11:00
Nachtschicht in der Sachsenklinik: Mit mehreren Verletzungen wird ein junger Mann in die Notaufnahme eingeliefert, nachdem er verwirrt auf einer Landstraße gefunden wurde. Da er keine Ausweispapiere bei sich hat und sich an nichts erinnern kann, gehen Dr. Kai Hoffmann und Dr. Ilay Demir von einem Verkehrsunfall mit retrograder Amnesie aus. Nachdem die Frakturen operiert wurden, möchte der Unbekannte dringend weg. Ilay stellt dazu Mutmaßungen an, doch Kai macht kurz und bündig klar: Die Polizei wird sich der Sache annehmen, sonst niemand. Und dann bringt die Polizei noch ein Findelkind zur medizinischen Beobachtung vorbei - eine unruhige Nacht für das Personal der Sachsenklinik. Seit sich Lilly Phan in Vietnam um ihren kranken Vater kümmert, vermisst Kris Haas seine Freundin. Da überrascht ihn Miriam mit einer neuen alten Kollegin: Jasmin Hatem. Keine leichten Stunden für Dr. Kathrin Globisch: Sie freut sich zwar über Hannas Genesung, doch sie muss ihrer Tochter noch etwas beichten ...
11:45
Dr. Martin Stein bekommt überraschend Besuch von Yaris Sujan, der sich ihm als Maries Ex-Freund vorstellt. Er hat gerade erst von Maries Tod erfahren und steht noch unter Schock. Bevor sich die beiden Männer wirklich unterhalten können, bricht Yaris unvermittelt zusammen. Seine Symptome sind diffus: Fieber, Abgeschlagenheit, ständige Müdigkeit. Da Yaris noch bis vor wenigen Tagen für die Ärzteorganisation "Ärzte am Äquator" im Einsatz war, vermuten Martin und Brentano eine Tropenkrankheit. In Martin beginnt es zu arbeiten: Ist Yaris der Vater seiner Enkeltochter Klara? Martins Lebensgefährtin Ina Schulte schiebt diesen Gedanken kategorisch beiseite. Miriam Schneider zweifelt inzwischen an ihren Fähigkeiten als Mutter. Ihr Pflegekind Cosmo wirbelt alles durcheinander und will morgens nicht aus dem Bett. Ausgerechnet jetzt trifft sie auf die 4-fach Mutter Gabriele Beese, die sich in ihrem Blog als Supermami darstellt. Bereitwillig erteilt die Patientin, bei der eine kleine Knie-OP durchgeführt wurde, Miriam Erziehungstipps.
12:30
Einst war Maria Nikolai (Christiane Hörbiger) eine gefeierte Musikerin. Vor 20 Jahren kam sie mit ihrem inzwischen verstorbenen Mann nach Hamburg. Doch ihr früher nachbarschaftlich geprägtes Viertel droht sich allmählich in einen sozialen Brennpunkt zu verwandeln: Die Straßen sind schmutzig, Jugendliche schlagen vor dem Supermarkt die Zeit tot und Alkohol ist vielen ein ständiger Begleiter. Auch ziehen seit einiger Zeit zunehmend Ausländer in das Viertel. In ihrem Haus ist Maria inzwischen scheinbar fast die einzige Deutsche. Vor allem die große Roma-Familie im oberen Stockwerk beobachtet sie mit Misstrauen und voller Vorurteile. Dass sie selbst einst als bettelarme osteuropäische Migrantin nach Deutschland kam, ist für sie etwas anderes. Ihr Versuch, den ungeliebten Nachbarn die Polizei auf den Hals zu hetzen, schlägt fehl. Die Kripobeamtin Susanne (Marie-Lou Sellem) kennt die Ressentiments gegen Roma nur zu gut - ihre eigene Roma-Herkunft hält sie aus Angst vor Diskriminierung geheim. Als eine rassistische Jugendclique einen brutalen Überfall auf Marias Nachbarn verübt, gewährt sie dem 16-jährigen Roma Bero (Samy Abdel Fattah) und seinen jüngeren Geschwistern Zuflucht in ihrer Wohnung. Der bescheiden wirkende Junge war ihr schon vorher positiv aufgefallen. Nun merkt sie durch Zufall, dass er ein außerordentliches Musiktalent besitzt. Maria beschließt, Bero privaten Musikunterricht zu geben und ihn zum Vorspielen am Konservatorium anzumelden. Für sie selbst ist diese Mentorinnenrolle auch ein Weg, ihrem einsamen Leben wieder einen Inhalt zu geben. Zugleich lernt Maria durch den Kontakt mit dem sympathischen Teenager, ihre Vorurteile gegen die Roma langsam abzubauen. Beros älterer Bruder Rudko (Zino Gleich) beobachtet die neue Freundschaft seines kleinen Bruders mit Eifersucht. Er selbst hat keine Perspektive und wird von den anderen Jugendlichen als "Zigeuner" ausgegrenzt. In seiner Verbitterung lässt Rudko sich eines Tages zu einem Plan überreden, mit dem er nicht nur die ahnungslose Maria in Gefahr bringt, sondern auch seinen eigenen Bruder verrät.
