19:00
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
20:15
Am 24.07.2022, gegen 6.30 Uhr morgens, entdeckt Uwe Neumann, Ranger im Nationalpark Sächsische Schweiz, bei seinem Rundgang eine Rauchsäule über dem Gebiet der Böhmischen Schweiz in Tschechien und sein Kollege Erik Brenner meldet das Feuer an die tschechischen Kollegen, die mit der Löschung und Eindämmung beginnen. Trotz aller Mühen springt das Feuer aufgrund der aufkommenden Winde schnell auf sächsisches Gebiet über. Kai Bigge, Stadtwehrleiter von Bad Schandau, und seine Kameraden werden alarmiert und rücken aus, um die ersten Glutnester zu löschen. Dabei werden sie von einer Feuerwalze überrascht und müssen sich in Sicherheit bringen. Auf tschechischem Gebiet breitet sich das Feuer immer weiter aus. Fabian Hälschke von der Freiwilligen Feuerwehr Großschönau und der stellvertretende Kreisbrandmeister des Landkreises Görlitz Peter Seeliger bieten den Kameraden der Feuerwehr Varnsdorf um Jirí Sucharda ihre Hilfe an und fahren zum Einsatzort in Tschechien. Dort sind sie zunächst machtlos gegen die Flammen: fünf Häuser in Mezni Louka brennen vollständig nieder. Nach langem Kampf können sie den Brand schließlich kontrollieren. Die Löscharbeiten in der Sächsischen Schweiz gestalten sich in dem unwegsamen Gebiet als sehr schwierig. Die Lage ist unübersichtlich und inzwischen sind Hunderte Einsatzkräfte vor Ort, die am Boden und aus der Luft helfen. Auch Julia Richardt von der ehrenamtlichen und privaten Organisation @fire und ihre Kollegen helfen mit: sie werden vor allem für die Glutnestbekämpfung eingesetzt. Der Waldbrand gilt erst nach fünf Wochen Kampf als endgültig gelöscht.
21:00
In dieser Folge erreicht die Bergwacht Grainau ein dramatischer Hilferuf vom höchsten Berg Deutschlands, der Zugspitze. Zwei Bergsteiger wurden in 2.900 Metern Höhe im Klettersteig von einem heftigen Gewitter mit Schneesturm überrascht und befinden sich In Lebensgefahr. Bei einem Gewitter im Klettersteig ist das Risiko vom Blitz getroffen zu werden extrem hoch. Einsätze wie dieser verlangen von den Rettungskräften höchste Konzentration. Sich und seine Kameraden nicht selbst in Gefahr zu bringen, hat oberste Priorität. An einem anderen Einsatztag muss Bereitschaftsleiter Willi Kraus senior per Helikopter einen Bergsteiger retten, der in der Kletterroute "Eisenzeit" an der Zugspitze durch einen herausbrechenden Stein gestürzt ist. Der verletzte Mann und sein Begleiter stecken in schwer zugänglichem Gelände fest. Eine Notfallversorgung ist in dieser Situation kaum möglich. Am Hupfleitenjoch in der Gegend um die Zugspitze bricht sich eine Frau das Handgelenk. Bernhard Kraus, der Sohn des Bereitschaftsleiters folgt dem Vorbild seines Vaters und ist ebenfalls Luftretter. Aber Beruf, Familie und Ehrenamt zu verknüpfen, ist eine große Herausforderung.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:10
Linus Bade erlebt bei Arztterminen immer wieder, dass seine Persönlichkeitsrechte ignoriert werden. Der 24-Jährige fällt durch Spastiken auf, er hat Mühe beim Sprechen. Nicht alle Ärzte und Ärztinnen können damit umgehen, reden mit seiner Assistenz, statt mit ihm. Deshalb hat er jetzt auch seinen Hausarzt gewechselt. Linus hat vor allem mit zwischenmenschlichen Barrieren zu kämpfen. Für körperbehinderte Frauen sieht das ganz anders aus. Vor allem der Zugang zu gynäkologischer Versorgung ist ein komplexes Problem: Eine Stufe am Eingang, eine Brandschutztür ohne elektrischen Öffner, zu kleine Umkleidekabinen verhindern oft schon den Arzttermin. Wer noch kurz aufstehen kann, um sich ohne einen Lift in den gynäkologischen Stuhl umzusetzen, der findet mit Geduld und Tipps von Freunden auch eine Praxis. Für die anderen gibt es derzeit in ganz Deutschland lediglich fünf bekannte Spezialambulanzen. Ein Missstand, der dazu führt, dass manche Frauen gar nicht zum Frauenarzt gehen. Bisher zeichnet sich keine Lösung ab. Das Bündnis Inklusives Gesundheitswesen mahnt, endlich konkrete Gesetzesvorgaben auf Bundesebene zu schaffen. Der Abbau der baulichen Barrieren ist ein Flickenteppich, denn die Umsetzung ist Ländersache. Ein wesentliches Problem in der gynäkologischen Versorgung ist zudem, dass die Kassenärztliche Vereinigung den zeitlichen Mehraufwand der Behandlungen nicht vergütet. Warum bewegt sich zu wenig? Wie finden Menschen mit Behinderung Hilfe? Welche Lösungen gibt es? Diesen Fragen geht Gina Rühl in dieser "Selbstbestimmt"-Folge nach.
22:40
Felix Räuber will jene Region erkunden, in welcher die Natur brutal auf Fortschritt prallt: die Lausitzer Braunkohleregion. Dabei begibt er sich auf die Spuren des legendären Liedermachers Gerhard Gundermann, dessen musikalisches Vermächtnis den Lausitzer Tagebau bis heute prägt.
23:05
Heimweh. Ein Gefühl, das wohl jeder Mensch mindestens einmal in seinem Leben verspürt. Felix Räuber reist in die schlesische Heimat seines Großvaters und trifft in Görlitz sowie Breslau auf beeindruckende Menschen. Zusammen erschaffen sie eine musikalische "Heimat auf Zeit".
23:30
Anlässlich des Mahler-Festivals 2023 gastierte Tugan Sokhiev im Mai 2023 mit den Münchner Philharmonikern im Gewandhaus Leipzig und brachte mit einem namhaften Solistentrio die lyrische 4. Symphonie und die kosmische Vokalsymphonie "Das Lied von der Erde" zur Aufführung. Seit der Uraufführung von Mahlers 4. Sinfonie im November 1901, die der Komponist ausdrücklich mit dem Vorgänger-Orchester der Münchner aufgeführt wissen wollte, haben die Werke des Komponisten einen festen Platz im Repertoire des Klangkörpers. Nach der monumentalen 2. und der klanglich entgrenzten 3. Sinfonie bedient sich Mahler in seiner 4. eines durchsichtigen, schlanken, fast schon klassizistischen Musizierstils. Tugan Sokhiev und die Münchner Philharmoniker kombinieren Mahlers 4. Sinfonie mit dem "Lied von der Erde", einem sinfonischen Liederkreis, den das Orchester 1911 - ebenfalls in München - ein halbes Jahr nach Mahlers Tod unter dem Dirigat von Bruno Walter uraufführte. Für Mahler ist für es ein Werk des Abschieds. An Walter schrieb er: "Mir war eine schöne Zeit beschieden, und ich glaube, dass es wohl das Persönlichste ist, was ich bis jetzt gemacht habe."