ägyptischen Sklaverei befreien werde, lässt er alle jüdischen Neugeborenen ermorden. Nur der junge Moses überlebt, in einem Korb versteckt treibt er den Nil hinab. Ausgerechnet die Schwester des Pharao findet ihn und nimmt ihn als ihren Sohn auf. Jahre später ist Prinz Moses der strahlende Held des ägyptischen Volkes, zum Stolz seines Vaters Ramses I. und zum Ärger seines Cousins Ramses II. Moses' Geliebte Prinzessin Nefretiri ist eigentlich Ramses II. versprochen, den sie verachtet. Sie ist getrieben von der Idee, Moses auf dem Thron zu sehen, um ihn heiraten zu können. Doch der sieht das Leid des hebräischen Volkes und fühlt sich verantwortlich. Als er von seiner wahren Herkunft erfährt, entsagt er allen Vorzügen des Lebens am Königshof und kehrt zu seiner leiblichen Familie in die Sklaverei zurück. Ramses II. wird zum Pharao ernannt, und der missgünstige und rachsüchtige König verbannt Moses ins Exil der Wüste, wo er in einem Hirtendorf ein neues Leben beginnt. In einer Vision erscheint ihm Gott, der ihn mit der Botschaft betraut, zurückzukehren und die Israeliten aus der Gefangenschaft zu befreien. Mit der Hilfe Gottes, der Plagen über die Ägypter bringt, gelingt es Moses, sein Volk zu befreien und durch die Wüste nach Israel zu führen.
23:48
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
23:50
Eine fünfköpfige Jugendclique freut sich auf ein exklusives Halloween-Erlebnis im Freizeitpark Liseberg: Als VIPs dürfen der Mädchenschwarm Dante (Omar Rudberg) und seine Freunde an einer nächtlichen Vorpremiere für das Horror-Sonderprogramm teilnehmen. Die Parkmitarbeiterin Fiona (Wilma Lidén), die für die Gruppe keine Unbekannte ist, erwartet die Kostümierten am Einlass. Obwohl sie mit den überheblichen Cool Kids nichts mehr zu tun haben möchte, versucht Fiona, die Aufgabe professionell abzuwickeln. Bei der Führung geschehen erwartungsgemäß unheimliche Dinge und ein Teilnehmer (Emil Algpeus) verschwindet für ein paar Minuten spurlos im Geisterhaus. Seine begeisterte Grusel-Schilderung, von einem Maskierten mit einer Axt gejagt worden zu sein, lässt bei Fiona jedoch die Alarmglocken läuten. Eigentlich dürfte niemand außer ihr im Dienst sein. An der nächsten Station auf der Achterbahn erkennt die Parkmitarbeiterin, dass etwas an diesem Spezialauftrag nicht stimmt. Abbrechen geht jedoch nicht mehr: Der Park ist verriegelt! Nun beginnt eine Nacht mit realem Horror.