13:58
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
14:00
14:25
Gut gebrüllt Brüllaffen heißen nicht umsonst Brüllaffen. Doch heute verschlägt es ihnen die Sprache. Kiko erkundet das erste Mal seine neue Anlage und bekommt mächtig Angst. Raus ging ja noch, auf den Baum auch noch, aber wieder runter scheint ein Problem zu sein. Die Tierpflegerinnen Martina Hacker und Juliane Ladensack versuchen mit allen möglichen Tricks den lautstarken Gesellen wieder in seinen Käfig zu bekommen. Abgelichtet Ilka Rohland ist der größte Fan von Elefantenbulle Voi Nam. Seit er wieder in Leipzig ist, besucht sie ihn jede Woche. Auch in den fünf Jahren, die Voi Nam in Heidelberg war, hat sie ihn regelmäßig besucht. Zig Tausend Fotos hat sie vom Leipziger Elefantenbullen schon gemacht und kann immer noch nicht genug von ihm bekommen. Kleines Gefieder Tierpfleger Jochen Mennel ist auf Wolke sieben. Seine Schützlinge im Vogelhaus bescheren ihm dieses Jahr Nachwuchs im Überfluss. Egal, ob Zwergwachtel, Turako oder Fluchtvogel, alles brütet vor sich hin oder pflegt den geschlüpften Nachwuchs. Einziges Problem: Seine kleinen gefiederten Freunde sind im Vogelhaus gar nicht so leicht zu finden.
15:15
16:00
Neues von hier
16:30
Gäste zum Kaffee
17:00
Fast jeder kennt Phasen, in denen man mal schlecht schläft. Hält dieser Zustand aber länger an, kann das zum gesundheitlichen Risiko werden. Knapp jeder dritte Erwachsene leidet in Deutschland unter Schlafproblemen. Dr. Luise Lotte Kramer klärt auf, welche Folgen es haben kann, wenn wir dauerhaft zu wenig schlafen und gibt Tipps, welche natürlichen Mittel beim Ein- und Durchschlafen helfen können.
17:45
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:10
Seit 1994 berichtet das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Boulevardmagazin über Prominente, die neueste Mode aus Paris und der Welt oder aktuelle Geschehnisse in den europäischen Königshäusern.
18:54
Der Koala auf meiner Schmusedecke hat ein Problem: er ist so hungrig! Werden seine Freunde eine Lösung finden und ihm helfen können?
19:00
In Sachsen-Anhalt kommt nicht so schnell Langeweile auf. Dies verdeutlichen die Beiträge aus den Rubriken "Wir für Sie", "Sportevent der Woche" oder auch die "Freizeitchecker".
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Das Fahrrad soll sich vor allem für die Stadt eignen und dort bei jedem Wetter draußen stehen können, ohne zu rosten. Hat das Rad einmal ausgedient, verfolgen Sven und Frank den Gedanken eines Pfand-Systems: Das alte Rad soll gegen einen kleinen Betrag an den Hersteller zurückgegeben werden. Im Anschluss soll das Material zu einem neuen brandneuen Bike recycelt werden können. Fahrradgutachter Anton Höffer schaut sich das Recycling-Rad genauer an: Wie alltagstauglich ist das Plastik-Fahrrad? Wie viel wiegt es im Vergleich mit Fahrrädern aus Metall? Und eignet sich Kunststoff überhaupt als Material für Bikes? "Einfach genial" präsentiert 25-minütige bildstarke und emotionale Filme. Erfinderinnen und Erfinder aus Mitteldeutschland und der ganzen Welt erzählen ihre inspirierende Geschichte. Sie berichten unter anderem, wie sie ihre Vision verwirklicht haben und welche Hürden sie dabei überwinden mussten.
