19:00
Topaktuell und stets gut recherchiert gibt es hier das Neueste und Spannendste aus Sachsen zu sehen. Die Beiträge zeigen, wie vielseitig und lebhaft dieses Bundesland tatsächlich ist.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Mitten im Harz haben Sabrina und Christian einen ehemaligen Aussiedlerhof in ein Cottage verwandelt, das an die schottischen Highlands erinnert. Ohne Architekt und Bauplan, dafür mit viel Eigenleistung, Kreativität und Mut entstand ein außergewöhnliches Zuhause mit Natursteinfassade, Buntglasfenstern und handgefertigten Möbeln. Umgeben von Streuobstwiesen, Wald und Weiden leben die beiden hier ihren ganz persönlichen Entwurf vom Leben auf dem Land. Auch Susann verliebte sich auf den ersten Blick - allerdings in ein stark sanierungsbedürftiges Rittergut in Thüringen. Seit mehr als 20 Jahren arbeitet sie daran, die historische Anlage vor dem Verfall zu bewahren. Selbst ein schwerer Brand konnte sie nicht aufhalten. Heute ist das Gut ein lebendiger Ort voller Geschichte und Begegnungen. Und nach dem Feuer fand Susann dort nicht nur neue Kraft, sondern auch einen neuen Lebensgefährten. Zwei besondere Häuser und zwei Geschichten, die zeigen, was entstehen kann, wenn Menschen das Besondere hinter bröckelnden Fassaden erkennen.
20:15
Er stand mitten im Leben und hatte noch viel vor - doch plötzlich hörte sein Herz auf zu schlagen. Wir erinnern an Achim Mentzel, Entertainer, Rock'n Roller und "Singende Spreewaldgurke". Freunde, Familie und bekannte Weggefährten erzählen seine Geschichte: von der Kindheit in Prenzlauer Berg über erste Auftritte, Bands und Solojahre bis zur "Achims Hitparade". Mit Archivmaterial entsteht das Porträt eines warmherzigen Allroundtalents und 50 Jahre Musikgeschichte. Wir erinnern an den beliebten Entertainer, Rock'n Roller, an die Stimmungskanone und "Singende Spreewaldgurke", wie er liebevoll genannt wurde. Mit viel bisher unveröffentlichtem Originalmaterial zeichnet diese Dokumentation sein wechselvolles und spannendes Leben nach. Von der Kindheit im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg, wo er in den Ruinen der Nachkriegszeit aufwuchs. Über die ersten Auftritte Anfang der 60er Jahre mit wilder Rockmusik und kreischenden Fans auf der Straße. Seine ersten Erfahrungen im Diana Show Quartett, die Zeit im Alfons Wonneberg Orchester, in Fritzens Dampferband und dann als Solokünstler, geadelt mit der Moderation von "Ein Kessel Buntes". Und natürlich "Achims Hitparade", die ihn schließlich bundesweit bekannt machte und in viele große Shows im deutschen Fernsehen und schließlich ins Kino führte. Viele Weggefährten erinnern sich an den Freund und Kollegen, und schwärmen von dem warmherzigen, kompetenten, gebildeten und hoch musikalischen Allroundtalent Achim Mentzel: Udo Lindenberg, Nina Hagen, Florian Silbereisen, Stefanie Hertel, Frank Zander, Frank Schöbel, Maxi Arland, Gerd Christian, Lutz Jahoda, Wolfgang Lippert, Oliver Kalkofe und viele andere.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
Trong Hieu kennen alle in Vietnam unter dem Spitznamen "German Hot Guy", vor allem die zahlreichen weiblichen Fans sind verrückt nach ihm. In Vietnam ist er ein Superstar - und das als Deutscher. Wir begleiten seinen Weg zwischen zwei Welten, zwei Karrieren, zwei Identitäten, und tauchen gleichzeitig in die Herkunftsgeschichten der in Deutschland lebenden Vietnamesen und Vietnamesinnen ein. Unauffällig, angepasst und fleißig - vor allem aber: Unsichtbar! Bisher galten Vietnamesen als Vorbilder der Integration. Das lag auch an der Erziehung durch die Elterngeneration. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich jedoch ein Wandel im Selbstbewusstsein der vietnamesischen Diaspora vollzogen. Die Eltern sind aus verschiedenen Gründen und auf verschiedenen Wegen nach Deutschland gekommen: als Studenten, als sogenannte Boat-People, als Vertragsarbeiter, als Asylsuchende. Zu Letzteren gehört die Familie von Nguyen Trong Hieu, mit Künstlernamen (S)TRONG. 1992 in einem Asylbewerberheim in Bad Kissingen geboren, will er schon von frühester Kindheit an unbedingt Musiker werden. Sein größter Traum ist es, in Deutschland berühmt zu werden, als erster deutscher Popstar mit vietnamesischen Wurzeln. Wir erleben ihn als talentierten Jungen, der Tanzwettbewerbe gewinnt und Britney Spears trifft - von ihr ermutigt wird unbedingt seinen Weg zu verfolgen - und als ehrgeizigen Erwachsenen, der in Hannover Musik studiert. In Vietnam bewirbt er sich, aus Langeweile beim Familienurlaub, ein einziges Mal beim DSDS-Pendant "Vietnam Idol" und - gewinnt fulminant! Über Nacht wird er zum Superstar in Vietnam. Dennoch versucht er beharrlich, in der deutschen Musikszene - in seiner Heimat - Fuß zu fassen. Fünfmal bewirbt er sich beim "Eurovision Song Contest", fünfmal wird er abgelehnt. Erst beim sechsten Mal schafft er es zum Vorentscheid, um dann doch nur als Vierter dazustehen. Aber (S)TRONG gibt nicht auf: "Was mich anspornt, ist anerkannt zu werden von der deutschen Gesellschaft". Er verkörpert wie kein anderer die zweite Generation der vietnamesischen Diaspora, die ähnlich erzogen wurde: Zu Hause vietnamesisch, aber außerhalb der Familie, in der Öffentlichkeit, so deutsch wie möglich. Dieser immanente Clash von Innen und Außen, Wir und Ihr, vietnamesisch sein und deutsch sein, zerriss diese zweite Generation innerlich. Was sie eint, ist die ständige Suche nach Zugehörigkeit, Identität und Heimat. In den letzten Jahren hat man den Eindruck, dass sie erstarkt sind und nun ihren Platz in der deutschen Gesellschaft einfordern. Sie sind nämlich beides: vietnamesisch und deutsch, und sie gehören zu Deutschland: die neuen Vietdeutschen. Ngo The Duc, der Restaurantmogul und Starkoch aus "Kitchen Impossible", kommt zu Wort wie auch die Schauspielerinnen Mai Duong Kieu, bekannt aus "Bad Banks", und Minh-Khai Phan-Thi, aktuell zu sehen in "Doppelhaushälfte". Dies ist die erste Dokumentation in Deutschland, die die facettenreichen Geschichten der vietnamesischen Diaspora aus der Innenperspektive erzählt. Sowohl die Regisseurin Minh An Szabó de Bucs als auch der Co-Regisseur und Kameramann Ngo The Chau teilen viele Erfahrungen in ihrer Herkunftsgeschichte mit den Protagonisten. Die Regisseurin Minh An Szabó de Bucs: "Dieser Film soll allen Menschen mit migrantischer Herkunft Hoffnung geben und die Kraft, unbeirrbar ihren Träumen zu folgen."
23:30
Die Regisseurin Jasmin Phan begibt sich zusammen mit ihrem Vater Thao auf eine Reise zurück in die Zeit seiner Ankunft in Deutschland vor 40 Jahren. Eine Spurensuche in die eigene Familiengeschichte, die Jasmin neue Facetten ihres Vaters offenbart und die Zeit der deutschen Wiedervereinigung von der Seite eines ehemaligen Vertragsarbeiters beleuchtet.
23:40
Anders zu sein oder sich nicht zugehörig zu fühlen ist für viele vietnamesisch deutsche und insbesondere für Yen Nguyen kein fremdes Gefühl. Instinktiv wird sie mit dem Gefühl übermannt, sich in der deutschen Kleinstadt der Masse anpassen zu wollen. Mehr weiß sein, mehr deutsche Freund*innen haben. Aus ihrem neuen Leben in Oslo - 900 km entfernt von der Familie, begibt sie sich auf die Reise zurück zu ihren Wurzeln: Yens Reise und Auseinandersetzung mit Selbstakzeptanz, Identität und Familie.
23:50
Als sein Sohn zum Studieren wegzieht, heuert der vietnamesische Obst- und Gemüsehändler Herr Nguyen kurzerhand Harry als Aushilfskraft an. Harry liebt Fußball, trinkt ein bisschen zu viel und ist chronisch pleite. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft.