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Eine faszinierende Zeitreise durch 200 Jahre deutscher Nordseebäder: Der Film zeigt, wie das heilsame Nordseeklima den Grundstein für den Badetourismus legte und die Inseln grundlegend veränderte. Historisches Material erzählt von Sturmfluten, Kriegsjahren, dem Aufschwung der 50er und 60er sowie dem Kampf gegen Erosion. Ein spannender Blick auf die Geschichte einer der beliebtesten Urlaubsregionen Deutschlands. Auch an der Nordseeküste leitet die medizinische Erkenntnis, dass das besondere Reizklima, der Jod- und Salzgehalt der Luft, das Meerwasser, der Schlick im Watt und die langen Sandstrände für das gesundheitsfördernde Baden bestens geeignet sind, den Wandel zum Badeort ein. 1797 wird auf Norderney das erste deutsche Nordseebad eröffnet. Das Leben hat sich mit dem Ansturm der Touristen radikal verändert. Wohnten noch vor 250 Jahren ausschließlich Fischer und Bauern auf den von Ebbe und Flut geprägten, schwer erreichbaren Eilanden, spielen heute Landwirtschaft und Fischerei praktisch keine Rolle mehr. Stattdessen dominieren Hotels und Pensionen nun die verkehrstechnisch bestens erschlossenen Inseln - fast alle haben sogar einen eigenen Flugplatz. Die Nordseeinseln haben eine wechselvolle Geschichte. Mehr als einmal zerstörten Sturmfluten ganze Ortschaften. Im Zweiten Weltkrieg wurden sie zu Festungen ausgebaut, weil sie gezielten Bombenangriffen ausgesetzt waren. In den 50er und 60er Jahren erleben die westdeutschen Seebäder als Kurorte am Meer großen Aufschwung. Die Nordseebäder haben im Stadtbild immer noch mit Bausünden der 60er Jahre zu kämpfen - und gegen Sturmfluten und Erosion. Seit Jahrhunderten wandern die friesischen Inseln durch Meeresströmungen, Ebbe und Flut sowie den Wind stetig nach Osten. Heute müssen teure und mächtige Befestigungen die Inseln in ihrer Lage halten, um Hotels, Kuranlagen und Sanatorien für die Gäste zu erhalten. Von keiner anderen Entwicklung hat die Küstenregion an Nord- und Ostsee so nachhaltig profitiert wie von der Gründung der Seebäder. Sie gehören heute zu den beliebtesten Urlaubszielen und sind einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren an der Nord- und Ostseeküste. Insgesamt werden pro Jahr über 40 Millionen Übernachtungen und mehr als 60 Millionen Tagesausflügler registriert. Die zweiteilige Dokumentation ist ein Streifzug durch die Geschichte der deutschen Seebäder und beleuchtet mit viel historischem Material den Wandel über 200 Jahre.
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Berlin kurz vor dem 13. August 1961. Das Mädchen Eva (Kati Székely) steht zwischen den Brüdern Ulli (Armin Mueller-Stahl) und Klaus (Ulrich Thein), zwei Arbeiterjungen, deren Weltbilder gegensätzlich sind. Klaus ist für das schnelle Geld, das er als Taxifahrer im Westen verdient, und für ein sorgloses Leben. Ulli ist ernster, etwas schüchtern und hat einen festen politischen Standpunkt. Am 13. August ist Klaus plötzlich der Weg nach West-Berlin versperrt, und Ulli steht mit der Waffe in der Hand an der Grenze. Bei Eva macht der selbstsichere Klaus das Rennen, doch als das Mädchen schwanger wird, will er sich der Verantwortung entziehen. Eva fühlt, dass ihre Hingabe an Klaus nicht auf wahrer Liebe beruht. Immer mehr fühlt sie sich zu Ulli hingezogen. Sie muss eine Entscheidung treffen, zumal Klaus bei einem Fluchtversuch festgenommen wird und ins Gefängnis kommt.