12:30
Einfach raus - ein Wunsch, den der 18-jährige Andreas schon länger hegt. Einfach raus aus der DDR, in den Westen abhauen, um dort seinen Lebenstraum zu verwirklichen und Physik zu studieren. Plötzlich, im historischen Sommer 1989, wird sein Traum Wirklichkeit. Die ungarisch-österreichische Grenze wird überraschend geöffnet, die ersten Flüchtlinge bitten in der bundesdeutschen Botschaft in Budapest um Asyl. Als Andreas mit seinen Eltern Urlaub auf einem Campingplatz in Ungarn verbringt, nutzt er die Gelegenheit und versucht, sich bei Nacht und Nebel in den Westen abzusetzen. Für seine Eltern hingegen, das Lehrer-Ehepaar Karin und Joachim Hallbrandt, ist die Vorstellung, einfach raus in den Westen zu gehen, erschreckend. Undenkbar für sie, gerade jetzt den Heimatstaat zu verlassen. Auf seiner Odyssee vor den Wirren der weltpolitischen Ereignisse lernt Andreas Manfred und Renate Reimann sowie deren 16-jährige Tochter Martina kennen. Während das Ehepaar schon detaillierte Fluchtpläne ausgearbeitet hat und ebenfalls in der Botschaft um Asyl bitten will, ist für Martina die Welt noch in Ordnung. Völlig überrascht von den Plänen ihrer Eltern, fühlt sie sich verraten, weil sie nicht schon vorher eingeweiht wurde. Ebenso beschließt die 22-jährige Michelle während eines Urlaubs mit ihrer Clique in Ungarn, sich in den Westen abzusetzen, um endlich so leben zu können, wie sie es sich vorstellt. Sie plant dabei auch die Trennung von ihrem Freund Hans ein, für den eine Flucht ohnehin nicht in Frage käme. Er würde seine verwitwete Mutter und seinen schwer behinderten Bruder nie im Stich lassen. Doch so einfach, wie sich die Flüchtenden den Weg in den Westen vorgestellt haben, ist er nicht. Andreas wird an der Grenze geschnappt und landet erst einmal in einem ungarischen Gefängnis. Ehepaar Reimann schafft es zwar, in der deutschen Botschaft aufgenommen zu werden, aber die ist bereits hoffnungslos überfüllt. In der Enge brechen unterschwellige Aggressionen offen aus. Auch Martina, die sich in ein von deutschen Maltesern betreutes Lager durchschlägt und dort Andreas wiedertrifft, lernt schnell die Probleme kennen, die entstehen, wenn ostdeutsche und westdeutsche Lebensansichten hart aufeinanderprallen. Da trifft die Nachricht ein, die alles ändert: Die ungarische Regierung hat die provisorische Entscheidung getroffen, DDR-Bürger nach Österreich ausreisen zu lassen. Mitten in der euphorischen Feier geben sich Andreas und Michelle ein Versprechen. Genau zehn Jahre später wollen sie sich am selben Ort wiedertreffen. Ob es ihnen bis dahin gelingt, ihre Lebensträume im Westen zu verwirklichen?
13:58
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
14:00
14:25
Kaum ein Tier lockt mehr Besucher in den Zoo als ein Elefant - und zugleich ist keines schwerer zu halten - und vor allem zu züchten. Im März bringt Elefantenkuh Hoa ein Kalb zur Welt, nach 22 Monaten Tragzeit. Tags und fast ohne erkennbare Vorzeichen. Eine Sturzgeburt inmitten der Elefantenherde, ganz anders als geplant. Die Elefantenkühe haben wenig Erfahrung, wissen nicht, mit so zerbrechlichen Jungtieren umzugehen. Ohne Blessuren verläuft diese Geburt für das Jungtier deshalb nicht. Mit etwas Glück können die Pfleger das Jungtier retten, ehe Schlimmeres passiert. Es ist ein Mädchen, 68 Kilo leicht und knapp 70 cm groß. Rein äußerlich gesund. Aber schon bald wird deutlich, dass etwas mit der Kleinen nicht stimmt. Sie ist wacklig auf den Beinen, steht zwar, macht aber keinen einzigen Schritt. Die Euphorie über eine glückliche Geburt weicht mit jeder Stunde der Sorge um das junge Leben. Die Kleine droht, zu verdursten. Und Hoa scheint keine mütterlichen Gefühle zu entwickeln. Rund um die Uhr kümmern sich Pfleger, Kuratoren und Direktoren, Tierärzte, Chirurgen und Physiotherapeuten. Tagelang versuchen sie, die inneren und äußeren Verletzungen in den Griff zu bekommen. Ein emotionaler Kraftakt - voller Höhen, Hoffnungen und Tiefen. Ein Kampf, den das Team nicht gewinnt. Nach sechs Tagen stirbt das kleine Kälbchen. Wie konnte das passieren? Über Wochen und Monate wurde diese Geburt vorbereitet, jedes mögliche Risiko besprochen. Fast täglich haben die Pfleger mit Hoa trainiert. Ihr mit ihren Mitteln gezeigt, wie sich eine werdende Mutter zu verhalten hat. Die viereinhalb Tonnen schwere Hoa, 29 Jahre alt und eher von ängstlicher Natur, sie hatte an Vertrauen gewonnen. Und doch: will man das Geschehene besser verstehen, muss man in Hoas Vergangenheit gehen. Elefanten vergessen offenbar nie.
