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TV Programm für MDR Sachsen am 16.04.2026

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Vater bekannt - ein Samenspender und seine 30 Kinder 22:35

Vater bekannt - ein Samenspender und seine 30 Kinder

Dokumentation

Ein Mann, 36 Frauen und 30 Kinder! Was sich im ersten Augenblick nach einer verrückten Kommune anhört, ist in Wirklichkeit ganz anders: Der Mann ist Gerrit - er ist privater Samenspender! 30 biologische Kinder sind dadurch entstanden. Aber nur drei von ihnen leben bei Gerrit und seiner Frau in Hamburg. Anders als bei einer anonymen Spende von der Samenbank stehen bei Gerrit und den Spende-Empfängerinnen Transparenz und Offenheit an oberster Stelle: "Jedes Kind muss wissen, wo es herkommt." Die Kinder dürfen jederzeit Kontakt zu ihm aufnehmen. Noch passiert das allerdings selten. Das älteste Kind ist zehn Jahre alt und das jüngste erst ein paar Monate. Nach und nach ist zwischen diesen Familien so ein außergewöhnliches Netzwerk entstanden, das sich selbstironisch die "Herde" nennt. Höhepunkt ist das jährlich stattfindende "Herdentreffen" mit fast allen Müttern, Halbgeschwistern sowie Gerrit und seiner Frau. Der Film taucht ein in diese Gruppe von unterschiedlichen Familien und Lebensmodellen. Er begleitet Gerrit und erzählt, was ihn antreibt und warum ihn seine Frau dabei unterstützt. Zudem lernen die Zuschauerinnen und Zuschauer drei Familien aus der "Herde" näher kennen: Die Berliner Polizistin Dana hat sich entschieden, ohne Partnerin Mutter zu werden und zieht ihre Tochter Juna allein groß. Tina und Tanja aus dem Westerwald stehen vor einer besonders großen Herausforderung: Ihr Sohn Hugo, Gerrits 16. Kind, lebt mit einer geistigen und körperlichen Beeinträchtigung. Katrin und Sarah aus Lübeck sind gerade frischgebackene Eltern geworden. Ihr Sohn Otis ist Gerrits 28. Kind.

Danach

Musica Dolorosa 23:20

Musica Dolorosa: Werke von Mozart, Britten und Vasks

Klassische Musik

Im Dezember 2025 wurde im MDR-Studio am Leipziger Augustplatz ein Studiokonzert aufgezeichnet. Neben Wolfgang Amadeus Mozarts "Maurerischer Trauermusik", einem Werk, das freimaurerische Bezüge hat und vermutlich für die Trauerfeiern von Mozarts Logenbrüdern bestimmt war, standen Werke von Benjamin Britten und Peteris Vasks im Mittelpunkt des Programms. Britten komponierte seine "Sinfonia da requiem" im Jahr 1940 kurz nach dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs. Obwohl das Werk 1939 von der imperialistischen japanischen Regierung in Auftrag gegeben und auch bezahlt wurde, verstand sich der Pazifist Britten nicht als willfähriger "Hofkomponist" Tokyos. Für ihn blieb die Sinfonia ein Anti-Kriegswerk. Uraufgeführt wurde sie schließlich nicht in Japan, sondern im März 1941 in der New Yorker Carnegie Hall. Der Lette Peteris Vasks ist einer der großen europäischen Komponisten, der - wie Arvo Pärt aus Estland - eine tiefe Naturverbundenheit mit einem ebenso tiefen christlichen Weltverständnis zu einem meditativen Stil verschmolz. Er äußerte einmal: "Musik ist im Baltikum kein intellektuelles Spiel, sondern eine große geistige Konzentration. Ich denke, dass unsere Zivilisation in eine falsche Richtung geht. Es gibt viel zu viel Materialismus, zu wenig Geist. Das Wichtigste ist doch unsere Seele, unser Körper und Geist, das alles zusammen." Wie Arvo Pärt und Giya Kancheli gehört er zu den meistaufgeführten europäischen Komponisten. Wolfgang Amadeus Mozart: Maurerische Trauermusik c-Moll KV 477 Peteris Vasks: Musica serena (2015) Benjamin Britten: Sinfonia da requiem op.20 (1940) Peteris Vasks: Musica dolorosa (1984)