16:50
Prinzessin Roswitha macht eine Spazierfahrt durch den Wald. Übermütig lässt sie die Pferde antreiben, bis die Kutsche schließlich ein Rad verliert. Ein junger Reiter kommt zu Hilfe. Roswitha behandelt ihn recht spöttisch und schnippisch, doch ganz unsympathisch sind sich die beiden nicht. Im Schloss ihres Vaters, des Königs Löwenzahn, wird die Prinzessin schon ungeduldig erwartet: wieder einmal sind Freier gekommen, die um ihre Hand anhalten. Roswitha verabscheut diese Feste, denn wenn sie auch entscheiden darf, welchen der Freier sie zum Mann nehmen will - ob sie überhaupt heiraten möchte, danach fragt niemand. Doch in ihrem Hochmut überschreitet die Prinzessin jedes Maß, ihr Spott wird boshaft und verletzend. Als sie selbst den Reiter aus dem Wald, der als letzter Freier eintrifft, wegen seines Bärtchens "Drosselbart" nennt, packt den alten König der Zorn. Dem ersten besten Bettler, der aufs Schloss kommt, so schwört er, will er seine Tochter zur Frau geben. Wie gerufen erscheint ein armer Spielmann. Der König will sein unbedachtes Wort nicht halten, doch die abgewiesenen Freier zwingen ihn dazu, um sich an Roswitha zu rächen. Traurig folgt die Prinzessin dem Spielmann in seine ärmliche Hütte. Keinen Tag, so verkündet sie, will sie hier bleiben - und bleibt dann doch, gewöhnt sich an ihren liebevollen und gütigen Mann, der ihr geduldig all die Hausarbeit beibringt, die sie im Schloss ihres Vaters nie tun musste. Eines Tages erklärt ihr Mann, sie müssten beginnen, für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten. Das Bemalen von getöpferten Gefäßen übernimmt Roswitha nicht nur gern, sie kann es auch sehr gut. Am nächsten Tag soll Roswitha das Geschirr auf dem Markt verkaufen. Erfolg hat sie dabei erst, als sie auf die guten Ratschläge der anderen Marktfrauen hört. Das aber mag die eigensinnige Prinzessin nicht zugeben, und so beschließt sie, am nächsten Tag ihren Stand abseits von den anderen aufzuschlagen. Vergeblich warnt sie ihr Mann, weil das ein gefährlicher Platz sei. Tatsächlich reitet ihr ein Landsknecht sämtliche Waren zu Scherben. Verzweifelt läuft Roswitha davon, wagt sich weder zu ihrem Mann noch zu ihrem Vater zurück. Der Landsknecht war natürlich kein anderer als der verkleidete Drosselbart, der auch der Spielmann ist. Traurig muss er erkennen, dass dieser Streich zu weit gegangen ist. Doch er weiß nicht, wo er seine Frau suchen soll. Roswitha ist, ohne es zu wissen, ganz in seiner Nähe. Sie hat Arbeit in der Schlossküche gefunden. Als der Koch den jungen König auf ihre Spur bringt, lässt er ein Hochzeitsfest richten und befiehlt, dass das neue Küchenmädchen ihm sein Lieblingsgericht servieren soll. Als Roswitha ihren einstigen Freier Drosselbart erkennt, flieht sie erschrocken. Er aber gibt sich als ihr Mann zu erkennen und bittet sie, ihm zu verzeihen. Das tut sie natürlich - und beide feiern ihr Hochzeitsfest.
18:00
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
Seit 1994 berichtet das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Boulevardmagazin über Prominente, die neueste Mode aus Paris und der Welt oder aktuelle Geschehnisse in den europäischen Königshäusern.
18:50
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:52
Herr Fuchs findet auf einem Abendspaziergang eine Kindergeldbörse, die er gern für sich behalten möchte. Als Frau Elster den Missetäter entlarvt hat, versucht er sich herauszureden.
19:00
In Sachsen-Anhalt kommt nicht so schnell Langeweile auf. Dies verdeutlichen die Beiträge aus den Rubriken "Wir für Sie", "Sportevent der Woche" oder auch die "Freizeitchecker".
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
- Torgau: Serie von Brandstiftungen - Sächsische Schweiz: Schäden durch Liebesschwüre an Felsen und Denkmälern - Landkreis Bautzen: Forstmaschinen im Visier von Dieben
20:15
Weltweit brennen Wälder. Und immer öfter. Bei 300 Grad etwa kann Holz sich entzünden. Im Wald - der Beginn einer Katastrophe. Wenn unsere Wälder brennen, dominieren sie die Nachrichten. Was aber passiert eigentlich auf den lädierten Flächen, wenn die Flammen erloschen, alle Schläuche eingerollt und die Kamerateams verschwunden sind? Forscher weltweit wollen wissen, was passiert nach einem Waldbrand in der Natur? Verbrannte Wälder sind nur auf den ersten Blick tot. Käfer legen ihre Eier in die noch warme, pyrolisierte Rinde, schleimige Pilze überziehen verkohlte Stämme, Adlerfarne entrollen ihre federigen Blätter aus der Asche, Moose sprießen in Löschwasserlachen und streuen ihre Sporen. Und Forschende vermessen, was übrig geblieben ist und was neu erwächst. Jetzt entscheidet sich: was kommt nach der Katastrophe? Der Film von Uwe Müller unternimmt eine tiefgehende Erkundung der Prozesse in der Natur. Mit augenöffnenden Vorher-Nachher-Beobachtungen, im Zeitraffer und im Makro-Bereich. Mit einem Fokus auf Brandherde in Kalifornien, Griechenland und den Osten Deutschlands und die Folgeforschungen ebenda.
