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TV Programm für MDR Sachsen am 01.11.2026

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MDR SACHSENSPIEGEL 19:00

MDR SACHSENSPIEGEL

Regionalmagazin

Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.

Danach

MDR aktuell 19:30

MDR aktuell

Nachrichten

anschl.: das MDR-Wetter

Kripo live - Tätern auf der Spur 19:50

Kripo live - Tätern auf der Spur: Mord ohne Leiche - Der Fall Alexandra R.

Recht und Kriminalität

Die hochschwangere Alexandra R. aus Katzwang bei Nürnberg verschwindet am 9. Dezember 2022 spurlos. Morgens bringt sie ihre Pflegetochter zur Kita - dann werden rätselhafte Nachrichten von ihrem Handy verschickt: Sie sei weg, liebe ihren Ex-Partner immer noch und komme nicht zurück. Würde eine Frau im achten Monat wirklich alles zurücklassen? Die Mordkommission übernimmt den mysteriösen Vermisstenfall.

Feldberger Seen - Naturparadies Mecklenburg 20:15

Feldberger Seen - Naturparadies Mecklenburg

Natur und Umwelt

Glasklare Seen, uralte Wälder und eine Ruhe, die sofort entschleunigt: Die Feldberger Seen im Herzen Mecklenburgs sind ein echtes Naturparadies zwischen Ostsee und Berlin. Stephanie Müller-Spirra entdeckt die faszinierende Eiszeitlandschaft rund um Haussee, breiten und schmalen Luzin und begegnet Menschen, die diese besondere Region prägen. Im Hullerbusch trifft sie Jakob, den Schäfer, der mit seinen Tieren für die Pflege der einzigartigen Landschaft sorgt und für sein leckeres Ziegeneis bekannt ist. Und es geht mit einer der letzten handbetriebenen Fähren über den schmalen Luzin. Der fjordartige See begeistert nicht nur mit seinem klaren Wasser, sondern auch mit einer faszinierenden Unterwasserwelt. Beim Tauchgang entdeckt Stephanie Müller-Spirra seltene Süßwasserschwämme, die wegen ihres Aussehens auch "Koralle des Nordens" genannt werden. Ihre Reise führt auch nach Carwitz, das durch den Schriftsteller Hans Fallada bekannt wurde. Umgeben von gleich vier Seen ist das kleine Dorf heute ein beliebtes Ziel für Camper und Wasserwanderer. Auf dem Carwitzer See geht Stephanie mit einem für die Region typischen Faltboot aufs Wasser und erlebt die Landschaft aus einer ganz neuen Perspektive. Besonders ursprünglich zeigt sich die Natur in den Heiligen Hallen, dem ältesten Buchenwald Deutschlands. Hier kann man erleben, wie sich ein Wald entwickelt, wenn der Mensch nicht eingreift. Auch seltene Tiere wie Fisch- und Seeadler haben in der Region ein Zuhause gefunden. Und Stephanie Müller-Spirra trifft die Wasserski-Profis des WSC Luzin und erlebt, wie sportlich es auf dem Wasser zugehen kann. Kulinarisch reicht die Reise vom frischen Fisch aus den Seen über selbst gebackenen Kuchen bis zu Wildkräutern, die bei einer Kräuterwanderung direkt aus der Natur auf den Teller kommen. Zum Abschluss wartet in Feldberg ein ganz besonderes Erlebnis: Bei "Steg in Flammen" genießt Stephanie ein Konzert auf einer schwimmenden Bühne - mitten auf dem Wasser. Ein stimmungsvoller Abschluss in einer Landschaft, die man so schnell nicht wieder vergisst.

MDR aktuell 21:45

MDR aktuell

Nachrichten

anschl.: das MDR-Wetter

Sportschau Bundesliga am Sonntag 22:00

Sportschau Bundesliga am Sonntag

Sport

dazwischen ca. 21.35 - 21.44 Tagesthemen (ARD, vt/st/AD) mit Wetter Moderation: Jessy Wellmer ca. 22:50:00: Zusammenfassungen von den Spielen: FV Illertissen - 1. FC Magdeburg / SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Kaiserslautern / SC Paderborn 07 - Bayer 04 Leverkusen / 1. FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart / 1. FC Union Berlin - DSC Arminia Bielefeld / SV Darmstadt 98 - FC Schalke 04 / Fortuna Düsseldorf - SC Freiburg

Echt 22:25

Echt: Die Giftgasfabrik von Halle - Tickt die Zeitbombe immer noch?

