10:05
Preußen, 1730. Leutnant von Übbenau (Fred Düren) macht sich auf ins Hannöversche, um Rekruten zu pressen. Sein König, kriegerisch veranlagt, braucht mächtig viele Kerls, "die er in die Pfanne hauen kann". Doch woher nehmen, ohne zu stehlen? Bald darauf trifft der Werbeleutnant auf einen Burschen von prächtigem Gardemaß, wie für des Königs Rock geschaffen, und es gehen ihm die Augen über vor Freude, dann aber vor Schmerz, als nicht er die Canaille, sondern diese ihn festsetzt. Um der Schande zu entgehen, bleibt dem armen Leutnant lediglich der Ausweg, sich als der Erzeuger jenes Kuhhirten - pfui Teufel! - auszugeben. So kommt Alexander (Manfred Krug) nicht nur zu einem Vater von adligem Geblüt und einem Beutel voller Dukaten, er gewinnt auch das Herz von dessen wohlgeratenem Töchterchen Ulrike (Monika Woytowicz) und avanciert kurzzeitig zum Günstling August des Starken (Erik S. Klein).
11:50
Stars, Legenden, Emotionen
13:48
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
13:50
Ein schier endloses Blütenmeer - nicht weit entfernt von Strand und Meer: Im Frühling gleicht die Landschaft zwischen Haarlem und Den Haag einem riesigen, farbenprächtigen Gemälde. Und mittendrin der Keukenhof, einer der größten Blumenparks der Welt. Allein hier blühen 4,5 Millionen Tulpen. Aber kann man die Blumen tatsächlich essen und trinken? Andrea Grießmann probiert es aus. Auf ihrer Reise durch das südliche Holland macht sie auch Station in Leiden, der Stadt, in der der berühmte Maler Rembrandt lebte und arbeitete. Aus der Porzellanstadt Delft stammt ein anderer Künstler: Jan Vermeer. Andrea Grießmann begegnet dort überall seinem bekannten Gemälde "Mädchen mit dem Perlenohrring". In Den Haag begibt sie sich auf die Spuren der königlichen Familie, feiert mit, als der König Geburtstag hat, und sieht sich das moderne und zugleich alte Seebad Scheveningen an. Die Tulpenblüte - von Ende März bis Mitte Mai - ist eine Touristenattraktion. Zu den Höhepunkten der Saison gehören die prachtvollen Blumenparaden. Der längste Korso führt von Noordwijk nach Haarlem und dauert einen ganzen Tag. Dass Tulpen nicht nur hübsch aussehen, sondern auch schmecken, erfährt Andrea Grießmann beim Genuss von Tulpenbier, Salat mit Tulpenzwiebeln und Dessert mit Tulpenblüten. Und sie besucht den Erfinder des Tulpenwodkas. Wo kauft Königin Maxima ihre Kleider und Hüte? Durch welche Straßen fährt das Königspaar einmal im Jahr mit einer prachtvollen Kutsche? Andrea Grießmann begibt sich in Den Haag auf einen royalen Rundgang. Am "Königstag" flaniert sie über den berühmten Freimarkt auf der Frederik-Hendriklaan im Stadtteil Scheveningen. Am breiten Strand steht ein Riesenrad; und im prachtvollen "Kurhaus" gaben die Stones ihr erstes Konzert auf dem europäischen Festland. Im 17. Jahrhundert begann die Erfolgsgeschichte der Tulpenzucht in Holland - die Zeit der wirtschaftlichen und kulturellen Blüte. Einer der berühmtesten Maler des "Goldenen Zeitalters" war Rembrandt van Rijn, geboren 1606 in Leiden. Bis heute ist er der Superstar der alten Universitätsstadt: im Museum, in Läden und auf der Straße. Hier trifft Andrea Grießmann einen Hobbymaler, der ihr erzählt, warum der große Meister auf Lumpenpapier gemalt hat.
