17:00
Neues von hier & Leichter leben
17:45
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:10
Seit 1994 berichtet das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Boulevardmagazin über Prominente, die neueste Mode aus Paris und der Welt oder aktuelle Geschehnisse in den europäischen Königshäusern.
18:54
Der Fisch auf meiner Schmusedecke hat ein Problem: er hat kein Wasser mehr in seinem Becken! Werden seine Freunde eine Lösung finden und ihm helfen können?
19:00
Alles was die thüringer Bevölkerung interessiert, bewegt oder aufregt, gibt es hier zu sehen. Das Regionalmagazin ist zudem topaktuell und lässt auch Menschen vor Ort zu Wort kommen.
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Menschen. Ideen. Erfindungen.
20:15
21:00
Mitten in Halle liegt eine eigene kleine Stadt: die Franckeschen Stiftungen. Hinter barocken Fassaden begegnen sich Menschen aus der ganzen Welt. Seit mehr als 300 Jahren wird hier geforscht, gelernt und auch zusammengelebt. Was als Waisenhaus begann, entwickelte sich zu einer einzigartigen Schulstadt mit weltweiten Verbindungen und prägt Menschen bis heute. Für Mercy Rethna Victor Rajakumar aus Indien wird dieser Ort zur Chance fürs Leben. Die junge Programmiererin kündigt ihren sicheren Job und kommt für ein Freiwilligenjahr nach Halle. Eigentlich soll sie danach nach Indien zurückkehren und heiraten. Doch in den Franckeschen Stiftungen entdeckt Mercy nicht nur eine neue Kultur, sondern beginnt auch, ihr Leben neu zu denken. Auch das Leben von Claudia Langosch wird durch die Stiftungen entscheidend geprägt. Aufgewachsen in einer Arbeiterfamilie in Halle-Neustadt der 1990er Jahre, entdeckt sie als Jugendliche die Welt August Hermann Franckes - eine Faszination, die sie bis heute nicht loslässt. "Bildung für alle" war die damals fortschrittliche Idee Franckes. Lernen sollte zudem nicht nur aus Büchern bestehen, sondern praktisch erfahrbar sein. Im ältesten Schulgarten Deutschlands bringt Umweltpädagogin Cornelia Jäger heute noch Kindern die Natur nah und weckt ihre Neugier auf die Welt der Pflanzen. Der Ort, der heute Menschen Chancen eröffnet, stand nach der Wende vor dem Aus. In der DDR-Zeit verfielen große Teile der historischen Schulstadt. Nach 1990 begann die aufwendige Wiederbelebung des Ensembles. Heute sind die Franckeschen Stiftungen ein lebendiger Bildungsort mit Schulen, Museen, Bibliotheken und sozialen Einrichtungen und bewerben sich sogar um die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste. Ein "Der Osten - Entdecke wo du lebst" über einen Ort, der seit mehr als 300 Jahren Menschen vereint und Möglichkeiten aufzeigt.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:10
1989 bildeten fast zwei Millionen Menschen in den baltischen Sowjetrepubliken eine mehr als 600 Kilometer lange Menschenkette - von Tallinn in Estland über Riga in Lettland bis nach Vilnius in Litauen. Sie trug dazu bei, dass Estland, Lettland und Litauen 1991 ihre Unabhängigkeit erlangten. Die Dokumentation erzählt die bewegende Geschichte dieser friedlichen Revolution. Im Sommer 1989 liegt eine Mischung aus Freiheitsdrang und Mut in der Luft. Die Reformpolitik Michail Gorbatschows ab Mitte der 1980er-Jahre hilft den baltischen Staaten bei ihrem Wunsch nach Unabhängigkeit. Sogenannte Volksfronten werden gegründet, die im Rahmen der Perestroika geduldet sind. Ein Meilenstein ist das Sängerfest im Sommer 1988 im estnischen Tallinn, bei dem Hunderttausende friedlich für Freiheit demonstrieren. Dieses Ereignis prägt den Namen der baltischen Unabhängigkeitsbewegung: "Singende Revolution." Ein Jahr später folgt eine ehrgeizige und symbolische Aktion: eine mehr als 600 Kilometer lange Menschenkette von Tallinn in Estland über Riga in Lettland bis nach Vilnius in Litauen. Sie soll weltweit auf das Unrecht der sowjetischen Besatzung aufmerksam machen. Trotz fehlender moderner Kommunikationsmittel wie Mobiltelefone oder Internet gelingt es, diesen beeindruckenden Protest zu organisieren - ein historisches Zeichen für Mut und Zusammenhalt.
22:55
Maria (Karin Viard) hat in ihrer Arbeit als Reinigungskraft ihre Berufung gefunden. Sie ist gründlich, gewissenhaft und hingebungsvoll, nur manchmal etwas ungeschickt. Neben ihrer Arbeit geht sie noch einer anderen Leidenschaft nach: Sie schreibt Gedichte, die sie mit niemandem teilt - insbesondere nicht mit ihrem gleichgültigen Ehemann Oratio (Philippe Uchan), der ihr Interesse an den schönen Künsten nicht versteht. So kann er Marias Begeisterung auch nicht nachvollziehen, als sie einen neuen Job in der Pariser Académie des Beaux-Arts annimmt. Dort taucht Maria in eine glamouröse, ihr vollkommen fremde Welt ein: Schnell freundet sie sich mit den modernen, weltoffenen Studierenden und dem Hausmeister Hubert (Grégory Gadebois) an. Er kennt die Akademie in- und auswendig, immerhin verbringt er seit Jahrzehnten beinahe jede Minute zwischen den Kunstwerken. Die Chemie zwischen dem brummigen Kauz und der Reinigungskraft stimmt sofort. Vielleicht liegt es am Elvis-Hüftschwung, den er heimlich in seinem Büro übt? Spontan helfen Maria und Hubert der Studentin Naomie (Noée Abita) bei der Fertigstellung eines Kunstwerks für ihre Abschlusspräsentation und hängen bis spät in die Nacht aus Ton geformte Vulven an der Decke auf. Bald steht Maria zum ersten Mal bei einem Aktzeichenkurs für die Studierenden Modell. Die Mittfünfzigerin findet Gefallen an ihrem neuen Leben und Hubert ist stets an ihrer Seite, während ihre Lebensfreude wiedererwacht. Wird sie den Mut aufbringen, noch einmal ganz von vorne zu beginnen?