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Sie war eine Sensation ihrer Zeit: Jutta Hipp, eine weiße, deutsche Jazzpianistin, die in den 1950er-Jahren als erste Musikerin aus Europa beim legendären Blue Note Label veröffentlichte. Der Film erzählt das Leben einer Ausnahmekünstlerin, die gegen alle Widerstände zur Jazzgröße wurde. Als Autodidaktin spielte sie sich von Leipziger Untergrundclubs über Frankfurts Jazzkeller bis nach New York - an der Seite von Größen wie David Amram und Charles Mingus. Der Film rekonstruiert ihren Weg mit seltenem Archivmaterial und unveröffentlichten Aufnahmen, er erzählt von Jutta Hipps früher Liebe zur verbotenen Musik im Nazi-Deutschland, ihrer Flucht in den Westen, der Geburt ihres Sohnes Lionel - einem "Brown Baby" - und ihrem kometenhaften Aufstieg in der amerikanischen Jazzszene. Doch Ruhm hat seinen Preis: Sexismus, Rassismus, Selbstzweifel und Alkohol bestimmen zunehmend ihr Leben. Als sie sich gegen eine Affäre mit ihrem Agenten wehrt, fällt sie in Ungnade - und verstummt. 1960 verlässt sie die Bühne für immer. Die Musik tauscht sie gegen einen Job in einer Textilfabrik und findet Frieden mit sich selbst. "Being Hipp" ist mehr als eine Musikerbiografie: Es ist ein Porträt über Selbstbehauptung, künstlerische Integrität und den Preis weiblicher Unabhängigkeit - im Showbusiness wie im Leben.
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Den bekanntesten Jazzmusiker der Welt für eine Tournee durch die DDR zu gewinnen und damit das eigene Image aufzupolieren, das mit dem Bau der Berliner Mauer stark gelitten hatte, war im Frühjahr 1965 für die SED-Kulturpolitiker ein echter Coup. Louis Armstrong, der große Trompeter und Sänger, " ... kam, blies und siegte ..." als "Vertreter des guten Amerika", wie das Parteiorgan "Neues Deutschland" nach seinem ersten Konzert im alten Berliner Friedrichstadtpalast titelte. Insgesamt 16 Konzerte sollte Satchmo mit seiner All Star-Band in Ostberlin, Leipzig, Magdeburg, Erfurt und Schwerin geben. Die Musikbegeisterten bedachten den Jazz-Star mit Beifallsstürmen. Es war nicht nur die Musik von Armstrong und seiner Band, sondern auch sein Charme als Entertainer, der ihm die Herzen der Menschen zufliegen ließ. Dem DDR-Fernsehen gelang es, die großartige Stimmung beim Konzert am 22. März 1965 im Berliner Friedrichstadtpalast einzufangen. Eine großartige Band in musikalischer Hochform spielte all die Standards, die das Publikum liebte und erwartete. Als besondere Geste an seine deutschen Fans gab Armstrong "Mackie Messer" und das Volkslied "Der treue Husar". Die Aufzeichnung des Konzerts in Ostberlin ist nicht nur ein musikalisches Highlight, sondern auch ein einzigartiges kulturpolitisches Dokument.