16:30
Gäste zum Kaffee
17:00
Das Auto macht in vielen Haushalten einen erheblichen Teil der monatlichen Ausgaben aus. Im Schnitt geben private Haushalte rund 233 Euro für Betrieb und Unterhalt aus. Tatsächlich liegt die reale Belastung oft deutlich höher - vor allem durch Wertverlust, Versicherungs- und Wartungskosten, die häufig unterschätzt werden. Mobilitätsexperte Andreas Keßler erklärt, wo die versteckten Kosten lauern und wie Autofahrer gezielt Geld sparen können.
17:45
Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des MDR-Gebiets.
18:05
Die Wetterschau für Mitteldeutschland
18:10
Seit 1994 berichtet das vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierte Boulevardmagazin über Prominente, die neueste Mode aus Paris und der Welt oder aktuelle Geschehnisse in den europäischen Königshäusern.
18:54
Der Elefant auf meiner Schmusedecke hat ein Problem: Er hat Schluckauf! Werden seine Freunde eine Lösung finden und ihm helfen können?
19:00
In Sachsen-Anhalt kommt nicht so schnell Langeweile auf. Dies verdeutlichen die Beiträge aus den Rubriken "Wir für Sie", "Sportevent der Woche" oder auch die "Freizeitchecker".
19:30
anschl.: das MDR-Wetter
19:50
Die Wissenschaftlerin Dr. Petra Ditsche hat einen bionischen Super-Saugnapf erfunden. Für ihre Erfindung entschlüsselte die Meeresbiologin das Geheimnis des Northern Clingfish, der sich mit seinem Bauchsaugnapf an rauen Felsen in der Brandungszone andockt und das 230-fache seines Körpergewichtes halten kann. Im Gegensatz zu gängigen Saugnäpfen kann Petra Ditsches Erfindung auch auf unebenen oder strukturierten Oberflächen haften. Damit sind extrem starke und trotzdem reversible Befestigungen auf unterschiedlichsten Flächen möglich. Der Saugnapf taugt zum Beispiel zur Befestigung von Aktioncams auf Surfbrettern, für Anwendungen im Campingbereich und wird sogar zu Forschungszwecken auf Panzern lebendiger Schildkröten eingesetzt.
20:15
21:00
Wustrow - die Halbinsel in der Ostsee zwischen Rostock und Wismar ist ein geheimnisumwitterter Ort. Seit 90 Jahren ist sie schon gesperrt, seit dreißig Jahren unbewohnt. Schon für drei Menschengeneration heißt es am Tor: Betreten verboten! Im Volksmund wird sie deshalb auch "Die verbotene Halbinsel" genannt. Nur ganz wenige Menschen dürfen am Wachposten vorbei die Halbinsel betreten, Edelgard und Klaus Feiler gehören dazu. In den vergangenen drei Jahrzehnten haben die beiden auf Wustrow und in Rerik jeden Stein umgedreht und die bewegte Geschichte der beiden Orte, die 1938 von den Nationalsozialisten vereinigt wurden, recherchiert. Auf dem ehemaligen Rittergut Wustrow errichten die Nationalsozialisten 1933 die größte Flak-Artillerieschule des Deutschen Reiches. Dafür müssen die letzten Privatbesitzer die Insel an die Wehrmacht verkaufen. Innerhalb von vier Jahren entsteht auf 1000 Hektar eine Militärstadt für 3000 Menschen. Im Mai 1945 an die Rote Armee kampflos übergeben, wird Wustrow 1949 sowjetische Garnison und mit 1000 Hektar der größte Standort der sowjetischen Armee an der Ostseeküste. Wieder kommen Flakartillerie-Einheiten, Raketenverbände und Panzer. Zu DDR-Zeiten buchen Urlauber ihre Ferien im nahen Seebad Rerik inklusive Kanonendonner. Als 1993 der letzte Russe abzieht, legt der neue Eigentümer, der Bund, eine Kette um das Eingangstor. 60 Jahre wurde hier geschossen, überall liegen Munitionsreste und verlassene Militäranlagen sind eine Gefahr für die Öffentlichkeit. Deshalb ist Marius Hein heute der Einzige, der auf der Halbinsel Wustrow einen Job hat. 2021, gleich nach seinem Studium, wird er hier Forst, Jagd- und Ökoflächenmanager. Begrenzt von Ostsee und Salzhaff und dem bewachten Eingangstor an der schmalen Zufahrt hat hier unfreiwillig ein Natur-Experiment begonnen. Die Natur holt sich zurück, was die Militärs ihr einst nahmen. Sie kann hier machen, was sie will - nahezu ohne Eingriff des Menschen. Seither haben sich viele bedrohte Pflanzen und Tiere angesiedelt, seltene Libellenarten, Amphibien und Reptilien. Knapp 100 Vogelarten brüten oder rasten im Naturschutzgebiet Die erste Aufgabe für Marius Hein, er muss zählen, wie viel Wild es in seinem Revier wirklich gibt und wo überall die Sperrmüllhaufen der Geschichte liegen. 1998 hat der Bund die gesamte Halbinsel an den Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld verkauft. Sehr zum Ärger vieler Reriker, die auch gern ein Stück von Wustrow abbekommen hätten, aber nicht zum Zuge kamen. Seitdem steht die Welt still auf Wustrow. Die Halbinsel ist ein Teil der Gemeinde Rerik und seit dem Verkauf versagen die Stadtvertreter Jagdfeld die Baugenehmigungen und sperren 2003 sogar den Wustrower Hals - die einzige Zufahrt zur Halbinsel. Der Film erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln Wustrows bewegte Geschichte - eine spannende Zeitreise durch die deutsche Historie der vergangenen knapp 100 Jahre.
21:45
anschl.: das MDR-Wetter
22:10
Im Kaiserreich geplant und gebaut, blühte der Reichstag während der demokratischen Ära der Weimarer Republik auf. Doch schon bald darauf erlebte er seinen Untergang. Nach NS-Diktatur, Brand und Kriegszerstörung wurde er wiederaufgebaut, fiel während des Kalten Krieges in ein Wachkoma und wurde nach der Wende wieder zum Zentrum der politischen Macht in Deutschland. Das Gebäude aber ist mehr als nur ein Ort der Politik: Seit mehr als 120 Jahren ist es auch Bühne und Spiegelbild der deutschen Geschichte. Mit hochwertiger Ausstattung und Schauspielern wie Anna Thalbach, David Schütter, Beat Marti u. a. sind die wichtigsten Ereignisse rund um den Reichstag in Szene gesetzt. Es sind nicht nur die Parlamentarier, die im Fokus des Films stehen, sondern Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, die von der Kaiserzeit bis heute eng mit dem Gebäude verbunden sind. Ob Planer, Bauarbeiter, Bibliothekarin, Stenograf, Sekretärin, sie alle erlebten auf ihre Weise die wechselvolle Geschichte des bedeutendsten Hauses der deutschen Geschichte. Dazu gehören auch der Künstler Christo und der Architekt Sir Norman Foster, die das Reichstagsgebäude mit ihrem Schaffen weltweit zum positiven Symbol für das wiedervereinte Deutschland gemacht haben.
22:55
Der 18-jährige Georg Kalisch (Hans-Peter Dahm) steht vor Gericht. Die Anklage: sexueller Missbrauch der 13-jährigen Barbara Behrend (Julia Brendler). Georg und Barbara sind in einer ländlichen Gegend als Nachbarskinder zweier miteinander verfeindeter Elternhäuser aufgewachsen. Schon sehr früh wird Barbara klar, sie liebt Georg mit aller Leidenschaft. Und trotz der Feindschaft der Eltern und wider besseres Wissen um die rechtlichen Bestimmungen erwidert Georg diese Liebe. Als die heimliche Beziehung entdeckt wird, erstatten Barbaras Eltern (Peter Sodann und Heide Kipp) Strafanzeige. Führende Vertreter des Dorfes, in dem die Behrends und Kalischs als gleichermaßen anerkannte Mitbürger leben, bemühen sich um eine Aussöhnung der Familien. Sie misslingt. Das Gerichtsverfahren wird stattfinden. Alle im Dorf müssen nun Haltung beziehen: die Mitschüler, die Klassenlehrerin Frau Laube (Gudrun Ritter), der Barbara ganz vertraut, der Direktor (Dietrich Körner) der Schule, die Eltern, alle. Aber in erster Linie Barbara und Georg selbst. Wird ihre Liebe den unerhörten Belastungen standhalten? Ganz besonders kommt es auf Barbara an. Wird sie sich öffentlich zu Georg bekennen? Oder wird sie, in dem Glauben, ihm sei damit zu helfen, die Liebe verleugnen?