15:15
Vier Kandidaten spielen gegen einen Quizchampion, den "Jäger". Dabei müssen sie im Kampf gegen die Zeit Wissensfragen beantworten. Der "Jäger" versucht sie hingegen zu verlocken.
16:00
Neues von hier
16:30
Gäste zum Kaffee
17:00
Neues von hier & Leichter leben
17:45
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:10
Seit 1994 berichtet das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Boulevardmagazin über Prominente, die neueste Mode aus Paris und der Welt oder aktuelle Geschehnisse in den europäischen Königshäusern.
18:54
Dr. Brumm macht das, was er immer macht, wenn er sein Haus ausmistet: Er bereitet alles für einen Flohmarkt vor. Aber da Dr. Brumm auch gerne ein Schnäppchen nach dem anderen macht, hat er am Ende all die Sachen seiner Freunde erstanden und seine behalten. Da fällt ihm mit großem Schrecken auf, dass ein Lieblingsspielzeug, das er niemals hergeben wollte, fehlt. Ob er es zurücktauschen kann?
19:00
Alles was die thüringer Bevölkerung interessiert, bewegt oder aufregt, gibt es hier zu sehen. Das Regionalmagazin ist zudem topaktuell und lässt auch Menschen vor Ort zu Wort kommen.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Auch wer keinen "grünen Daumen" besitzt, darf ab sofort zu Hacke und Gießkanne greifen. Detaillierte Tipps zu Hecke, Beet und Co. verhelfen nicht nur Hobby-Gärtnern zur eigenen Grünoase.
20:15
Der Ratgeber widmet sich verschiedenen Gesundheitsthemen. Hierzu werden Mediziner im Studio befragt und Beiträge aus Kliniken und Arztpraxen gezeigt. Auch Betroffene kommen zu Wort.
21:15
Von der Kittelschürze bis zum Rock-Konzert - so kontrastreich kann Kultur in Mittel- und Ostdeutschland sein. Die sehr unterhaltsam gestalteten Beiträge haben die Kunstwelt ebenso zum Thema wie deren Skandale.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:10
Der Film begleitet den Historiker Maximilian Kutzner bei seiner Suche nach verborgenen Kapiteln deutscher Geschichte. In Osthessen entwickelt er neue Formen der Erinnerungskultur und macht historische Orte für heutige Generationen zugänglich. Auf dem sogenannten "Iron Curtain Trail" fährt er an der ehemaligen inner-deutschen Grenze entlang, spricht mit Zeitzeugen und sucht nach neuen Perspektiven auf die deutsche Teilung. Zugleich arbeitet er an der Aufarbeitung von NS-Zwangsarbeit In den Kali-Stollen der Region - ein Kapitel, das bis heute kaum bekannt ist. "Make it" begleitet seinen Einsatz für Aufklärung und zeigt, warum die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit auch heute wichtig ist und wichtig bleibt.
