19:50
- Gera: Brutale Attacke auf Helfer - Landkreis Jerichower Land: Rätsel um vermissten Mann - Landkreis Börde: Mercedes rast auf Radweg
20:15
Im einzigen Fußball-Länderspiel zwischen der BRD und der DDR bei der WM 1974 schießt sich Jürgen Sparwasser mit seinem Siegtor in die deutschen Sport-Geschichtsbücher. Noch heute ist das Tor und der "Klassenkampf" auf dem grünen Rasen unvergessen. Die Doku "Unsere Mannschaft 74" und eine fünfteilige Mediathek-Serie beschreiben aber nicht nur das legendäre Tor, sondern gibt einzigartige Einblicke in das Leben der Ost-Fußballer während der WM in der damaligen BRD. Das Autorenduo Carola Ulrich und Uwe Karte zeigt darüber hinaus, wie sich der Fußball nach diesem bedeutsamen Spiel in der DDR gewandelt hat und dass es dabei nicht nur Gewinner gab. Sie sprechen auch mit Zeitzeugen über dieses außergewöhnliche Sportereignis im In- und Ausland und über eine goldene Ära im ostdeutschen Fußball. Durch diese spannende Fußball-Zeitreise führt die Sportjournalistin Stephanie Müller-Spirra. Sie trifft neben Jürgen Sparwasser auch die WM-Helden Jürgen Croy, Peter Ducke, Hans-Jürgen Kreische und Erich Hamann sowie Matze Knop, Marcel Reif, Gregor Gysi und viele mehr.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
Ob beim Wocheneinkauf, an der Zapfsäule oder bei größeren Ausgaben, wie etwa beim Urlaub: Viele merken, dass das Leben teurer geworden ist. In dieser Folge begleitet Bundesvibe Menschen, die immer wieder neu abwägen müssen, wie sie mit den Preissteigerungen umgehen und wie sie die Krise meistern. Was erwarten sie von der Politik oder krempeln sie selbst die Ärmel hoch? "Bundesvibe" ist bei Familie Winter aus Köln, die auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum neu rechnen muss - vom Wocheneinkauf bis zu den Spritkosten. Wir lernen Sarah und Felix Schwenk kennen, die auf ihrem Milchviehhof mit Sorge auf die hohen Kosten für Diesel schauen. Und die alleinerziehende LKW-Fahrerin Julia Batzdorf, die wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten vieles selbst macht: Gemüse anbauen oder auch ihr kleines Fachwerkhaus sanieren.
22:30
Die Dokumentation zur ARD-Dialogaktion "Was Deutschland verbindet" zeigt, was passiert, wenn Menschen aus ganz Deutschland, die sich vorher nicht kannten, ein Wochenende lang reden - nicht übereinander, sondern miteinander. Menschen mit ganz unterschiedlichen Leben und Perspektiven tauschen sich über Themen aus, die Deutschland bewegen. Im Mittelpunkt steht die Frage, was passiert, wenn sie in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Spannungen und Unsicherheiten über ihre Erfahrungen, Hoffnungen und Ängste sprechen und einander zuhören.
23:30
Die Lausitz hat schon viele Veränderungen erlebt. Der Braunkohleabbau prägte die regionale Identität und den Wohlstand von Generationen. Nach der Wiedervereinigung folgte eine Deindustrialisierung von historischem Ausmaß, von der sich die Region noch immer nicht erholt hat. Mit dem lange geplanten und inzwischen gesetzlich beschlossenen Kohleausstieg steht die Lausitz abermals vor einem tiefen Einschnitt. Das neue Schlagwort lautet "Strukturwandel", und eine ganze Region muss sich wieder neu definieren. Der Dokumentarfilm von Britt Beyer wirft einen sensiblen Blick in die Region und begegnet Menschen, die dort leben: ihren Erinnerungen, Ängsten und Wünschen - und ihrem unbedingten Willen, die Zukunft ihrer Heimat aktiv mitzubestimmen: der Oberbürgermeister von Weißwasser im Nordosten von Sachsen, der die Stadt seiner Kindheit verschwinden sah, und darum die Zukunft fest im Blick hat. Die Umweltaktivistin aus Cottbus, die um die Erhaltung von Waldgebieten kämpft, und gegen das Fluten der stillgelegten Tagebaureviere mit Wasser, von dem es zu wenig gibt. Die Baggerführerin in Welzow-Süd, seit über 30 Jahren im Bergbau beheimatet, fordert Anerkennung der Tradition und einen sanften Ausstieg. Und der junge Facharbeiter rappt: "Gebt uns eine Zukunft, gebt uns 'ne Perspektive ... Kompetenzen vorhanden, die Fachkräfte sind hier."