20:45
Wird die Aufstiegsreform der Regionalliga den ostdeutschen Fußballvereinen nutzen? Was können verantwortliche Politiker für die Traditionsvereine im Osten bewirken? Welche Auswirkungen haben Aufstiege in höhere Ligen für die Städte und Regionen? Diese Fragen diskutieren Bürger, Sponsoren und Vereinsmitglieder mit Vereinspräsidenten, einem Wissenschaftler und dem Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt. Die Gäste: * Mario Voigt (CDU), Ministerpräsident des Freistaates Thüringen * Prof. Dr. Henning Zülch, Sportökonom, HHL Leipzig Graduate School of Management * Tommy Haeder, Geschäftsführer der Chemnitzer FC Fußball GmbH * Ralph Grillitsch, Präsident des FC Carl Zeiss Jena "Faktisch ist der ostdeutsche Fußball nie integriert worden, er ist nie zu hundert Prozent im gesamtdeutschen Fußball angekommen", lautet die Einschätzung von Tommy Haeder, dem Geschäftsführer des Chemnitzer FC. Er sieht darin auch eine gesellschaftlich relevante Komponente: "Das ist für unsere Gesellschaft alles andere als förderlich, wenn man auf die Fußball-Landkarte schaut und sieht, dass nur fünf oder sechs Ost-Mannschaften mitspielen können." Genau aus diesen Gründen ist auch für den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt die Aufstiegsreform der Regionalliga eine Herzensangelegenheit. Ihn erbost die aktuelle Regelung, dass die Meister der Regionalliga Nordost nicht automatisch aufsteigen dürfen, sondern in einem Relegationsspiel um einen Aufstiegsplatz kämpfen müssen. Das sei unfair und verweigere insbesondere den traditionsreichen Ostvereinen faire Wettbewerbsbedingungen. Prof. Henning Zülch, Sportökonom aus Leipzig, bewertet die Situation ein wenig anders: "Zum Stichwort Aufstieg gehört auch Professionalität: Nicht nur die sportliche Leistung muss stimmen, sondern der Verein muss auch unternehmerisch gut aufgestellt sein." In der Regionalliga seien das nur wenige Vereine, was natürlich auch am fehlenden Geld liege. Zülch betont ebenso die Wichtigkeit der Vereine zur Stärkung der Identität der Städte und Regionen.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:10
Ein Todesfall erschüttert die Berliner Kunstszene: Hanns Helge (Max von Thun), ein Künstler von Weltrang, ist in seiner Kunst-Installation von herabstürzenden Panzerglasplatten erschlagen worden. Die Frage "Selbstmord oder Mord" gestaltet sich kompliziert, es könnte auch ein Unfall gewesen sein. Obwohl von dem jungen Künstler indirekt angekündigt - der Tod als wahre Vollendung des Werkes - gibt es einige Menschen, deren Profit am Tod des Künstlers im zweistelligen Millionenbereich liegt, besonders seine Galeristin Oona von Wilm (Karoline Eichhorn) und ein privater Sammler. Währenddessen bekommt Till Ritter (Dominic Raacke) eine traurige Nachricht: Sein Onkel Klaus (Tilo Prückner), den er sehr mochte, hat sich das Leben genommen. Ritter kann das zunächst nicht glauben und untersucht wie besessen die Möglichkeit eines gewaltsamen Todes. Nicht nur im beruflichen, auch im privaten Umfeld des toten Künstlers treffen Felix Stark (Boris Aljinovic) und Till Ritter auf viele Rätsel. Sagt sein persönlicher Assistent Markus (Joram Voelklein) die Wahrheit? Ist die ehemalige Muse Patty (Josefine Preuß) wirklich so ahnungslos, wie sie vorgibt? Warum weiß Hanns Helges Mutter (Monika Lennartz) kaum etwas über das Künstler-Dasein ihres Sohnes? Und welche Rolle spielt die junge Kunstwissenschaftlerin Anna Linde (Brigitte Hobmeier), die ihre Doktorarbeit über den Tod im Werk des Verstorbenen geschrieben hat? Ritter muss schließlich schmerzhaft einsehen, dass sein Onkel freiwillig gestorben ist. Gemeinsam mit Stark klärt er das Todes-Rätsel um den Künstler. Hanns Helge wollte nicht sterben. Kunst ist erfahrbar, der Tod aber nicht.
23:40
Liebe Trauergemeinde, wir haben uns heute hier beim Gipfeltreffen versammelt, um nachträglich den Rohrbruch von Dieter Bohlen zu beweinen. Olaf Schubert, Torsten Sträter und Johann König senden genitale Tränen und ein aufrichtiges "Happy Aua". Wir möchten uns außerdem bei allen Hühnern entschuldigen, die nach der Folge therapeutische Hilfe benötigen. Johann muss den Unterschied zwischen "mit Hühnern aufstehen" und "auf Hühner stehen" noch lernen. Abgesehen davon ist diese Sendung aber natürlich so sauber wie ein japanisches Klo und auch ohne Safran richtig gehl. Äh, geil. Mit Fragen von Ruth Moschner, Wincent Weiss, Louis Klamroth, Alexandra Popp, 2RaumWohnung, Sasha und Marleen Lohse.