15:20
König Karl ist verzweifelt: Seine zwölf Töchter haben Geheimnisse vor ihm - jeden Morgen sind ihre Schuhe zertanzt. Keine der Prinzessinnen will oder weiß zu sagen, was des Nachts mit ihnen geschieht. Auch nicht die älteste Tochter Amanda, deren Schuhe als einzige nie Löcher haben. Schon viele Prinzen hatten ohne Erfolg versucht, das Geheimnis zu lüften. Vom Versprechen auf eine Prinzessin angelockt, bezahlten sie ihr Scheitern mit dem Galgen. Doch davon lässt sich der Soldat und Puppenspieler Anton nicht abschrecken. Er hat sich beim ersten Anblick Amandas sofort in sie verliebt. Das weckt die Eifersucht des intriganten Hofmeisters, der sich selbst Hoffnungen auf den Thron macht. Eine geheimnisvolle Alte hilft Anton mit einem Tarnmantel. So schafft er es, unbemerkt den Zwölf in eine verzauberte Unterwelt zu folgen. Nur, wenn er die Prinzessinnen verrät, würde sie das unglücklich machen. Wenn er schweigt, droht ihm der Strick. Mit einem Trick zieht sich Anton aus dieser doppelten Schlinge und führt das Märchen zum überraschenden Happy End.
16:20
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
16:25
Der Bauer Hans musste als Soldat in den Krieg ziehen, doch um seinen Sold hat der König ihn schlichtweg betrogen. Auf dem Nachhauseweg begegnet er einer Hexe. Sie bittet ihn, ein Licht aus dem Brunnen zu holen, welches ihr versehentlich hineingefallen sei. Als Hans merkt, dass sie ihn hintergehen will, verweigert er die Herausgabe und sitzt prompt im Brunnen fest. Beim Entzünden des Lichts entdeckt er dessen Zauberkraft. Ein Männlein erscheint, das dem Besitzer des Lichts dienen muss, aber es vermag nur so viel, wie dieser sich selbst zutraut. Mutig geworden, geht Hans noch einmal zum König, um seinen Sold zu verlangen. Er wird erneut abgewiesen und so entführt er dessen Tochter, die ihm als Magd dienen soll. Aber die Häscher des Königs fangen ihn und da er ein Angebot des Königs ausschlägt, bleibt ihm nur der Galgen. Da rettet der aus Versehen abgegebene Kanonenschuss eines Räubers sein Leben. Jetzt will Hans nur noch nach Hause; selbst die Hand der Prinzessin schlägt er aus, denn er hat sich längst für eine andere entschieden.
17:45
Es ist wieder soweit. Oma hat Geburtstag und wie jedes Jahr soll es leckere Pfannkuchen zum Kakao geben. Alle Puppen freuen sich. Doch über Nacht hat jemand die Pfannkuchen gestohlen. Der Verdacht fällt auf das Teufelchen - und eine aufregende Jagd nach den Pfannkuchen beginnt.
18:00
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
Seit 1994 berichtet das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Boulevardmagazin über Prominente, die neueste Mode aus Paris und der Welt oder aktuelle Geschehnisse in den europäischen Königshäusern.
18:50
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:52
Frau Elster beobachtet, wie sich Herr Fuchs mit einem alten Fotoapparat an Sträuchern zu schaffen macht. Durch ihre Neugier wird es nichts mit einer Aufnahme der Knospen. Doch beinah verrät sich Herr Fuchs.
19:00
In Sachsen-Anhalt kommt nicht so schnell Langeweile auf. Dies verdeutlichen die Beiträge aus den Rubriken "Wir für Sie", "Sportevent der Woche" oder auch die "Freizeitchecker".
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Dresden, 1984: Ein fünf Monate altes Baby verschwindet plötzlich aus einem Kinderwagen vor dem "Centrum"-Warenhaus. Heute wäre Felix 41 Jahre alt - und lebt vermutlich unter falschem Namen irgendwo in Russland. Die Dokumentation "Findet Felix! - Das gestohlene Baby" rollt einen der rätselhaftesten Entführungsfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte neu auf - und begleitet eine Familie, die die Suche nach ihrem Sohn seit über vier Jahrzehnten nicht aufgibt. Mit Hilfe von Cold-Case-Ermittler, DNA-Datenbanken, KI-Technologie und alten Stasi-Akten führt die Spur von Dresden über sowjetische Militärverwaltungen bis ins heutige Kaliningrad.