22:40
Wenn Kerstin und Frank Langer aus Vacha gemeinsam über die Werrabrücke gehen, ist das noch immer nicht normal. 40 Jahre lang war diese mittelalterliche Steinbogenbrücke gesperrt. Bis 1989 weiß keiner der Beiden vom Anderen. Von 1949 bis 1990 verläuft genau hier die Staatsgrenze, die Deutschland teilt. Niemand darf die nur 225 Meter lange Brücke überqueren. Doch auch Minenfelder und Selbstschussanlagen können seit Gründung der DDR mehr als 40.000 Menschen nicht aufhalten. Mehr als 1.000 Menschen sterben beim Fluchtversuch an der innerdeutschen Grenze. Bei Lars Schneider und Jörg Pabst nimmt die Flucht unweit der Werrabrücke einen unerwarteten Lauf. Am 18. Juni 1988 setzen sie alles auf eine Karte und durchbrechen mit einem Lkw den Grenzzaun. Dass sie dieses waghalsige Manöver überleben ist großes Glück. Nach Aussagen eines früheren Grenzsoldaten ist der Lkw im Dunkeln mit einem NVA Fahrzeug verwechselt worden. Im Westen findet nur Jörg eine Zukunft und arbeitet sich zum Bahnmanager hoch. Lars hingegen beschleicht ein unerwartetes Gefühl. Er bekommt Heimweh. Nach zwei Monaten kehrt er an genau an der Stelle zurück, an der er zuvor geflüchtet war. Damit ist seine Odyssee aber noch lange nicht beendet. Erst nach wochenlangen Verhören bei der Stasi und einer Einweisung in ein Erziehungsheim darf er zurück nach Dorndorf. Zwischen Kerstin und Frank hätte es wahrscheinlich wesentlich eher gefunkt, hätte die Werrabrücke damals ihren eigentlichen Zweck erfüllt. Zwei Jahre nachdem sie sich kennenlernten läuten die Hochzeitsglocken. Heute wohnen und arbeiten sie einen Steinwurf von der Werrabrücke entfernt. Für sie ist es ein schicksalhafter Ort. Im 14. Jahrhundert wird mit dem Bau begonnen, um Philipsthal in Hessen und Vacha im heutigen Thüringen miteinander zu verbinden. Glaubt man mysteriösen Sagen, wurde hier als Opfergabe ein Baby eingemauert. Ein Philipsthaler Heimatforscher hat bei Bauarbeiten selbst nach ihm gegraben. Fündig wurde er nicht. Belegt hingegen ist, dass mitten durch das Hoßfeldsche Haus direkt neben der Brücke, bis 1990 die Staatsgrenze verläuft. Hinter einer dünnen Ziegelwand beginnt plötzlich eine andere Welt. So nah wie hier, ist der DDR damals kein anderer Westdeutscher. Bis am 11. November 1989 plötzlich Planierraupen anrücken. Auf hessischer Seite läuft eine Videokamera. Es entsteht ein einzigartiges Zeitdokument, das weltweit für Furore sorgt: Wenn Grenzsoldaten die Mauer auf der Werratalbrücke einreißen, ist das 30 Jahre später noch immer ein Gänsehautmoment. Die Aufnahmen zeigen auch den stimmungsvollen Marsch des Vächer Kirmesvereins über die Brücke der Einheit.
23:25
Der Leipziger Bach-Wettbewerb feiert 2025 den 75. Jahrestag seines Bestehens. Erstmals fand er 1950 anlässlich des 200. Todestages Johann Sebastian Bachs statt. Damals - kurz nach Gründung der beiden deutschen Staaten - wurde der Wettbewerb noch in gesamtdeutschen Vorentscheiden sowie einem Finale in Leipzig ausgetragen. In der Jury saß damals auch Dmitri Schostakowitsch. Tatjana Nikolajewa gewann und Schostakowitsch widmete ihr einige Jahre später seine eigenen 24 Präludien und Fugen, zu denen er durch den Bach-Wettbewerb inspiriert worden war. 2025 stand das Klavier im Fokus des Wettbewerbs. Beim großen Finale im Leipziger Gewandhaus gewann der 2003 in Prag geborene Jan Cmejla den 1. Preis, den Publikumspreis sowie mehrere Sonderpreise. Der junge Tscheche überzeugte die Jury und begeisterte das Publikum mit Felix Mendelssohn Bartholdys erstem Klavierkonzert, dass er mit ungewöhnlicher Virtuosität und gestalterischer Überlegenheit zu Gehör brachte. Johann Sebastian Bach: Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903 Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Klavier und Orchester Nr.1 g-Moll op. 25