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Palm Dog, Cannes 2 Europäische Filmpreise Nominiert für die Goldene Palme, Cannes Amerika in den 30er Jahren zur Zeit der großen Depressionen. Auf der Flucht vor ihren einer Gangsterbande landet Grace in der abgeschiedenen Kleinstadt Dogville in den Rocky Mountains. Der Gemeindesprecher Tom setzt sich für die junge Frau ein. Unter der Bedingung, dass sie sich dem Gemeinschaftsleben anpasst und den Bewohnern bei der Arbeit zur Hand geht, darf sie zunächst für eine Probezeit von zwei Wochen bleiben. Mit Beharrlichkeit und Güte gelingt es Grace, das Vertrauen der braven Bürger zu gewinnen. Als jedoch ein Sheriff einen Steckbrief mit ihrem Konterfei an der Dorfkirche anschlägt, kippt die Stimmung. Für die schöne Fremde beginnt ein Martyrium, an dessen Ende sie - ausgebeutet, gedemütigt und vergewaltigt - als jedermanns Skalvin an der Kette gehalten wird. Aber Grace hütet ein Geheimnis und nimmt schließlich blutige Rache.
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Bester Hauptdarsteller, Cannes Preis der ökumenischen Jury, Cannes Nominiert für die Goldenen Palme, Cannes Zwei Kleinkriminelle stehlen Kinder aus der Babyklappe und verkaufen sie an adoptionswillige Paare. Als eine junge Mutter die beiden ertappt, beginnt die Suche nach geeigneten Eltern. Meisterregisseur Hirokazu Kore-eda ("Shoplifters") erzählt mit viel Eleganz, Wahrhaftigkeit und Humor von einer ebenso ungewöhnlichen wie bezaubernden Familienkonstellation mit "Parasite"-Star Song Kang-Ho in der Hauptrolle.
22:20
Nominiert für die Goldene Palme, Cannes Nominiert für 3 Europäische Filmpreise Gerade eben dem Martyrium in Dogville entkommen, stößt Grace im amerikanischen Süden der 30er Jahre auf die Plantage Manderlay, in der die Schwarzen immmer noch wie Sklaven gehalten werden. In diesem Augenblick stirbt deren Herrin und Grace beschließt, die Demokratie nach Manderlay zu bringen - notfalls mit Waffengewalt der von ihrem Vater zur Hilfe abgestellten Gangster. Der Prozess erweist sich als äußerst schwierig, zumal Grace einem der Schwarzen verfällt und der Retterin auch noch eine faustdicke Überraschung bevorsteht. Im zweiten Teil von Lars von Triers radikaler Trilogie über Amerika, der wie der Vorgänger "Dogville" nur auf einer gewaltigen Bühe mit wenigen Kulissenfragmenten gedreht und in acht Kapitel strukturiert wurde, befasst sich der Filmemacher anhand des Themas Sklaverei mit den Problemen der aufgezwungenen Demokratie - Verweise auf den Irak und Afghanistan sind unverkennbar.