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TV Programm für MDR Sachsen am 26.04.2026

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Tschernobyl 86 22:25

Tschernobyl 86: Der Super-GAU

Dokumentation

26. April 1986. Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl explodiert, ein Super-GAU mitten im Kalten Krieg. Das Sowjetsystem vertuscht und spielt auf Zeit. Eine radioaktive Wolke breitet sich nach Westen aus. Niemand ist auf so etwas vorbereitet, keiner weiß, was zu tun ist. Ein wahr gewordener Albtraum, der keine Grenzen kennt. Der Film erzählt unmittelbar ab dem Moment der Explosion, wie sich die Ereignisse überschlagen. Versucht man in Tschernobyl mit Feuerwehrleuten und Soldaten den größten anzunehmenden Unfall unter Kontrolle zu bringen, liefern sich Politiker in Deutschland einen Kampf um die Deutungshoheit der Lage. In der DDR wird verharmlost, die "Aktuelle Kamera" meldet kurz und knapp, was die Parteiführung sagt, die Bundesrepublik dagegen rund um die Uhr, auf allen Kanälen. Viele sind verunsichert, verlieren das Vertrauen, plötzlich kippt die Stimmung. Ein junger hessischer Umweltminister von den Grünen fordert den Atomausstieg und attackiert den Bundeskanzler. Zum 40. Jahrestag der Nuklearkatastrophe erzählt "Tschernobyl 86" erstmals zu 100 Prozent mit Archivmaterial aus dem Schreckensjahr 1986, direkt und nur mit Original-Kommentar. Zu erleben sind politische Akteure und Experten, die überfragt und überfordert sind; Menschen, die ihre Angst zeigen und entschlossene Männer und Frauen, die sich in Lebensgefahr begeben, um zu retten, was nicht zu retten ist. Vier Jahrzehnte später wirken diese Bilder erschreckend aktuell. Wieder verlaufen Grenzen und Konflikte zwischen Ost und West, wieder ist der Krieg zurück in Europa, belauern sich Atommächte gegenseitig und rüsten gegeneinander auf. Die Angst vor einer Gefahr, die man weder sehen, noch riechen, noch hören oder schmecken kann, ist mit dem Corona-Virus zurückgekehrt. Gesellschaftliche Polarisierung und Meinungsmache werden in Krisen zu Brandbeschleunigern. Die Angst vor dem unbekannten Schrecken entfacht eine Dynamik, die sich kaum beherrschen lässt. Nach "Gladbeck: Das Geiseldrama" (Netflix), "Schockwellen" und "Berlin 1945" (beide ARD) ist "Tschernobyl 86 - Der Super-GAU" der neue Dokumentarfilm von Regisseur Volker Heise.

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Klartext: Tschernobyl und kein Ende 23:55

Klartext: Tschernobyl und kein Ende

Diskussion

Weißrussland und Tschernobyl 5 Jahre nach dem Gau. Ein "Klartext"-Text reist von Minsk aus auf verschlungenen Wegen und mit zunehmender Strahlendosis in die verbotene Zone. Es entstand eine Reportage, die von dem Ausmaß der Katastrophenschäden, vom unendlichen menschlichen Leid, von den tragischen Opfern, von Heldenmut, der dramatischen Zunahme von Strahlenkrankheit, besonders bei Kindern, berichtet.