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TV Programm für MDR Sachsen am 17.03.2026

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Wald der Biber und Kraniche - Die Dübener Heide 21:00

Wald der Biber und Kraniche - Die Dübener Heide

Landschaftsbild

Es grenzt an ein Wunder, dass sie in dieser Dimension und Schönheit noch heute existiert - die Dübener Heide. Sie ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteldeutschlands und berühmt für ihre urwüchsigen Moore. Die natürlichen Wirkstoffe, die in der schwarzen Erde stecken, besitzen heilende Wirkung bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, Gicht und Osteoporose. Noch vor 40 Jahren stand die Existenz der Dübener Heide auf Messers Schneide. Täglich rieselten hunderte Tonnen Flugasche, Schwefeldioxid und Chlor auf den Wald vor den Toren Bitterfelds, damals die "schmutzigste Stadt Europas", nieder. Ende der 1980er Jahre droht sogar das komplette Aus. "Ich war damals 20 und am Horizont tauchten schon die ersten Braunkohle-Bagger auf. Doch dann kam 1989 die Wende. Es gab Proteste und die berühmten Grünen Tische, keine Runden wie sonst überall in der DDR üblich. Das war das große Glück, um die Heide zu retten. Bei uns gab es so zusagen die erste Energiewende, den ersten Kohleausstieg", sagt Axel Mitzka vom Naturpark Dübener Heide. 1992 gründete sich der Naturpark Dübener Heide, der erste Naturpark in ganz Deutschland, der aufgrund von Bürgerinitiativen nicht regierungsamtlich "von oben" entstand. Heute umfasst er eine Fläche von etwa 77.000 Hektar und ist für viele Menschen aus dem angrenzenden Ballungsraum Halle-Leipzig ein reizvolles Naherholungsgebiet. "Das Schöne ist, dass die Dübener Heide noch nicht so überlaufen ist, wie andere Wälder um Großstädte. Man kann hier fast einen ganzen Tag lang wandern, ohne einen anderen Menschen zu treffen", sagt Sabine Ostarek, die sich ehrenamtlich in der Dübener Heide engagiert. Ausgedehnte Waldgebiete und Wiesenflächen wechseln sich heute ab mit unberührten Heidebächen und Seen des ehemaligen Bergbaus. Unterschiedlichste Lebensräume sind es, die die Dübener Heide so einzigartig machen und damit Heimat für besonders geschützte Tierarten bieten. Neben Kranichen, Rauhfußkäuzen und Schwarzstörchen zählt dazu vor allem der Biber. Ein Landschaftsarchitekt, der nicht nur das Gesicht des Waldes prägt, sondern früher auch viel Geld einbrachte. "1984 ging es damit los. Holland wollte von uns Biber kaufen. Und wir hatten Biber, mehr als genug. Und die DDR brauchte Devisen. 1.400 Westmark pro Biber, das schlug ein wie eine Bombe. Überall wurde gefangen und exportiert", sagt Ulrich Kujath, ehemaliger Mitarbeiter beim Staatlichen Forstamt Dübener Heide. Nach ganz Mitteleuropa wurden Biber aus der Dübener Heide exportiert, um im Rahmen von Wiederansiedlungsprojekten neue Populationen zu schaffen, dort wo die Tiere ursprünglich ausgerottet wurden. Heute werden in der Heide keine Biber mehr gefangen, denn die übernehmen inzwischen andere Aufgaben. Sie bremsen die Folgen des Klimawandels mit Hitze, Trockenheit und Dürre. Der Film taucht ein in eine wundersame Welt, in der Wasser, Biber und uralte Bäume eine faszinierende Landschaft geformt haben, eine "Grüne Lunge" inmitten der dicht besiedelten, von Industrie, Bergbau und intensiver Landwirtschaft geprägten Region nördlich des Ballungsraumes Halle-Leipzig.

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Bella Ciao! Vom deutschen Soldaten zum Partisan 22:10

Bella Ciao! Vom deutschen Soldaten zum Partisan

Dokumentation

Sommer 1944: Deutsche Soldaten kämpfen in Italien. Immer weniger von ihnen glauben noch daran, dass Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewinnen kann. Viele werden Zeugen der Gräueltaten, die SS und Wehrmacht an der italienischen Zivilbevölkerung begehen. Und einige treffen eine hochriskante Entscheidung: Sie laufen zu den italienischen Partisanen über. Ihre Geschichte ist kaum bekannt, denn auch nach dem Ende des Nationalsozialismus schwiegen die Heimkehrer, um nicht als Vaterlandsverräter bestraft zu werden. Rund 80 Jahre später gehen drei Nachfahren in Italien auf Spurensuche. Lange weiß Claudia Höft nicht, was mit ihrem Großvater wirklich passiert ist. Offiziell heißt es immer, er sei im Kampf gegen italienische Partisanen gefallen. Tatsächlich liegt Rudolf Jacobs aber in einem Ehrengrab für Partisanen in der ligurischen Kleinstadt Sarzana - gefeiert als Held im Kampf gegen die Faschisten. Auch Hans Brauwers erfährt spät vom Geheimnis seines verstorbenen Vaters. Er weiß, dass Heinz Brauwers als SS-Polizist in Norditalien war und dort auch Zeuge von Kriegsverbrechen wurde. Aber erst, als der Sohn eine Mappe mit rätselhaften Fotos und Dokumenten findet, wird ihm klar, wie viel sein Vater verschwiegen hat. Der SS-Polizist Brauwers hatte die Seiten gewechselt und für die Befreiung Italiens gekämpft. Aber warum hatte er nie darüber gesprochen? Für den Sohn bleiben viele Fragen offen und so reist er nach Italien. Um herauszufinden, was im Sommer 1944 wirklich geschehen war. Damals kämpften Hunderttausende deutsche Soldaten in Italien gegen die Alliierten und gegen italienische Partisanen. Viele hatten furchtbare Dinge erlebt oder einfach Angst vor dem Tod. Historiker schätzen, dass mehrere Tausend von ihnen in Italien desertierten. Die meisten versuchten, sich zu den Alliierten durchzuschlagen, um sich zu ergeben. Hunderte aber gingen noch weiter und schlossen sich den Partisanen an. Von drei Schicksalen deutscher Partisanen erzählt diese Dokumentation. Und vom Versuch ihrer Angehörigen, in Italien der Wahrheit Stück für Stück näherzukommen.

Final Cut - Die letzte Vorstellung 22:55

Final Cut - Die letzte Vorstellung

Thriller

Stuart (Robert Englund) ist altgedienter Filmvorführer in einem großen Multiplex-Kino. Doch sein Handwerk ist nach der Digitalisierung der Vorführtechnik nicht mehr gefragt. Er wird vom Manager Clive (Malachi Kirby) zur Service-Kraft degradiert. Doch statt sich um Popcornverkauf und die Reinigung zu kümmern, zieht er sich lieber in den Technikraum zurück. Hier hat er Zugriff auf alle Überwachungskameras im Kino. Eines Abends entdeckt er auf den Monitoren ein junges Pärchen. Martin (Finn Jones) und Allie (Emily Berrington) wollen den Horrorfilm in der Spätvorstellung sehen und sind die einzigen Besucher. Stuart beschließt, sich zu rächen, an den Kids, die ihm keinen Respekt zollen und nach jeder Vorstellung ihren Müll liegen lassen, und an Clive, der ihm den Zugang zu den neuen Projektoren verweigert. Mit einer speziellen Extrazutat im Erfrischungsgetränk sorgt er dafür, dass Allie zur Toilette muss. Ihr Freund Martin macht sich dann nach längerer Wartezeit erfolglos auf die Suche nach ihr, bis er im menschenleeren Kinosaal plötzlich eine Großaufnahme von der offensichtlich bewusstlosen Allie auf der Leinwand sehen muss. Mit projizierten Regieanweisungen zwingt Stuart ihn, nach seinem perfiden Drehbuch zu handeln und inszeniert einen Film, in dem Martin und Allie die unfreiwilligen Hauptdarsteller werden. Und in Stuarts Drehbuch steht alles, was ein guter Schocker braucht: Entführung, Folter, Tod ...