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TV Programm für MDR Thüringen am 05.07.2026

Jetzt

Unsere Wälder 21:00

Unsere Wälder: Zurück in die Zukunft

Tiere

Unsere Wälder verändern sich. Seit vielen Jahren setzen ihnen Stürme, Trockenheit, Brände und Borkenkäfer zu. Binnen kurzer Zeit wird so zerstört, was über Jahrhunderte gewachsen ist. Bedeutet das, das Ende für unsere Wälder und ihre Bewohner? "Unordnung" im Wald - durch Windbruch oder Brände herumliegendes Totholz - irritiert uns. Genau darin aber liegt eine Chance für die Natur. Es ist verblüffend und scheint wie ein Widerspruch: Nach einem Waldbrand oder einem Massenbefall durch Borkenkäfer erholen sich selbst stark geschädigte Wälder. Denn "Katastrophen" sind Teil eines natürlichen Kreislaufs, der Platz für frisches Grün schafft. In der letzten Folge seiner dreiteiligen Serie "Unsere Wälder" berichtet Naturfilmer Jan Haft, wie sich aus vermeintlicher Zerstörung und einem Blick in die Vergangenheit Konzepte für die Wälder der Zukunft entwickeln lassen. Allen voran die Waldweide, eine uralte Form der Landnutzung. Der Film ist ein Plädoyer für die Rückkehr der großen Pflanzenfresser wie Wisent, wilde Pferde oder Rinder. Sie schaffen wichtige Voraussetzungen, damit unsere Wälder für die Zukunft gut gerüstet sind und sorgen dafür, dass Lichtungen entstehen und die Artenvielfalt sprunghaft ansteigt. Auch in der letzten Folge des Dreiteilers ist der Wald erneut die Bühne für die großen und kleinen Dramen der Natur: Wir sind hautnah dabei, wenn eine Rehmutter Zwillinge zur Welt bringt, werden Zeuge dramatischer Brände, beobachten Hornissen bei der Jagd und sind dabei, wenn sich der Wald nach vermeintlicher Zerstörung regeneriert und artenreicher als je zuvor emporwächst.

Danach

MDR aktuell 21:45

MDR aktuell

Nachrichten

anschl.: das MDR-Wetter

Wir Kinder der Mauer 22:00

Wir Kinder der Mauer

Dokumentarfilm

Der Tag des Mauerbaus bestimmt auf lange Zeit das Leben vieler Kinder und Jugendlicher. Mehr noch als die Erwachsenen sind sie dem Geschehen total ausgeliefert, sind ohnmächtig in Bezug auf Politik und familiäre Entscheidungen. 28 Jahre lang sind Mauer und Stacheldraht eine vorgefundene Realität in ihrem Leben. Manche lehnen sich gegen ihren vorgezeichneten Lebensweg auf, andere finden sich mit der Teilung ab, die Familien auseinandergerissen, Menschen entwurzelt und Liebende getrennt hat. Unzählige junge Ostdeutsche haben Verwandte im Westen, aber mehr als gelegentliche Westpakete und hin und wieder ein Besuch sind über Jahrzehnte nicht denkbar, die Lebenswelten entwickeln sich auseinander. Aber auch immerhin 1,25 Millionen Menschen verlassen das Land zwischen Elbe und Oder nach dem Mauerbau für immer. Manche sind kaum 18 Jahre alt und riskieren ihr Leben dabei. In ganz Westdeutschland von Sylt bis zum Starnberger See wachsen deshalb Kinder auf, deren Familien ostdeutsche Wurzeln haben. Und auch in umgekehrter Richtung beeinflussen familiäre Entscheidungen das Leben der Kinder: Pro Jahr gehen auch immerhin noch über 1.000 Westdeutsche in die DDR, um dort dauerhaft zu leben, viele mit ihren Familien. Da ist etwa der Hamburger Peter Drauschke, der zwei Jahre nach dem Mauerbau mit 18 Jahren mit seinem Freund Erwin freiwillig von der Bundesrepublik in die DDR geht, weil beide an den Sozialismus glauben. Die Realität zerstört ihre Illusionen: Erwin begeht Selbstmord, Peter wird nach einem gescheiterten Fluchtversuch verhaftet. Noch heute ist der ehemalige FDJ-Funktionär, der wieder in Hamburg lebt, traumatisiert. Wir lernen Antje Korte-Böger aus Siegburg in Nordrhein-Westfalen kennen, die ihren Vater in jungen Jahren zur Leipziger Messe begleitet. Sie fühlt früh den Zwiespalt zwischen dem "reichen" Westen und dem "armen" Osten, besonders bei den Verwandtschaftsbesuchen aus Ostdeutschland. Wir erzählen die aufwühlende Lebensgeschichte der Ost-Berlinerin Liane Weinstein, die im Alter von drei Monaten von ihren Eltern getrennt wird. Der Versuch, sie durch einen Tunnel nach West-Berlin zu holen, scheitert. Sie wächst bei den Großeltern in Ost-Berlin auf. Als sie mit zwölf Jahren endlich ausreisen darf, sind ihre Eltern geschieden, das Verhältnis zu beiden belastet. Da ist die Münchnerin Katrin Eder, die Mitte der siebziger Jahre aus ihrem wohlhabenden Elternhaus ausbricht und über West-Berlin in die DDR zieht und dort heiratet. Für unseren Film trifft sie sich am Starnberger See mit Jutta Speidel, ihrer Freundin aus Kindertagen, die im Westen Erfolge als Schauspielerin feiert. Sie und ein gutes Dutzend weiterer Menschen erzählen uns ihre außergewöhnliche Geschichte, teilweise zum ersten Mal. Sie nehmen uns mit auf eine intensive Reise in die Vergangenheit, die in der Gegenwart nicht zu Ende ist.

Kinder der Flucht 23:30

Kinder der Flucht

Dokumentation

Sie gehören zu den letzten noch lebenden Zeitzeugen von Flucht, Vertreibung und Deportation am Ende des Zweiten Weltkrieges. Heute sind sie weit mehr als 80 Jahre alt; damals waren sie Kinder. Noch nie haben sie in der Öffentlichkeit so emotional und schonungslos über ihre traumatischen Erlebnisse am Kriegsende und in den frühen Nachkriegsjahren berichtet. Verlaust und halbverhungert campierten sie unter freiem Himmel in den Trümmern der Großstädte oder entlang der Bahnlinien. Manche verloren ihre Eltern und irrten als Waisen umher. Manche entkamen selbst nur knapp dem Tod - durch Glück, Zufall oder eine unverhofft helfende Hand. Alle sind durch die Ereignisse gezeichnet für ihr ganzes Leben. Kaum ein Gespräch über die Ereignisse, in dem nicht geweint wird. Kaum ein Interview, in dem nicht das Wort Vergewaltigung fällt. In den Kindern, die jetzt vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, erkennen sie sich selbst wieder. Es werden schreckliche Erinnerungen wachgerufen.