19:00
Alles was die thüringer Bevölkerung interessiert, bewegt oder aufregt, gibt es hier zu sehen. Das Regionalmagazin ist zudem topaktuell und lässt auch Menschen vor Ort zu Wort kommen.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Auch in Mitteldeutschland gibt es Bösewichte! Denen geht es allerdings schon seit 1992 per TV an den Kragen. Mithilfe der Zuschauer wurden seitdem schon einige Verbrecher dingfest gemacht.
20:15
Kristallklares Wasser, malerische Küstenorte, jahrtausendealte Geschichte und eine Küche, die zu den spannendsten Europas zählt - Istrien überrascht auf vielfältige Weise. Auf ihrer Reise durch die größte Halbinsel Kroatiens entdeckt Stephanie Müller-Spirra eine Region, die mediterrane Leichtigkeit mit kulturellem Reichtum und beeindruckender Natur verbindet. Am Kap Kamenjak, dem wilden Südzipfel Istriens, beginnt das Abenteuer. Im Kajak gleitet Stephanie Müller-Spirra über türkisfarbenes Wasser entlang einer zerklüfteten Küste, wo Wind, Meer und Karstgestein seit Jahrtausenden eine einzigartige Landschaft formen. Es ist der perfekte Auftakt für eine Reise, die weit mehr bereithält als traumhafte Badebuchten. Denn hinter der Küste offenbart sich eine Region voller Geschichten. In den verwinkelten Gassen von Rovinj, den antiken Monumenten von Pula und den historischen Plätzen von Porec wird sichtbar, wie Römer, Venezianer und die österreichisch-ungarische Monarchie das Gesicht Istriens geprägt haben. In Pula trifft Stephanie Müller-Spirra den Musiker Marko Puriši?, vor allem durch den Eurovision Songcontest international bekannt als Baby Lasagna. Zwischen den mächtigen Mauern des römischen Amphitheaters spricht er über seine Heimat und die besondere Verbundenheit der Menschen mit dieser Region. Je weiter die Reise ins Landesinnere führt, desto ursprünglicher zeigt sich Istrien. Im Ucka-Gebirge wandert Stephanie Müller-Spirra gemeinsam mit der Extrembergsteigerin Ines Papert durch eine raue Berglandschaft mit spektakulären Ausblicken auf die Adria. Zwischen dichten Wäldern und kleinen Dörfern rund um Buzet begibt sie sich anschließend auf die Suche nach einem der begehrtesten Schätze der Region: dem Trüffel. Dabei erlebt sie hautnah, wie eng Natur, Tradition und Kulinarik in Istrien miteinander verbunden sind. Genuss spielt auf dieser Reise eine besondere Rolle. Hochwertiges Olivenöl, charaktervolle Weine und kreative Küche machen die Region zu einem Paradies für Feinschmecker. Vor allem in Rovinj zeigt sich, wie selbstverständlich hier Tradition und Innovation zusammenfinden. Überall begegnet Stephanie Müller-Spirra Menschen, die ihre Heimat mit großer Leidenschaft gestalten und dabei ihre Wurzeln bewahren. Istrien ist eine Region voller Kontraste und überraschender Entdeckungen - ein Ort, an dem sich mediterranes Lebensgefühl, bewegte Geschichte und außergewöhnliche Natur zu einem Reiseerlebnis verbinden, das lange nachwirkt.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
"Im Nachhinein ärgert mich immer, dass dieses Leben in der DDR so schwarz-weiß gemalt wird. Das stimmt einfach nicht, es war nicht schwarz-weiß." Bettina Röder ist in Dresden geboren und aufgewachsen. Sie hat Pädagogik studiert, hat als Lehrerin gearbeitet und sie war Christin. Sie sagt, das eine habe das andere nicht ausgeschlossen und der Sozialismus war ihr ebenso wichtig wie der liebe Gott. Mehr als 30 Jahre nach dem Mauerfall reflektiert sie die Zeit als evangelische Christin in der DDR mit Abstand. Trotz der Schattenseiten ist sie überzeugt, das Leben in der DDR war für Christinnen und Christen facettenreich. Christsein in der Diaspora hat ihr Stärke, Mut und Hoffnung gegeben. Im Film erzählen Christen und Christinnen von ihrem Leben in einem atheistischen Staat.
22:30
Am Morgen des 18. August 1976 parkt der evangelische Pfarrer Oskar Brüsewitz vor der Michaelskirche in Zeitz, befestigt zwei Transparente auf dem Dach seines Autos, übergießt sich mit Benzin und zündet sich an. Trotz der Rettungsversuche der herbeigeeilten Menschen erliegt er vier Tage später seinen schweren Verletzungen. Er hinterlässt eine Frau und zwei Töchter - sowie völlig verunsicherte DDR-Machthaber, die den Selbstmord zunächst vertuschen wollen. Schließlich wird Brüsewitz' Aktion als Tat eines geisteskranken West-Agenten diffamiert. Nach der Wiedervereinigung macht sich Autor Thomas Frickel auf in Brüsewitz' ehemalige Gemeinde Rippicha und trifft Zeitzeugen, die mit erstaunlicher Offenheit über ihren ehemaligen Pfarrer und die Ereignisse im Sommer 1976 sprechen. Der Film erzählt nicht nur vom Leben und Sterben des Menschen, Pfarrers und Aktivisten Oskar Brüsewitz, sondern auch von der DDR-Gesellschaft der 1980er Jahre und davon, wie die Menschen 15 Jahre und einen Systemwechsel später darauf zurückschauen. Auf vielschichtige Weise entsteht ein besonderes Zeitdokument.