20:15
21:00
Eine alte preußische Geländekarte führt Peter Vickery in den 1990er Jahren zu einer vergrabenen Schatzkiste voller Gold, Silber und Edelsteinen. Doch das ist nicht alles - eine noch größere Entdeckung bleibt lange Zeit verborgen. Die 900 Jahre alte Burg Falkenstein im Harz steckt voller Geheimnisse. Nach dem Fall der Mauer werden hier tausende Schatzstücke aus einem Verlies geborgen. Einer der spektakulärsten Funde des vergangenen Jahrhunderts. "Der Osten - Entdecke wo du lebst" über die faszinierende Welt des Falkensteins, mit historischen Filmkulissen, einer beeindruckenden Falknerei und einer einzigartigen Zeitreise ins Mittelalter. Im Sommer 2023 kommt seltener Besuch auf den Falkenstein. Die Nachfahren der Grafen, die bis zum Krieg auf dem Falkenstein lebten: Angela Vickery und ihr Mann Peter, ein ehemaliger britischer Offizier. Im Gepäck haben die beiden eine alte preußische Geländekarte. Vor über 30 Jahren suchte und fand Peter Vickery damit im Wald unterhalb der Burg die vergrabene Schatzkiste der Grafen vom Falkenstein. Bisher war der Ort geheim gehalten. Erstmals wollen die Vickerys diese mysteriöse Stelle nun offenbaren. Einige Jahre nach dem ersten Fund wird in einem geheimen Burgverlies ein zweiter und noch viel größerer Schatz entdeckt. Auch hier dringt damals erst einmal nichts an die Öffentlichkeit - aus Angst, Diebe könnten sich in der ungesicherten Burg der wertvollen Kunstgüter bemächtigen. Alles landet vorerst im Depot. Nur wenige Schatzstücke verbleiben auf dem Falkenstein, andere sind inzwischen in aller Welt verstreut - zum Ärger der Nachfahren der Grafenfamilie. Die imposante Burg ist nicht nur ein Schatzversteck - hier wurden schon zahlreiche Filme gedreht, an die noch einige Kulissen und Requisiten erinnern: darunter drei Geister - Riese, Hexe, Rumpelstilzchen - aus der legendären DDR-Fernsehserie "Spuk unterm Riesenrad". Katrin Raukopf und Henning Lehmbäcker, die Kinderschauspieler von damals, erinnern sich am Originalschauplatz an Anekdoten und plaudern aus dem Filmdreh-Nähkästchen. Jährlich zu Beginn der Sommerferien schlagen Familien des Vereins Gelebtes Mittelalter für eine Woche ein Ritterlager auf dem Falkenstein auf. Ihr Motto: Wohnen, kochen, arbeiten und kämpfen wie vor 700 Jahren. "Das Ganze ist gar nicht finster, sondern authentisch", sagt Burgdirektor Joachim Schymalla. "Gerade kulturell gesehen bildet das Mittelalter den Ursprung des modernen Europas. Unsere Tischsitten zum Beispiel sind damals entstanden." Wie einst im Mittelalter lässt Falkner Pavel Sihelsky seine Greifvögel zu seinen Shows über der Burg kreisen. Schließlich waren sie es, die dem Falkenstein einst ihren Namen gaben.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:10
Berlin-Adlershof. Signatur für ein einzigartiges Areal, in dem sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts deutsche Geschichte wie in einem Brennglas verdichtet. Eine spannende und vielschichtige Story, voller Pioniergeist und radikalen Umbrüchen. Technologie und Militär, Medien und Macht, Wissenschaft und Kultur spielten hier in Kriegs- und Friedenszeiten eine bedeutende Rolle. Heute ist Adlershof einer der weltweit wichtigsten Forschungsstandorte. Der größte Wissenschafts- und Technologiepark Deutschlands ist hier in den Jahren seit der Wiedervereinigung entstanden. Ein riesiges Zukunfts-Labor von Weltrang, ein deutsches Silicon Valley, in dem die Spuren der wechselvollen