20:15
Sie kommt nicht im Walzertakt daher wie die Donau und putzt sich nicht mit Burgen wie der Vater Rhein. Die Oder ist ein verschwiegener Fluss und gehört doch zu den großen europäischen Strömen. Mit fast 900 km ist sie die Nummer 14 unter den europäischen Flüssen. Auf ihrer Reise verbindet sie Landschaften voller Schönheit und eigener Würde. Sie entspringt im mährischen Odergebirge im heutigen Tschechien, fließt dann durch Polen bis nach Deutschland und wieder zurück nach Polen - und mündet schließlich über das Stettiner Haff, um die Inseln Usedom und Wollin herum, in die Ostsee. Abgesehen von der Quell-Region fließt die Oder zu großen Teilen durch eiszeitliche Sedimente. Keine Gebirge zwingen sie zu härterer Erosionsarbeit. Im Gegenteil: Idyllisch und gemächlich mäandert sie durch bezaubernd weite Landschaften und eben diese Freiheit, dieser unbegrenzte Blick, zieht heute immer mehr Touristen an. Auf kleinen Ausflugsbooten bestaunen sie die naturbelassenen Ufer, schippern von Hafen zu Hafen, oder radeln am Oderradweg entlang, um sich kleine und große Oderstädte anzuschauen. Axel Bulthaupt begibt sich in dieser Folge seiner Sendereihe "Sagenhaft" auf eine Reise entlang der Oder. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft. Er trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. In Breslau erkundet er die Ufer rechts und links des Flusses, die hier von studentischem Leben und entspannter Atmosphäre geprägt sind. Vom kleinen Hafen in Cigacice aus schippert Axel Bulthaupt mit Bootsbauer und Käpten Piotr über die Oder. Auf einer sogenannten Galeere, einem Schiff, das Piotr selbst gebaut hat und mit dem er Gästen die Schönheiten der Landschaft vom Wasser aus zeigt. Und da etwas überhalb des Ortes Wein angebaut wird, geht es natürlich auch um das flüssige Gold der Region. In Eisenhüttenstadt trifft er auf eine Wasserbau- und Schifferfamilie, die sich dem Erhalt der Wasserstraße zur Aufgabe gemacht hat. Fischfrikadellen und Fischbratwurst gibt es bei einem Oderfischer flussabwärts. Über die Oder als trennenden und verbindenden Fluss redet Bulthaupt mit Philip, der heute in Frankfurt/Oder lebt. Geboren wurde er in Polen. Philip kennt beide Seiten des Flusses wie seine Westentasche. Im Oderhaff schließlich lernt er hautnah den spannenden und verantwortungsvollen Beruf des Lotsen kennen.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:00
dazwischen ca. 21.35 - 21.44 Tagesthemen (ARD, vt/st/AD) mit Wetter Moderation: Jessy Wellmer ca. 22:50:00: Zusammenfassungen von den Spielen: FV Illertissen - 1. FC Magdeburg / SpVgg Greuther Fürth - 1. FC Kaiserslautern / SC Paderborn 07 - Bayer 04 Leverkusen / 1. FSV Mainz 05 - VfB Stuttgart / 1. FC Union Berlin - DSC Arminia Bielefeld / SV Darmstadt 98 - FC Schalke 04 / Fortuna Düsseldorf - SC Freiburg
22:25
