20:15
Ob illegaler Handel mit Kampfhunden oder Lebensmittel, die massenweise in der Mülltonne landen - die Sendung deckt auf und recherchiert Themen, die ohne die Redakteure im Verborgenen bleiben würden.
20:45
Wenn das Urteil gesprochen ist und die öffentliche Aufmerksamkeit nachlässt? Für viele Betroffene ist kein Abschluss möglich - denn ihr Alltag bleibt, geprägt von Trauer, den Versuchen einer Verarbeitung und der Suche nach Unterstützung. Die "exactly"-Reportage setzt an diesem Punkt an und richtet den Blick auf das, was nach dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt 2024 folgte. Im Mittelpunkt steht die Augenzeugin Ramona. Sie versucht, in ihren Alltag zurückzukehren, doch die Erlebnisse wirken weiter. Schritt für Schritt wird deutlich, wie stark die Belastung anhält und wie schwer es ist, wieder Stabilität zu finden. Gleichzeitig zeigt der Film, mit welchen Hürden Betroffene konfrontiert sind, wenn sie Hilfe suchen. Lange Wartezeiten, komplexe Verfahren und fehlende Anschlussangebote erschweren den Zugang zu therapeutischer Unterstützung. Aus einzelnen Erfahrungen entsteht so ein größeres Bild: ein Hilfesystem, das in Teilen an seine Grenzen stößt - auch am Beispiel von Zeuginnen und Zeugen anderer Anschläge, wie auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016 oder auf den Pariser Club Bataclan 2015. Die Perspektiven von Fachleuten und Menschen, die Betroffene seit Monaten begleiten, zeigen, wo Hilfe wirkt - und wo im Hilfesystem weiterhin Lücken bestehen. Der Film stellt damit eine zentrale Frage: Werden Betroffene nach einem Anschlag ausreichend und langfristig begleitet - auch dann, wenn das öffentliche Interesse nachlässt?
21:15
Der letzte Blick vor dem Einschlafen, der erste Griff nach dem Aufwachen: Das Smartphone ist für die meisten heute unverzichtbar. Doch wo endet die Gewohnheit und wo beginnt eine Sucht? In der Reportage "Wegen Handy in die Klinik !?" begibt sich Y-Kollektiv-Reporterin Helena Brinkmann in eine Welt zwischen Dauer-Online-Sein und radikalem Verzicht. Sie wirft einen ungeschönten Blick auf das Phänomen der Mediensucht, eine "Epidemie", deren Fallzahlen seit der Corona-Pandemie drastisch gestiegen sind. Dennoch haben es Betroffene oft nicht leicht, Anerkennung und Hilfe zu bekommen. Da Mediensucht im aktuellen Diagnosesystem der Krankenkassen noch nicht vollumfänglich als eigenständiges Krankheitsbild verankert ist, fehlen vielerorts Therapieplätze, während die Gesellschaft das Problem häufig noch als bloßes "Lifestyle-Phänomen" belächelt. Die Reportage räumt mit diesem Vorurteil auf und zeigt: Mediensucht ist kein Mangel an Disziplin, sondern eine ernsthafte psychische Störung. Ob Gaming, Social Media oder Streaming - moderne Algorithmen sind darauf programmiert, unser Belohnungssystem zu kapern und uns in einer digitalen Endlosschleife festzuhalten. Im Zentrum des Films stehen Betroffene, deren Alltag überwiegend vor dem Bildschirm stattfindet oder stattfand, und die essenzielle Frage: Wie kommt man aus dieser Abhängigkeit wieder raus? Die Reportage verzichtet dabei auf die klassische Distanz reiner Expertengespräche und setzt stattdessen auf authentische Begegnungen und hautnahe Einblicke. Helena Brinkmann begleitet verschiedene Protagonisten auf ihrem Weg. Wir erleben mit, was es bedeutet, wenn sich ein junger Mensch für einen radikalen