18:54
Mia bekommt von Opa einen Fischballon - doch der Fisch gehört ja ins Wasser. Mit ihrer UNTERWASSERTAUCHMASCHINE taucht sie tief ins Meer und entdeckt eine bunte Unterwasserwelt. Als Opa sie zum Abendbrot ruft, kehrt Mia zurück und erkennt: Ihr Fisch fühlt sich in der Luft viel wohler.
19:00
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Dachdecker und Spengler Markus Riedl aus Bayern hat bei seiner Arbeit immer wieder mit Metalldächern zu tun, deren Konstruktion durch Feuchtigkeit zerstört wurde. Ob bei Eigenheimen, Carports oder Garagen. Wenn es regnet, soll das Wasser eigentlich über die Dachkante in die Regenrinne abgeleitet werden. Doch dann kommt die Physik dazwischen: Durch den Kapillareffekt, der zwischen dem Metalldachblech und dem Traufblech entsteht, kann das Regenwasser bis in die Holzkonstruktion des Dachs ziehen. Dort kommt es dann zu erheblichen Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung. Markus Riedl will dieses Problem lösen. Nach langem Tüfteln hat er ein Edelstahlprofil entwickelt, dass den Kapillareffekt durch eine spezielle Rinne und Löcher unterbricht. Simpel, aber clever. Außerdem in der Sendung: Ein Zelt auf einem Paddel-Bord - Erfindung für Outdoorfans
20:15
21:00
Oranienbaum erinnert an ein kleines Stückchen Holland mitten in Sachsen-Anhalt. Landschaftlich eingebettet in den Auen von Mulde und Elbe, liegt der kleine Ort mitten im Biosphärenreservat Mittelelbe und ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Vor genau 350 Jahren schuf der niederländische Baumeister Cornelius Ryckwaert für Prinzessin Henriette-Catharina von Nassau-Oranien dieses barocke Ensemble aus Stadt, Schloss und Park - mit Pagode, chinesischem Teehaus und einer der längsten Orangerien Europas. Heute gilt Oranienbaum als beliebtes Ausflugsziel in der Region. Doch unweit dieses mitteldeutschen Kleinods, verborgen im Wald, spielten sich einst düstere und streng geheime Geschichten ab. 1935 entstand dort eine Munitionsfabrik. Zwangsarbeiter und Dienstverpflichtete füllten Granaten und Bomben mit Giftgas. Zum Ende des zweiten Weltkrieges lagerte hier genug Munition, um halb Mitteleuropa zu verseuchen. Zu DDR-Zeiten ging dieses dunkle Kapitel weiter. Auf dem Gelände, hinter Mauern und Stacheldraht verborgen, entwickelte und baute ein als Chemiewerk getarnter Betrieb Tellerminen und Selbstschussanlagen für die DDR-Grenze. Nach der Wende wurde alles vernichtet. Heute verfallen die Ruinen in den Wäldern bei Oranienbaum. Nur wenige im Ort sprechen darüber. Auch die Oranienbaumer Heide wurde Jahrzehnte als sowjetischer Truppenübungsplatz militärisch genutzt. Nach dem Abzug der Soldaten im Jahr 1992 konnte sich die Natur jedoch frei entfalten. Diese Entwicklung nutzen Wissenschaftler der Hochschule Anhalt: Gemeinsam mit dem Bundesforst und Naturschützern entsteht ein einzigartiger vielfältiger Lebensraum, in dem heute Konik-Pferde und Heckrinder zuhause sind. Die Tiere leben frei und halten die Heide offen. Ein unwirtliches, ehemals abgesperrtes Gebiet wandelt sich immer mehr, von Altlasten größtenteils beräumt, zu einer der artenreichsten Landschaften in Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit Naturschützern, Zeitzeugen und Geschichtsforschern entdeckt der Film den Glanz von Oranienbaum und die Natur-Highlights im Biosphärenreservat, aber auch die dunklen Kapitel verborgen in den Wäldern vor der Stadt.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:10
Als Berlin zur Weltstadt wird, öffnet das Adlon seine Türen. Das ist 1907. Mit dem Segen Wilhelms des II. durfte der Gastronom Lorenz Adlon seinen Hotelneubau in Berlins historische Mitte stellen. Fortan logiert die Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur im Schatten des Brandenburger Tores. Kaum ein großer Name fehlt im alten Gästebuch des Adlons: Albert Einstein, Thomas Mann, Charlie Chaplin, Marlene Dietrich ... Kaiserzeit, Weimarer Republik, Drittes Reich, Kalter Krieg - wie kaum ein anderer Ort wird das Adlon zum Schauplatz der wechselvollen deutschen Geschichte. Und zu einem Haus, um das sich bis heute Legenden und Anekdoten ranken. Mord, Affären, Skandale sorgten dafür, dass der Name Adlon nicht nur das Feuilleton, sondern auch die Klatschspalten füllte. 1997 am alten Platz neu eröffnet, versucht das Haus heute wieder an seine schillernde Historie anzuknüpfen. Wieder ist es die bevorzugte Adresse von Königinnen und Präsidenten, von Popstars und Leinwanddiven. Gestützt auf neue, bisher kaum gezeigte Film- und Bilddokumente erzählt die Dokumentation von der hundertjährigen spannenden Geschichte des Hauses. Der Frage, was ausgerechnet das Adlon zu einem Mythos macht, geht der Film im Gespräch mit dem Hotelerben Felix Adlon, mit Historikern und Schriftstellerinnen nach. Und er blickt hinter die Kulissen des neuen Adlon. Beobachtet Köche, Pagen, Butler, Zimmermädchen und Hostessen bei dem Bemühen, dem legendären Ruf des Luxushotels am Pariser Platz auch heute gerecht zu werden.
22:55
Der 73-jährige Rentner Alvin Straight (Richard Farnsworth) liegt seit mehreren Jahren im Streit mit seinem Bruder Lyle (Harry Dean Stanton), der im 500 Kilometer entfernten Mount Zion im US-Bundesstaat Wisconsin lebt. Als Lyle einen Schlaganfall erleidet, beschließt Alvin, sich von Iowa aus auf die Reise zu seinem Bruder zu begeben, um ihm beizustehen und den Streit endgültig zu beenden. Alvin hat keinen Führerschein und schwache Augen, doch er weigert sich vehement, gefahren zu werden. Unbeirrt setzt er sich auf seinen Aufsitzrasenmäher der Marke John Deere und macht sich Richtung Wisconsin auf. Obwohl ihm schon am Anfang der alte Motor einen Strich durch die Rechnung macht, will er keineswegs aufgeben und rüstet im nahe gelegenen John-Deere-Markt sein Gefährt auf. Die Reise geht weiter, wenn auch mit überaus gemächlichem Tempo.