September 1989. Eine kleine Gruppe des Neuen Forums in Leipzig beschließt: Wir wollen eine Zeitung gründen. Die Idee: das Informationsmonopol der SED-Medien zu brechen. Die ersten Flugblätter und kleineren Hefte werden noch illegal gedruckt und finden auf den Montagsdemos reißenden Absatz, erinnert sich Peter Fräbel, der zum Gründungsteam gehörte. Dann fällt die Mauer. Bis zur legalen Zeitungsgründung ist es jetzt nicht mehr weit. Am 1. Februar 1990 erscheint in Leipzig die erste Ausgabe von "Die Andere Zeitung", kurz DAZ. Offiziell registriert und genehmigt - aber völlig frei von Zensur und Reglementierung. Eine komplett neue Erfahrung für Macher und Leser. Und kein Einzelfall. Ein wahrer Gründungsboom setzt ein und erfasst bald jeden Winkel der DDR. So auch in Thüringen. Eine Gruppe engagierter Bürger gründet gemeinsam mit dem Verleger des Westfalen-Blattes aus Bielefeld binnen kürzester Zeit die "Thüringer Tagespost" mit mehr als einem Dutzend Lokalausgaben. Die junge westdeutsche Journalistin Gerlinde Sommer ist von Anfang an mit dabei, im Schulterschluss mit Gothaer Bürgern. Eine Ost-West-Kooperation auf Augenhöhe. Reißenden Absatz finden im Osten aber von Anfang an auch die Erzeugnisse der vier größten Zeitschriften-Verlage der Bundesrepublik. Die "Großen Vier" - Gruner + Jahr, Springer, Burda und Bauer - wollen gar die Exklusiv-Lieferanten westdeutscher Printprodukte für die Noch-DDR werden. Sie gehören außerdem zu den zahlreichen Bietern, die um die auflagenstarken regionalen Zeitungen aus dem Besitz der ehemaligen DDR-Staatspartei SED buhlen. Die SED-Zeitungen in den 14 DDR-Bezirken und Ostberlin sind zwar ideologisch vorbelastet, mit bis zu 600.000 Abonnenten aber wirtschaftlich äußerst lukrativ. Ein ungleiches Ringen beginnt. Auch dem Fernsehen der DDR steht eine Zeitenwende bevor. Zunächst langsam, später immer schneller wird der Sender in Adlershof umgekrempelt. Chefposten, Redaktionen und Formate verändern sich und entstehen zum Teil neu. Der Journalist und MDR-Moderator Andreas Brückner erinnert sich daran. Eine nie gekannte Freiheit erfasst viele, die hier arbeiten. Doch der Ruf des DDR-Fernsehens als Sprachrohr der Regierung bleibt, die Verstrickungen mit SED und Stasi sind zu belastend. Die Tage des DDR-Fernsehens sind gezählt und es ist klar: Der Sender wird abgewickelt. In nicht einmal zwei Jahren - von 1989 bis 1991 - erlebt Ostdeutschland Aufbruch, Niedergang und Neugründungen seiner Medien. Diese Ereignisse wirken nach bis in die Gegenwart. "Zeitenwende - DDR-Medien zwischen Aufbruch und Untergang" geht auf Spurensuche in die Jahre, in denen die Medienlandschaft in Ostdeutschland neu gestaltet wurde.
23:10
Dmitri Muratow, der Chefredakteur und Gründer der unabhängigen russischen Zeitung "Nowaja Gaseta", wurde 2021 für seinen Kampf für Meinungs- und Pressefreiheit mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Die Dokumentation schildert die Arbeit Muratows und seines Teams. Deren mutige Ermittlungen haben einen hohen Preis gefordert: Sechs Journalisten und Journalistinnen sind dabei ums Leben gekommen. Vor kurzem wurde Jélena Milàschina in Tschetschenien brutal zusammengeschlagen. Angesichts der zunehmend angespannten Situation in Russland entschied Muratow, die Print-Ausgabe seiner Zeitung vorläufig einzustellen. Kurz danach entzogen die Gerichte Muratow die Lizenz. Viele Mitarbeiter Muratows arbeiten inzwischen aus dem Exil für die von ihnen neu gegründete digitale "Nowaja Gaseta Europa". Anfang September 2023 wurde Dmitri Muratow in Russland als "ausländischer Agent" eingestuft. Er zieht dagegen vor Gericht und kämpft weiterhin für die Meinungsfreiheit in Russland.