Schritt entscheidet: den stationären Entzug in einer Fachklinik. Wie entkommt man in einer durchdigitalisierten Welt dem ständigen Mediankonsum, der bisher den gesamten Takt vorgegeben hat? Und wie findet man wieder zurück ins Leben? Im Gegensatz dazu treffen wir einen Mann, der sich mit seinem übermäßigen Medienkonsum arrangiert hat und dessen Alltag zeigt, wie die digitale Präsenz das soziale Umfeld beeinflusst. Ein ehemaliger Süchtiger, der heute Aufklärungsarbeit leistet, zeigt wiederum, dass ein Ausstieg möglich ist, aber lebenslange Wachsamkeit erfordert. Zwischen Klinikalltag, Medientraining und einem Experiment im "Offline Club" zeigt der Film eindrücklich, wie präsent digitale Medien in unserem Leben sind. Auch die Autorin Helena Brinkmann hinterfragt dabei ihre eigene Mediennutzung. Für die Journalistin ist ihr Smartphone unverzichtbares Arbeitsmittel und "Zeitgeist-Barometer". Doch im Spiegel der Schicksale ihrer Protagonisten beginnt sie zu reflektieren: Wo hört die berufliche Notwendigkeit auf und wo beginnt der eigene Kontrollverlust?
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:10
Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) bekommen einen Sonderauftrag, der die Wiener Ermittler in einen abgelegenen Winkel von Kärnten an den Fuß des Großglockners führt. Dort wird Hubert Tribusser (Christoph von Friedl) vermisst, der Juniorchef eines gleichnamigen Holzunternehmens. Sein Vater (Johannes Seilern), ein Spezi des Wiener Polizeipräsidenten, möchte die Ermittlungen nicht dem örtlichen Polizeiposten überlassen. Kaum kommen Eisner und Fellner im Mölltal an, hat sich die Suche bereits erledigt - allerdings nicht der ungeliebte Fall. Arbeiter des Sägewerks haben in der Brennofenasche "etwas" von Hubert gefunden: ein Titan-Implantat aus seinem Schultergelenk. Der Fund deutet auf ein Verbrechen hin, das jemand verschleiern wollte. Ein erster Verdacht fällt auf den Umweltaktivisten Holzer (David Oberkogler), gegen den die Tribussers eine Verleumdungsklage laufen haben und der sich am Abend des Mordes mit Hubert heftig gestritten haben soll. Bei der Suche nach den Tätern und dem Motiv deckt das Wiener Ermittlerduo auf, dass der Tote alles andere als ein Heiliger war. Hubert hat sich genommen, was er wollte: Geld aus der Firmenkasse, zahllose Affären und sogar die Frau (Caroline Frank) des eigenen Bruders Klaus (Alexander Linhardt). In den Ermittlungen mischt der örtliche Polizeichef Alois Feinig (Karl Fischer) mit, den Eisner noch von früher kennt. Er versorgt das Wiener Duo mit lokalem Insiderwissen, asiatischen Lebensweisheiten und einer vielversprechenden Fährte. Während Eisner viel auf seinen alten Spezi hält, beobachtet Bibi diesen mit wachsender Skepsis.
23:40
Auch wenn jede Folge von Olafs Klub 2025 ein Best of sein könnte, gibt es hier für euch die Diamanten unter den Perlen, den Kaviar auf dem Sahnehäubchen, die Goldkrone in der Cola. Ulk-Arzt Dr. Olaf Schubert hat seine Comedy-Rekruten auf Witzdienst-Tauglichkeit gemustert. Jan van Weyde kämpft mit Flachsraketen gegen Gruselpuppen im Märchenwald. Mirja Regensburg macht fröhlichen Fronturlaub im Adults-Only-Resort. Ehekriegsveteranin Eva Karl Faltermeier feuert bayerische Lachsalven ab. Jan Philipp Zymny trainiert den Kampf gegen das Böse im True-Crime-Bootcamp und Günther & Hindrich sprengen euren Fernseher in die Luft.