21:00
Der Wald ist ein magischer Ort, der nur langsam seine Geheimnisse preisgibt. Eine Art Superorganismus, mit einem faszinierenden Zusammenspiel von Pflanzen, Pilzen und Tieren. In der ersten Folge seiner dreiteiligen Dokumentation "Unsere Wälder" berichtet Regisseur Jan Haft von den erstaunlichen Verbindungen der Lebewesen im Wald, von hauchzarten Pilzen, die sich von Nadelbaumzapfen ernähren, hungrigen Käfern mit giftigem Biss, magischen Lichtern, die durch die Nacht tanzen, oder den imposanten Kämpfen der Wildschweinkeiler. Darüber hinaus gibt der Film Einblicke in das Leben seltener Arten, die in einige unserer Wälder zurückgekehrt sind, wie den Luchs, das Auerhuhn, oder den Wolf. Immer wieder werden sogar Bärenspuren in den Wäldern am Alpenrand entdeckt. Kein Wald gleicht dem anderen. Je nach regionalem Klima und Bodenbeschaffenheit herrschen unterschiedliche Pflanzen vor, die ihrerseits großen Einfluss auf die Tierwelt haben. Im Frühjahr etwa ertönt im Inneren der Bäume ein merkwürdiges Rauschen und Gluckern. Die Sonne hat Zucker in den Wurzeln und Stämmen aktiviert. Als süßer Saft steigen sie im Inneren der Bäume empor und versorgen Vögel, Insekten und viele andere mit wertvoller Energie. Die Hochglanzdokumentation schildert die erstaunlichen Verbindungen zwischen den Lebewesen unserer heimischen Wälder, berichtet von dem gewaltigen Netzwerk der kleinen und großen Arten. Denn unsere Wälder sind keineswegs nur das Reich der Bäume, sondern auch ein spannendes Netzwerk der Tiere. Folge 1 der Dokumentation stellt die Artenvielfalt in besonderen Wäldern Deutschlands vor und zeigt, wie Pflanzen, Pilze und vor allem die Tiere im Wald miteinander verbunden sind.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
Einblicke in die Welt des "neuen Afghanistans" sind äußerst selten - ausländischer Presse ist der Zugang meist verwehrt. Gemeinsam mit einer Reisegruppe erlebt er ein Afghanistan zwischen Aufbruch, Kontrolle und Ausgrenzung. Fünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban versucht das Regime, Afghanistan touristisch zu öffnen. Während das Auswärtige Amt vor Reisen ins Land warnt, entdecken immer mehr internationale Besucher das vermeintlich Unzugängliche. ARD-Südasienkorrespondent Markus Spieker kehrt zurück in ein Land, über das er seit 2010 berichtet hat. Als Teil einer internationalen Reisegruppe bewegt er sich zwischen Gastfreundschaft, Propaganda und den Folgen eines Regimes, dass Frauen und Mädchen massiv in ihren Freiheiten einschränken. Wer reist freiwillig nach Afghanistan - und warum? Der Film beleuchtet die Grauzonen zwischen Neugier und Verantwortung, Boykott und Annäherung und stellt die Frage: Kann Reisen politische Wirklichkeit sichtbar machen?
22:45
Als Fotografin für die European Pressphoto Agency (EPA) und später Associated Press (AP) wurde Anja Niedringhaus zur Wegbereiterin in einem Beruf, in dem der Frauenanteil bis heute verschwindend gering ist. Den Begriff "Kriegsfotografin" lehnte sie für sich ab, richtete stattdessen ihren Blick auf die Folgen für die Menschen und suchte selbst im schlimmsten Grauen nach Inseln der Humanität. Hierfür wurde sie mit der höchsten journalistischen Auszeichnung, dem Pulitzerpreis, geehrt. Obwohl ihre Ermordung 2014 weltweit für Entsetzen sorgte, wurde sie von den Ermittlern in Ost und West als Spontantat eines islamistischen Einzeltäters rasch ad acta gelegt. Der Film widerlegt diese Sichtweise und benennt die politischen wie personellen Hintergründe. Sowohl das zeitlose Werk als auch der der tragische Tod von Anja Niedringhaus sind ein dringlicher Apell für Frieden, der heute aktueller ist denn je.