Kerstin Stroich aus Halle-Ammendorf ist empört. Im Rückblick scheint ihr halbes Leben vergiftet. Nicht nur ihre Kindheit hat sie nichts ahnend neben dem Gelände einer der größten Giftgasfabriken des Zweiten Weltkrieges verbracht: "Mein Vater hat immer gesagt: Geh da nicht hin, das ist gefährlich. Aber als Kinder sind wir da runtergestiegen, in die alten Abwasserleitungen. Das war alles offen." Was Kerstin Stroich damals nicht weiß: Sie wohnt neben einer tickenden Zeitbombe - der Hinterlassenschaft einer der größten Giftgasfabriken der NS-Zeit. Tarnname: ORGACID. Heute weiß sie es besser. "Echt" macht 2019 ein Gutachten der Stadt Halle öffentlich: Im Grundwasser sind Abbauprodukte des Kampfstoffes LOST gefunden worden. "Hätte ich das gewusst, wäre ich nie wieder hierhin gezogen und hätte auch nie Haus und Grundstück gekauft, das doch jetzt nichts mehr wert ist", so Kerstin Stroich heute. Zeitreise auf den Spuren der Giftgasfabrik von Halle-Ammendorf: Der Kampfstoff-Experte Prof. Dr. Johannes Preuß hat recherchiert, dass nach dem Krieg nicht der gesamte Kampfstoff vernichtet wurde. "Echt"-Moderator Sven Voss trifft Zeitzeugen, die beschreiben, wie 1954 versucht wurde, das Gift mit Chlorkalk zu neutralisieren. Anfang der 1990er Jahre dann ein weiterer Versuch, die giftige Hinterlassenschaft aus der Welt zu schaffen. Diesmal rücken Spezialtruppen der ehemaligen NVA an. "Echt" trifft einen, der damals dabei war: Alfred Krippendorf - Ex-Hauptmann und bis heute Experte für chemische Kampfstoffe. Jetzt ist wieder Bewegung in die Debatte um die Zukunft des womöglich verseuchten Geländes gekommen. Denn es gibt ein neues Gutachten. Sven Voss trifft exklusiv den Altlasten-Experten Dr. Tobias Bausinger von der Firma ENVILYTIX. Der fordert in seinem Gutachten, dass das alte ORGACID-Gelände eingehender untersucht werden muss: "Wir brauchen hier mehr Messstellen. Die Messstellen sind der Schlüssel für die weitere Untersuchung. Und es gibt Verdachtsstellen wie den alten Lost-Bunker oder den Feuerlöschteich, da sollten wir vielleicht auch bohren, um zu sehen, was da im Untergrund los ist." Sven Voss trifft außerdem Erich Gadde, der vor einem Jahr eine Bürgerinitiative gegründet hat. Gemeinsam mit einigen anderen Kollegen, die alle nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände der ehemaligen ORGACID im Plastwerk Ammendorf gearbeitet haben, fordert er eine Totalsanierung des Geländes. Und tatsächlich: Der große Wurf könnte gelingen, denn die Stadt Halle hat das alte ORGACID Gelände auf eine Liste gesetzt für Sanierungsobjekte im Rahmen der Kohleausstiegs-Förderung. Auf dem Gelände der ehemaligen Giftgasfabrik soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Eine Komplettsanierung wäre dann wohl unumgänglich.

Black Snow - Russlands vergiftete Kohlestädte 22:55

Black Snow - Russlands vergiftete Kohlestädte

Auslandsreportage

Kisseljowsk, Sibirien, 6. Juni 2019: In einer stillgelegten Kohlemine schwelt seit Längerem ein unterirdisches Feuer, giftige Gase dringen in viele Wohnhäuser der 90.000-Einwohner-Stadt, doch die Behörden verweigern eine Umsiedlung der betroffenen Familien. Aus Verzweiflung wenden sich Bewohner in einem Video an den damaligen kanadischen Premierminister Justin Trudeau und bitten um Asyl als Umweltflüchtlinge. Das Video geht viral, nur 48 Stunden später berichtet der kanadische Sender CBC News. Die internationale Aufmerksamkeit setzt die russische Regierung unter Druck, die versucht, das wahre Ausmaß der Katastrophe herunterzuspielen. Im Zentrum der Dokumentation "Black Snow" steht Natalja Subkowa: dreifache Mutter, Hausfrau, mit einem einfachen Handy bewaffnete Bürgerjournalistin. Sie beginnt zu recherchieren, weil sie wissen will, ob die Nierenerkrankungen ihrer beiden Töchter mit der Kohleverschmutzung zusammenhängen. Aus einzelnen Handyvideos wird über Jahre die wichtigste unabhängige Stimme ihrer Stadt: Sie deckt auf, dass unter Kisseljowsk Dutzende Brände schwelen, dass Behörden sie als harmlose Müllfeuer herunterspielen, und dass Umsiedlungsversprechen folgenlos bleiben. Doch ihre Recherche hat einen Preis. Subkowa gerät ins Visier der Behörden: Überwachung, öffentliche Diffamierungskampagnen, Drohungen gegen ihre Kinder, ein Verhör durch den Inlandsgeheimdienst FSB. Über vier Jahre hinweg in Russland, Georgien und in Deutschland gedreht, erzählt Regisseurin Alina Simone in "Black Snow" das eindringliche Porträt einer Frau, die vom unpolitischen Familienmenschen zur unbequemen Aufklärerin wird und dabei nicht aufhört, Fragen zu stellen, selbst als der Druck auf sie wächst. Der Film zeigt die Folgen des Kohleabbaus für die Menschen in der Region und gibt einen seltenen Einblick in die Methoden des modernen russischen Überwachungsstaats.