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TV Programm für MDR Sachsen-Anhalt am 17.05.2026

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Mit dem Hausboot auf der Havel 20:15

Mit dem Hausboot auf der Havel

Landschaftsbild

Ein Haus auf dem Wasser! So kann Urlaub auch gehen. Daniel Aßmann fährt über die Seen des Havellandes und schwingt sich aufs Fahrrad, wenn das Hausboot angelegt hat. Denn es fährt sich gut in dieser wunderschön flachen Gegend voller Naturschönheiten. Daniel Aßmann besucht die Stadt Werder, Brandenburg an der Havel, wo Loriot geboren wurde, und das historische Zentrum der Optischen Industrie Rathenow. In Caputh hatte Albert Einstein ein Haus, wo er berühmte Kollegen empfing. In Anklam befindet sich das Otto-Lilienthal-Museum. Dort kann man die ersten Flugzeugkonstruktionen des Luftfahrtpioniers bestaunen. Am Ende seiner Reise hat Daniel auch gelernt, welche Anforderungen das Steuern eines Hausbootes hat. Wandern in den Kulturlandschaften Ein Geheimtipp für Wanderurlauber sind die "Glindower Alpen", die durch den Abbau von Ton für die Ziegelindustrie entstanden sind. Die Hügellandschaft ist mittlerweile grün überwuchert und bietet ein einzigartiges Landschaftsbild. Eine Attraktion der besonderen Art sind auch die Beelitz-Heilstätten, die einst als Kurort für tuberkolosekranke Arbeiter aus Berlin gebaut wurden und nach dem Krieg jahrzehntelang brach lagen. Heute kann man die überwucherten Gebäude auf einem originellen Baumwipfelpfad umwandern. Im Innern werden Führungen angeboten, die von der spannenden Geschichte des Ortes berichten. Ferienhäuser abseits von Berlin Das Havelland mit seinen Seen und Wäldern war immer schon Naherholungsgebiet für die Großstadt Berlin. Adelige bauten sich schon vor Jahrhunderten ihre Sommerhäuser in diese Gegend. Daniel Aßmann besucht Schloss Caputh, wo der Große Kurfürst von Brandenburg nach dem 30-jährigen Krieg ein prächtiges Anwesen für seine zweite Frau Dorothea bauen ließ. Schloss Paretz war das Privatschloss des preußischen Königs Willhelm III, wo er zusammen mit seiner Frau Luise und seinen zahlreichen Kindern eine Zuflucht vor dem Hofzeremoniell in Berlin suchte. Beide Schlösser bieten ausgedehnte Landschaftsgärten für ausgiebige Spaziergänge. Gartenstadt Werder Werder wird "die Gartenstadt" genannt. Denn die Produktion von Obst und Gemüse hat hier eine lange Tradition. Eine Woche lang im Frühling findet das sogenannte Baumblütenfest statt - mit Baumblütenfestumzug, Obstweinverkauf und Blütenkönigin. Rund um die Stadt findet man Parzellen, in denen die Leute Obst und Gemüse anbauen und damit auch eine Strecke für eine interessante Fahrradtour.

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anschl.: das MDR-Wetter

Der Schauspieler Peter Sodann 22:00

Der Schauspieler Peter Sodann: Querulant, Moralist, Kommissar

Künstlerporträt

Theatermacher, Schauspieler, Büchersammler - Peter Sodann hat das Neue Theater in Halle aufgebaut, bis 2007 war er "Tatort"-Kommissar in Dresden und Leipzig und lebte in Staucha bei Riesa. Dort hatte er seine Sammlung von DDR-Büchern, mit der er 1989 anfing und die inzwischen auf etwa drei Millionen Bände angewachsen ist. In zwei übergroßen Scheunen sammelte, sichtete und sortierte er in der "Sodann-Bibliothek" alles, was in der DDR publiziert wurde. 1936 in Meißen geboren, lernte Sodann zunächst Werkzeugmacher. Danach studierte er in Leipzig Jura, wurde für seine Scharfzüngigkeit beim "Rat der Spötter", einem Studentenkabarett, eingesperrt, anschließend von Helene Weigel fürs Berliner Ensemble engagiert, ehe er sich in Halle sein eigenes Theater gegen alle Widrigkeiten selber baute. Sich für alles verantwortlich zu fühlen, sich überall einmischen zu müssen, wo er Not sieht, sei einer seiner Eigenschaften, sagte Sodann.

Mein Opa Wolfgang Winkler 22:30

Mein Opa Wolfgang Winkler

Menschen

Die TV-Serien "Polizeiruf 110" und "Rentnercops" machten den Schauspieler Wolfgang Winkler bundesweit bekannt. Über mehrere Jahre hinweg verkörperte er den bodenständigen und humorvollen Kommissar. Seine große Leidenschaft waren die vielfältigen Rollen am Theater. Zu DDR-Zeiten erarbeitete er sich in Halle den Ruf als Star der Provinz, dem der Schritt auf die großen Bühnen in Berlin verwehrt blieb. Privat erlebte er viele Höhen und Tiefen. Abseits der oft erzählten Geschichten, will dieser Film eine persönliche Spurensuche sein - die Reise des Enkels in die Geschichte des Großvaters.

Strawalde. Ein Leben in Bildern 23:00

Strawalde. Ein Leben in Bildern

Künstlerporträt

Jürgen Böttcher ist einer der bekanntesten Filmemacher der DDR und herausragender Maler. Ausgerechnet sein Dokumentarfilm über den Fall der Berliner Mauer gilt heute als einer seiner bedeutendsten Filme - es wurde auch sein letzter. Nach der Wiedervereinigung widmet er sich ganz der Malerei und erlangt unter seinem Künstlernamen Strawalde Weltruhm. Der Dokumentarfilm "Strawalde. Ein Leben in Bildern" portraitiert eindringlich Böttchers künstlerisches Leben: von seiner Kindheit im Nazi-Deutschland, seiner Karriere als Regisseur in der DDR und den Auseinandersetzungen mit dem SED-Regime, bis hin zum Fall der Mauer und seinen internationalen Erfolgen als Filmemacher und Maler. Sehr persönlich erzählt er, warum er die DDR nie verlassen und trotz aller Repressalien nie mit ihr brechen wollte. "Strawalde. Ein Leben in Bildern" ist eine Werkschau dieses außergewöhnlichen Künstlers. Angefangen mit "Rangierer" über "Martha" bis hin zu seinen Übermalungsfilmen und natürlich "Die Mauer" erzählt Jürgen Böttcher anhand seiner Filme von seinem Leben in und mit der DDR, seinem Kunstverständnis, seinem Arbeitsethos und gibt exklusive Einblicke in seine Arbeit im Atelier. Geboren am 8. Juli 1931 im sächsischen Frankenberg, feierte er im Sommer 2021 seinen 90. Geburtstag und blickte zurück auf "Ein Leben in Bildern".