19:00
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
20:15
August 1968. Die politische Lage in Europa ist angespannt und die NVA befindet sich in erhöhter Gefechtsbereitschaft. Da erscheint auf dem Radarbild im Hauptgefechtsstand der Volksmarine in Rostock-Gehlsdorf die bundesdeutsche Fregatte "Karlsruhe". Zwei Torpedoschnellboote der Volksmarine jagen auf die Ostsee. Es ist Nacht, starker Nebel herrscht und eines der Boote, die "Willi Bänsch", ortet ein Schiff, das für die "Karlsruhe" gehalten wird. Die "Karlsruhe" befindet sich inzwischen allerdings wieder im heimatlichen Hafen und das Objekt auf dem Radar ist die schwedische Fähre "Drottningen", die sich auf dem Weg nach Trelleborg befindet. Im dichten Nebel kommt zu einem Zusammenstoß. Das Torpedoschnellboot "Willi Bänsch" sinkt, die "Drottningen" hat nur ein paar Kratzer. Neun Besatzungsmitglieder des Torpedoschnellbootes, die von Bord springen, erreichen eine Rettungsinsel, unter ihnen Hans-Joachim Klowersa und Reinhard Christ, die in "Lebensretter" ihre Geschichte erzählen. Am nächsten Tag kommen zusätzlich Kampfschwimmer zum Einsatz, die sich neben der Leichenbergung auch um die scharfe Munition der "Willi Bänsch" kümmern müssen. Beim größten Unglück der DDR-Volksmarine verlieren sieben Seeleute ihr Leben.
21:00
Am Watzmann werden zwei Bergsteiger als vermisst gemeldet. Am Nachmittag war ein heftiges Unwetter über die Region gezogen, danach riss der Kontakt zu den beiden Kletterern ab. Mit Einsetzen der Dunkelheit machen sich die Ramsauer Bergretterinnen und Bergretter bereit, um mit allen Kräften nach den Vermissten zu suchen. Mit dem Auto, Motorrad, zu Fuß und aus der Luft geben sie alles, um die in Not geratenen Bergsteiger zu finden. Ausgerüstet mit Stirnlampen und in kleine Gruppen aufgeteilt, durchkämmen sie das Gebirge, leuchten in Spalten und hinter Felsen. Doch auch nach über 13 Stunden Suche fehlt von den Vermissten jede Spur. Die Bergretter geben die Hoffnung jedoch nicht auf und rücken erneut mit Such-Drohnen und Hubschrauber aus.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:10
Im "Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen" richtet sich der Blick in Görlitz auf ein Projekt, das Erinnerung lebendig macht. Polnische und deutsche Jugendliche treffen beim Mitzwah-Projekt zusammen und beschäftigen sich mit Familiengeschichten der einstigen jüdischen Einwohner der Neißestadt. Initiiert hat das Lauren Leiderman. Die Amerikanerin lebt seit einigen Jahren gemeinsam mit ihrem jüdischen Ehemann und ihren Kindern in Görlitz und engagiert sich mit außergewöhnlicher Hingabe für die Aufarbeitung der jüdischen Geschichte der Stadt. Ausgehend von ihrer persönlichen Verbundenheit zum Judentum begann Lauren Leiderman, nach Spuren ehemaliger jüdischer Einwohnerinnen und Einwohner von Görlitz zu suchen. Mit unermüdlicher Recherchearbeit in Archiven, über internationale Kontakte und persönliche Gespräche gelang es ihr, zahlreiche Nachkommen jüdischer Familien ausfindig zu machen. Doch ihre Arbeit geht weit über historische Forschung hinaus: Lauren Leiderman hat ein internationales Netzwerk der Nachkommen geschaffen. Menschen aus den USA, Israel, Großbritannien, Australien und Deutschland stehen heute wieder miteinander in Kontakt, tauschen Familiengeschichten aus und entdecken gemeinsame Erinnerungen an Görlitz als Herkunftsort ihrer Vorfahren. Ein besonderer Schwerpunkt Leidermans Arbeit liegt in der Bildungs- und Erinnerungsarbeit mit jungen Menschen. Im Projekt "Mitzwah" erforschen Schülerinnen und Schüler die jüdische Geschichte von Görlitz, besuchen die Überreste des Zwangsarbeits- und Internierungslagers im nahe gelegenen Tormersdorf und treffen Nachkommen der jüdischen Familien. So entsteht eine lebendige Erinnerungskultur, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet und jüdisches Leben wieder sichtbar in das Bewusstsein der Stadtgesellschaft rückt.
22:55
Die Dokumentation erzählt die außergewöhnliche Lebensgeschichte von Eva Ries, einer deutschen Musikmanagerin, die es von der badischen Provinz an die Spitze des internationalen Hip-Hop schaffte. Nach ihrer Zusammenarbeit mit Nirvana, Sonic Youth, Guns N' Roses und Aerosmith wurde Eva Ries Anfang der 1990er-Jahre die Marketing- und Tourmanagerin des Wu-Tang Clans - der einflussreichsten Rap-Gruppe aller Zeiten. Als eine der wenigen Frauen durchbrach sie die Grenzen einer männerdominierten Musikindustrie und schrieb ihre eigenen Regeln. Die Geschichte von Eva Ries ist auch die Geschichte von Aufstieg und Fall der Musikindustrie der 1990er-Jahre, von Female Empowerment und der Kraft der kulturellen Diversität. "Evil-E" zeigt, wie Eva Ries und die Mitglieder des Wu-Tang Clans als Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten zusammenfanden und durch gegenseitige Unterstützung ein globales Movement erschufen. Durch Interviews mit den wichtigsten Mitgliedern des Wu-Tang Clans, seltenes Archivmaterial und durch dokumentarische Neudrehs an internationalen Schauplätzen wie Deutschland, New York, London und Wien, erhält das Publikum exklusive Einblicke. Der Film enthält nie zuvor erzählte Anekdoten und musikhistorisch bedeutsame Momente, die die Hip-Hop-Kultur geprägt haben. Die Dokumentation verbindet persönliche Erlebnisse mit gesellschaftlichen Diskursen über Diversität und Empowerment und reflektiert, wie Eva Ries, die sich selbst nie als Feministin bezeichnen würde, selbst zum weiblichen Role Model wurde. Mit "Evil-E" wird nicht nur die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau erzählt, sondern auch der kulturelle, weltweite Einfluss des Wu-Tang Clans in all seinen Facetten beleuchtet.