Vergangenheit noch heute zu entdecken sind. Die tollkühnen Männer und Frauen in ihren fliegenden Kisten. Mit ihnen beginnt 1909 auf dem Flugplatz Johannisthal, in direkter Nähe zu Adlershof, das Zeitalter der deutschen Motorluftfahrt. Hunderttausende Menschen pilgern von Berlin hierher, um die Akrobaten der Lüfte und ihre todesmutigen Flugkünste zu bestaunen. Bald hat das Militär das Sagen und die Werke in Johannisthal/Adlershof avancieren zur größten Kriegsflugzeugproduktion im Ersten Weltkrieg. Nach dem verlorenen Krieg stehen die Hallen leer, die aufstrebende Filmindustrie zieht ein. Der Ort wird zu einer heute fast vergessenen Berliner Traumfabrik. Im Dritten Reich wird wieder aufgerüstet, in Adlershof entsteht ein Schwerpunkt der Luftwaffenforschung. High-Tech für Hitlers Eroberungskriege. Für die sowjetischen "Trophäenjäger" wird Adlershof 1945 mit seinen wissenschaftlichen Einrichtungen zu einer wichtigen "Siegesbeute", fast alles montieren sie ab und schaffen es in die Sowjetunion. Im Kalten Krieg gerät das Areal ins Visier der westlichen Geheimdienste. Adlershof ist zum abgeschirmten Standort für das Wachregiment des MfS "Feliks Dzierzynski" geworden. Hier werden seit den 1950er Jahren tausende junge Männer für Erich Mielkes "Roter Garde" rekrutiert. Auch das Zentrum der Akademie der Wissenschaften wird nach Adlershof verlagert und der Deutsche Fernsehfunk als Sprachrohr der Staatspartei aus dem Boden gestampft. Adlershof steigt zu einem einzigartigen Medien-, Wissenschafts- und Militärzentrum in der DDR auf. Der berüchtigte "Schwarze Kanal" und das berühmte "Sandmännchen" sind mit dem Namen Adlershof verbunden, eine junge Physikerin macht hier in den 1980er Jahren ihren Doktor, Angela Merkel. Mit dem Ende der DDR scheint auch die Zeit für den Standort Adlershof abgelaufen, eine fast 100-jährige Geschichte ihr Ende gefunden zu haben, doch beginnt sich mit der Entwicklungsgesellschaft WISTA, ein neuer, hochmoderner Forschungs- und Medienstandort zu entwickeln. Ein neues Kapitel Adlershofer Erfolgsgeschichte, die bis heute anhält.
22:55
Die DDR in den 1950er Jahren: Der hochtalentierte Maler Kurt Barnert (Tom Schilling) ist auf dem Weg, ein bedeutender Künstler des Sozialistischen Realismus zu werden. An der Dresdener Kunstakademie lernt er die begabte Modestudentin Ellie (Paula Beer) kennen. Für beide ist es Liebe auf den ersten Blick - und schon bald zieht Kurt als Untermieter in die großbürgerliche Villa von Ellies Familie ein. Dass ihr Vater, der angesehene Frauenarzt Professor Seeband (Sebastian Koch), wegen seiner NS-Verbrechen unter falschem Namen in dem Arbeiter- und Bauernstaat untertauchen musste, ahnt Kurt nicht. Genauso wenig weiß er, dass sich ihre Lebenslinien schon einmal gekreuzt haben: Sein opportunistischer Schwiegervater in spe ist verantwortlich für den Tod von Kurts geliebter Tante (Saskia Rosendahl), die im Dritten Reich ein Opfer der Euthanasie wurde. Die Erinnerung an die lebenslustige und kunstbegeisterte Verwandte begleitet Kurt sein ganzes Leben. Als er - inzwischen mit Ellie in die BRD geflüchtet - in den 1960ern an der Düsseldorfer Akademie studiert, beginnt Kurt unbewusst, seine Biografie zu verarbeiten. Ohne es zu wissen, schafft er ein ungewöhnliches Gemälde, das eine unentdeckte Verbindung zwischen Täter und Opfer herstellt. Es ist für ihn die Befreiung aus einer tiefen Schaffenskrise und der Anfang, seinen eigenen Ausdruck zu finden.