15:25
Sieben Jahre arbeitet Hans im Haus eines reichen Gewürzhändlers, als er eines Morgens aufwacht und weiß: Seine Zeit als Diener ist vorbei. Er will heim zu seiner Mutter ans Meer. Der Herr lässt ihn ungern gehen, entlohnt Hans jedoch reichlich: Einen Klumpen Gold, so groß wie Hans' Kopf, überreicht er ihm. Glücklich macht sich Hans auf den Weg. Schon bald trifft er die Kaufmannstochter Elisabeth, die den gleichen Weg hat wie er und fortan verfolgt, wie sich Hans' Besitz stetig verkleinert. Denn bald drückt Hans das Gewicht des Goldes und so tauscht er den Klumpen kurzerhand gegen das Pferd eines Junkers. Das Pferd wirft ihn ab und er ist froh, es gegen eine Kuh tauschen zu können. Aber auch das Melken will gelernt sein. Die Kuh tritt Hans und er tauscht sie gegen ein Schwein, das Schwein gegen eine Gans, die Gans gegen einen Schleifstein, der ihm schließlich in einen Brunnen plumpst. Nun hat Hans nichts mehr in Händen - und dankt Gott, dass er endlich frei von allen Lasten ist. Und Elisabeth? Als Hans am Meer ankommt, wartet sie dort auf ihn. Sie hat während ihrer Reise begriffen, mit welch tiefem, von allem Materiellen unabhängigem Glücksempfinden Hans begabt ist. Auf Hans und sie wartet das gemeinsame Glück.
16:25
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
16:30
König Alexander ist Vater von zwei Söhnen. Der jüngere Karel ist krankhaft eifersüchtig auf seinen Bruder Jan, den Kronprinzen. Um den Bruder auszuschalten, beraubt ihn der hinterhältige Karel mit einem verzauberten Trank des Gedächtnisses. Jan gerät in den magischen Wald und sollte sich eigentlich in einen Baum verwandeln. Doch der Zauber wirkt nicht bei ihm. Der Kronprinz wandert weiter bis zum angrenzenden Königreich und verliebt sich in Prinzessin Viktoria, die einem Drachen geopfert werden soll. Jan nimmt allen Mut zusammen, um gegen das Ungeheuer zu kämpfen. Doch ist dies nicht die einzige Hürde, die er überwinden muss. Wie soll er seine verlorenen Erinnerungen wiedererlangen? Denn wie allseits bekannt, hat jeder Zauber seinen Preis.
18:00
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
18:50
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:52
Herr Fuchs hat mit dem Mikro Vogelstimmen aufgenommen und spielt diese den Kindern vor. Dabei zeigt er ihnen selbstgemalte Bilder der Sänger.
19:00
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Am Pfingstwochenende fordert ein schwieriger Einsatz bei aufziehendem Gewitter die Bergwacht, während parallel Höhlenretter in der Sächsischen Schweiz unter extremen Bedingungen trainieren.
20:15
Die sonnigen Ufer der mecklenburgischen Seen, die weiten Strände der Ostsee oder die grünen Wälder des Thüringer Waldes - diese Landschaften sind die Kulisse für die schönsten Sommer-Erinnerungen aus der Kindheit. Was man hier als junger Mensch im Ferienlager, mit der Familie auf dem Zeltplatz oder im FDGB-Ferienheim erlebte, ist bis heute unvergessen und voller Emotionen: die Freundschaften, die Gemeinschaft, die Naturerlebnisse, alles war groß und intensiv - der Sonne schien wärmer, der Himmel war immer ein bisschen blauer. Der Film begleitet in 90 Minuten Urlauber von damals und bringt sie an die Orte, die seit Jahrzehnten nur noch in ihrer Erinnerung existieren. Eine Zeitreise in die Vergangenheit, die durch private Filme und alte Urlaubs-Fotos zu neuem Leben erweckt wird. An den Urlaubsorten von damals erinnern sich die Protagonisten an ganz persönliche Momente, an überraschende Erlebnisse, treffen alte Freunde und berichten leidenschaftlich vom schönsten Sommer ihrer Kindheit - zwischen Rennsteig und Rügen.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
Die polnische Journalistin Wioletta Weiss fragt, wie die letzten Stettiner sich an ihre Kinderjahre erinnern und was sie heute nach Stettin zieht. Sie begleitet sie an die Orte ihrer Kindheit. Orte an denen sie jetzt wieder leben oder an die es sie als Touristen zieht. Sie lässt sich die persönlichen Filme, Fotos und Andenken aus den 1930er und 1940er Jahren zeigen. Erinnerungsstücke, die die Stettiner wie Heiligtümer aufbewahren. Konrad Abraham aus Stralsund, verbringt seit der Wende seinen Urlaub in der alten Heimat und legt selbst Hand an, damit sein Geburtshaus in Zielonczyn, dem ehemaligen Graseberg, wieder schöner aussieht. Das bereitet ihm große Freude, obwohl es ihm seit über 70 Jahren nicht mehr gehört.
22:45
Johnson wurde 1934 in Cammin, in Pommern, dem heute polnischen Kamien Pomorski an der Ostsee geboren und starb 1984 mit nur 49 Jahren im englischen Sheerness-on Sea an der Nordsee. Die mecklenburgische und pommersche Herkunft blieb für ihn lebenslang ein wichtiger literarischer Bezugspunkt. Erst recht, nachdem er 1959 die DDR verlassen hatte und fortan in West-Berlin, New York und England lebte. Motive des Gehens und Bleibens durchziehen sein Werk ebenso wie die Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte, dem Zweiten Weltkrieg, deutscher Schuld und "weiteren Folgen des Krieges", wie er es nannte. Hinzu kommen Erfahrungen als Schüler, Student und angehender Schriftsteller in der frühen DDR. Volker Koepp reist mit Texten Uwe Johnsons in dessen biografische und literarische Gegenden. Etwa in die Fluss- und Seenlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns zwischen Anklam und Güstrow und den nordöstlichen Zipfel Mecklenburgs, den Klützer Winkel oder auf das Fischland an der Ostsee bei Ahrenshoop. Hier begegnet er Menschen in ihrem gegenwärtigen Leben. Sie erzählen von ihren Erinnerungen, vom Gehen und Bleiben, vom Ausharren an den Orten der Herkunft, vom Fortziehen und auch von Uwe Johnson. Gehen und Bleiben entstand in der Wirklichkeit der Jahre 2020 bis 2022, während der Pandemie und der Ausweitung des russischen Krieges auf die gesamte Ukraine. Auf seiner Fahrt durch die Zeit fragt der Film, welche Bedeutung die Vergangenheit für das gegenwärtige Leben hat, und wie ein hoffnungsvoller Blick auf die Zukunft mit Motiven des Gehens und Bleibens zusammenhängt. Textzitate Uwe Johnsons eröffnen dabei einen filmischen Erzählraum, der Geschichte und Gegenwart gedanklich und sinnlich zusammenführt. Wie nebenbei entsteht so auch ein fragmentarisches Lebensbild des Schriftstellers Uwe Johnson und eine Annäherung an sein Werk. Der Dokumentarfilmer Volker Koepp wurde am 22. Juni 2024 80 Jahre alt.