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TV Programm für MDR Sachsen-Anhalt am 14.04.2026

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Infomagazin

Danach

Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz 21:00

Burg Hohnstein in der Sächsischen Schweiz: Jugendherberge, Gefängnis und Jagdschloss

Dokumentation

Unübersehbar thront sie inmitten des Elbsandsteingebirges. Burg Hohnstein krönt einen hohen einzelnen Felsen, umgeben von tiefen Abgründen, unter ihr das romantische Polenztal und das kleine Städtchen Hohnstein. Urkundlich wird sie das erste Mal 1317 erwähnt. Seitdem hat Burg Hohnstein eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Von der Raubburg zum Jagdschloss der Wettiner, von dem kurfürstlichen Amt zum Gefängnis, von der weltweit größten Jugendburg zu einem der ersten Konzentrationslager. Heute befindet sich hier wieder eine Jugendherberge. "Natürlich hat mich diese KZ-Geschichte echt geschockt. Ich habe wirklich überlegt, ob ich hier richtig bin", meint die fünfzehnjährige Lena, die hier gerade ihre Rüstzeit verbringt. "Dann aber habe ich gedacht, wer, wenn nicht wir jungen Menschen müssen diesen Ort bevölkern, unbedingt. Wir sind doch das Leben." Das sieht Gabriele Hahn auch so, es wäre im Sinne ihres Großvaters Konrad Hahnewald, dem ersten Burgwart der Jugendherberge in den 1920er Jahren. Hahnewald ist hier 1933 grausam von der SA misshandelt worden. Er habe sich geweigert, die Hakenkreuzfahne auf der Burg Hohnstein zu hissen, berichtet seine Enkelin. In den wenigen Monaten bis zur Schließung des Konzentrationslagers im Jahr 1934 wurden in Hohnstein 5.600 Menschen inhaftiert, misshandelt und gequält. Nach dem Krieg wurde die Burg wieder Jugendherberge - die größte in der DDR. Heute ist die Burg für den Hohnsteiner Bürgermeister Daniel Brade Wahrzeichen und Touristenmagnet. 2018 wurde sie von der Stadt übernommen. Ein Kraftakt, denn seitdem kämpft die Kommune Tag für Tag um die wirtschaftliche Stabilität und beantragte Fördergelder. "Wir haben so ein Glück gehabt, dass wir die Mittel vom Bund, vom Freistaat und Landkreis bekommen haben, dass wir die Burg endlich sanieren können. Es war höchste Zeit", sagt der Bürgermeister. Zur Verfügung stehen insgesamt 45 Millionen Euro. Bis 2028 soll alles fertig sein - auch der Erlebnispfad, mit dem die Burg dann ihre Gäste hochlocken will. 20.000 sind das derzeit pro Jahr. Es können aber ruhig noch einige mehr werden.

