18:54
Der Seehund auf meiner Schmusedecke hat ein Problem: er möchte ein Kunststück aufführen, aber sein Ball ist kaputt! Werden seine Freunde eine Lösung finden und ihm helfen können?
19:00
In Sachsen-Anhalt kommt nicht so schnell Langeweile auf. Dies verdeutlichen die Beiträge aus den Rubriken "Wir für Sie", "Sportevent der Woche" oder auch die "Freizeitchecker".
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Das beliebteste Verkehrsmittel der Deutschen ist immer noch das Auto. Vor allem auf dem Land sind die Leute auf die eigenen vier Räder angewiesen. Bei "Einfach genial - Nachgehakt" zeigt Moderator Rico Drochner Erfindungen aus den vergangenen Jahren. Alle drehen sich rund ums Autofahren. Und er fragt nach, was aus ihnen geworden ist. Der Tachospion Diagnosegerät entlarvt Betrüger Die Kuppelhilfe Verhindert Beulen durch den Kfz-Anhänger Stärkere Rettungsschere Durchschneidet auch moderne Karosserien
20:15
21:00
"Wir galten als Utopisten, als Spinner!" sagt Rolf Böhm, der berühmte Kartograph der Sächsischen Schweiz. Kevin Richter, heute 24 Jahre und einst jüngster Dampflokführer Deutschlands, meint: "Man muss bekloppt sein, wenn man sowas macht." Richard,12, erklärt Gästen die Funktionsweise einer Dampflok. "Wer zweifelt, der hat hier auf unserem Bahnhof keinen Platz ...", so Doreen Klotzsche, die Vereinschefin. Sie alle sind der Schwarzbachbahn e. V. - und haben ein Ziel: ehrenamtlich eine verlorene, ja geklaute Eisenbahnstrecke wiederaufzubauen, die einzige Schmalspurstrecke, die die Sächsische Schweiz je hatte. 1951 wird in der Nähe von Bad Schandau eine 12 Kilometer lange Schmalspurbahnstrecke stillgelegt. Seit 1897 hatte es sie die Strecke zwischen Hohnstein und Kohlmühle gegeben. Aber nicht nur das: Alles verschwindet, die Gleise, die Schwellen, sogar der Schotter. Keiner weiß wohin. Erst viel später wird klar, das Material nach Ost-Berlin gegangen, in die damalige Hauptstadt der DDR. Die Region trauert, protestiert, aber das nützt nichts. Eine der schönsten Schmalspurbahnstrecken Deutschlands durchs Schwarzbachtal verschwindet de facto von der Landkarte. Vier Jahrzehnte später verbünden sich in der Aufbruchzeit der 1990er Jahre Eisenbahnenthusiasten aus der Sächsischen Schweiz und nehmen sich ein schier aussichtloses Projekt vor: Den Wiederaufbau der Schwarzbachbahn. "Wir wurden müde belächelt", sagt Thomas Irrgang, heute im Vorstand. Niemand in der Region glaubt, dass das was wird. Es sollte anders kommen: Heute treffen sich die Schwarzbachbahner regelmäßig in Lohsdorf, einem idyllisch gelegenen Dörfchen am Rande des Nationalparks Sächsische Schweiz. Der Verein hat sich dort einen Ort geschaffen wie aus dem Lehrbuch der Eisenbahnromantik: einen Heimatbahnhof, mit originalem Wartehäuschen und Bahnhofstoiletten, Lokschuppen, Werkstätten, dazu Pack- und Personenwagen liebevoll rekonstruiert im Design der 1920er Jahre, einer Diesellok, die aus dem Nachlass des berühmten Stahlwerks Maxhütte in Unterwellenborn aus Thüringen kommt und mit einer selbst sanierten, eigenen Dampflok, der - heute legendären - IV K, eine der meistgebauten Schmalspurbahnlokomotive in Deutschlands. "Die geklaute Eisenbahn" erzählt von einem außergewöhnlichen Verein, von Eigeninitiative, Durchhaltevermögen, Kompetenz, Leistungsfähigkeit, von Sinn und Zusammenhalt. Dieser Film erzählt davon, was möglich ist, wenn sich Menschen unterschiedlichster sozialer Prägungen hinter einem Ziel vereinen.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:10
Die Geschichte der Simson ist eine nicht enden wollende Erfolgsgeschichte. Sie begann zu DDR-Zeiten und findet ihren Fortgang bis heute. Die Mopeds aus dem Osten sind identitätsstiftend für mindestens drei Generationen. Heute haben viele Modelle, z.B. die Schwalbe, Kultstatus, nicht nur in den neuen Bundesländern, seit einigen Jahren auch im Westen. Die Simson ist heute das meistgefahrene Retromoped und hat den Modellen, die früher im Westen populär waren wie Kreidler, Zündapp oder Puch, den Rang abgefahren. Landauf, landab schließen sich junge und ältere Mopedfreaks zu Clubs zusammen, reparieren und "pimpen" Maschinen, stellen sie aus, fahren zusammen über Stoppeläcker und staubige Straßen. Teilweise Hunderte Kilometer weit wie in der jährlich stattfindenden MoMoTo, der "Reise des goldenen Tanks" vom Unterallgäu bis nach Flensburg. Gut 70 Retroclubs sind in den vergangenen Jahren entstanden. Sie nennen sich Bratärsche Bokel, Angeliter Sattelmuschis oder 2-Takt Rokker Rügen. Ihr persönliches Mopedrevival ist alles andere als ein lahmer Nostalgietrip mit 25 km/h.
22:55
England in den 1920er-Jahren. Die gottesfürchtige Edith Swan (Olivia Colman) sieht sich als Opfer einer rätselhaften Schmutzkampagne, die das beschauliche Littlehampton in Aufregung versetzt. Jemand schickt der kinderlosen Junggesellin anonyme Briefe voller obszöner Schmähungen. Ihr Vater Edward (Timothy Spall) möchte das nicht mehr hinnehmen. Der erboste Patriarch zwingt Constable Papperwick (Hugh Skinner), endlich gegen die mutmaßliche Absenderin vorzugehen: Rose Gooding (Jessie Buckley), die mit ihrer Tochter Nancy (Alisha Weir) zugezogen ist und mit ihrem Freund Bill (Malachi Kirby) in unschicklichem Verhältnis lebt. Rose weist jede Schuld von sich. Allerdings dient ihr wenig ladyhaftes Vokabular als belastendes Indiz für eine Anklage und eine zwischenzeitliche U-Haft. Die junge Polizeibeamtin Gladys Moss (Anjana Vasan) hält Rose für unschuldig, wird jedoch von ihren Vorgesetzten ausgebremst. Als weitere Frauen anstößige Post bekommen, weitet sich die Provinzposse zu einer nationalen Skandalstory aus. Während Rose das Sorgerecht für ihre Tochter zu verlieren droht, möchte Gladys das Rätsel auf eigene Faust lösen.