MDR aktuell 21:45

MDR aktuell

Nachrichten

anschl.: das MDR-Wetter

Boom Boom Leipzig - Zwischen Visionen und Größenwahn 22:10

Boom Boom Leipzig - Zwischen Visionen und Größenwahn

Dokumentation

"Leipzig ist offen. Ich glaube, dass Leipzig den idealen Nährboden hat für Menschen, die träumen. Also mit klein-klein gibt sich hier niemand zufrieden. Größenwahn - aber das ist etwas, was gut ist. Weil es Visionen macht.", so beschreiben Leipzigerinnen und Leipziger ihre Stadt. Was hat Leipzig, das andere Städte nicht haben? Eine besondere DNA? Als Stadt der friedlichen Revolution ist sie über die Grenzen hinaus bekannt. Gerade junge Menschen werden vom Charme der Messestadt angezogen, die Stadt gilt als weltoffen und liberal. Doch welche Auswirkungen haben die dramatischen Veränderungen in den 1990er-Jahren auf die heutige, jüngere Generation? In vier Kapiteln beschreibt der Film Leipzigs Entwicklung in den letzten 35 Jahren - Von der kaputten Stadt und gescheiterten Visionen, über den Mythos Boomtown bis zum echten Aufschwung und der Aussicht auf weiteres Wachstum. Erzählt wird vom besonderen Lebensgefühl in Leipzig aus der Sicht jüngerer Stadtbewohnerinnen wie der Schauspielerin Mai Duong Kieu, der Autorin Greta Taubert und der Stadtforscherin Elisa Gerbsch. Sie beschreiben mit persönlichen Erlebnissen den enormen Veränderungsprozess der Stadt, reflektieren den damit verbundenem, gefühlten Dauerdruck und die Dynamik der boomenden Stadt. Dazu kommen die Erinnerungen von Zeitzeugen, die in Leipzig etwas Besonderes bewegt haben oder dies heute noch tun. Michael Kölmel, bekannter Filmrechtehändler und Fußballinvestor, erzählt vom Umbau des Zentralstadions und seiner Suche nach einem großen Sponsor für künftigen Erstligafußball. Der Unternehmer Ludwig Koehne kaufte in den 1990er-Jahren den Leipziger Traditionsbetrieb Kirow, ist heute mit den dort hergestellten Eisenbahnkränen Weltmarktführer und beschert Leipzig eine neue Architekturvision der Moderne. All das und vieles mehr ordnen die gebürtigen Leipziger Mike Hoffmann (Kabarettist) und Thomas Seyde (Psychologe) hintergründig und humorvoll in die jüngste Stadtgeschichte ein. Mit Hilfe von seltenem Archivmaterial, eindrücklichen Interviews und hochwertigen Luftaufnahmen kommen Leipzig-typische Visionen und ihre Folgen auf den Prüfstand. Vom "Peanuts"-Skandal um Baulöwe Jürgen Schneider, über die zunächst hoffnungsvoll gestartete Olympiabewerbung für 2012, von den Geburtswehen des RB-Fußballmärchens bis zu den so gegensätzlichen Leipzig-Wahrzeichen wie Völkerschlachtdenkmal und Niemeyer-Kugel. Die Dokumentation des MDR erforscht, ob es in der Messestadt eine ganz besondere Mischung aus erfolgreichen oder schlicht verrückten Visionen gibt, die besonders im Fall von Leipzig auch immer wieder in Größenwahn umgeschlagen sind. Es werden die Fragen gestellt: Was sind die größten Herausforderungen Leipzigs und welche Visionen braucht die immer weiterwachsende Stadt noch, um den drängenden Fragen der Zukunft gerecht zu werden?

Meine geliebte Unbekannte 22:55

Meine geliebte Unbekannte

Komödie

Paris, 2009: Der Gymnasiast Raphaël (François Civil) verbringt seine Tage am liebsten mit seinem Freund Felix (Benjamin Lavernhe) - und wann immer er Zeit hat, schreibt an einem Science-Fiction-Roman, den er niemandem zeigt. Als er jedoch Olivia (Joséphine Japy) begegnet, einer Mitschülerin, die leidenschaftlich gerne Klavier spielt, ist es um ihn geschehen. Er verliebt sich unsterblich in sie. Dank ihrer Inspirationen schafft er es sogar, seinen Roman zu beenden. Zehn Jahre später ist aus Raphaël ist ein gefeierter Bestseller-Autor und aus der Jugendliebe eine Ehe geworden. Nur die Liebe ist auf dem Weg zur großen Karriere immer mehr auf der Strecke geblieben. Entsetzt liest Olivia eines Abend das Manuskript seines neuesten Buches, in dem er ihre Romanfigur sterben lässt. Nach einem heftigen Streit gehen beide schlafen. Am nächsten Morgen wacht Raphaël in einer Parallelwelt auf: Er arbeitet als Lehrer in der gleichen Schule wie Felix, ist mit Mélanie (Camille Lellouche) zusammen und kann von einer Schriftstellerkarriere nur träumen. Aus Olivia dagegen ist eine erfolgreiche Konzertpianistin geworden, mit einem attraktiven Mann an ihrer Seite. Raphaël beschließt, alles daranzusetzen, seine Frau zurückzugewinnen. Leider hat diese jedoch nicht die geringste Ahnung, wer er eigentlich ist.