In einer nicht weit entfernten Zukunft sind weite Teile der USA durch Krieg und Klimawandel unbewohnbar geworden. Da die Versorgung der Bevölkerung nicht länger gewährleistet ist, ruft die Regierung das "Humanity Bureau" ins Leben. Deren Agenten entscheiden rücksichtslos, welche Bürger aufgrund fehlender Produktivität nach "New Eden" zwangsumgesiedelt werden sollen. Einer der verlässlichsten Agenten ist Noah, jeden seiner "Fälle" bearbeitet er gewissenhaft, seine Beförderung steht kurz bevor. Doch dann begegnet er Rachel und ihrem Sohn Lucas und sein geordnetes Weltbild gerät ins Wanken: Was ist "New Eden" wirklich? Oscar®-Preisträger Nicolas Cage in einem schier aussichtslosen Kampf gegen eine unmenschliche und gnadenlose Welt im Niedergang. "The Humanity Bureau" ist ein atemberaubender Endzeit-Action-Thriller, der die hochaktuelle Frage stellt: Wie wollen wir zukünftig leben?
Nominiert für die Goldene Palme, Cannes Verstört wacht die schwangere Julia in ihrer Wohnung auf. Blutüberströmt findet sie ihre beiden Liebhaber neben sich. Einer ist tot. Einer ist der Vater ihres Kindes. Doch die beiden wussten nichts voneinander. Ist Julia Täter oder Opfer? Im Gefängnis für Mütter und Schwangere trifft sie Marta, die zwei Kinder im Gefängnis aufzieht und die beiden Frauen entdecken eine ganz besondere Zuneigung zueinander. Als Julias Sohn Tomas im Gefängnis zur Welt kommt, kümmert sich ihre bürgerliche Mutter Sofia immer intensiver um die Kleinfamilie im gesellschaftlichen Abseits. Doch sie will Tomas zu sich in die Freiheit holen. Julia riskiert alles, um bei ihrem Sohn bleiben zu können - und sie kann auf Marta zählen. Ein bewegender Film über das Leben in einem Lateinamerikanischen Frauengefängnis, über Solidarität und Menschlichkeit über Gefängnismauern und Schicksalsschläge hinweg und die grenzenlose Liebe einer Mutter.
Nominiert für die Goldene Palme, Cannes Ein Polizist beginnt ein Verhältnis mit einer kleinen Gaunerin, die zur Bande seines kriminellen Bruders gehört. Gleichzeitig lernt er deren lesbische Freundin, eine sensible Philosophie-Professorin, kennen. Als das Mädchen nach einem mißlungenen Coup untertaucht und verschwindet, versuchen beide, damit fertigzuwerden. Während der Polizist zu altem Diensteifer zurückfindet, zerbricht die Frau an der verlorenen Liebe. André Téchiné, seit bald 25 Jahren einer der profiliertesten französischen Filmemacher, versammelt einmal mehr ein fabelhaftes Ensemble (u. a. Catherine Deneuve und Daniel Auteuil) um sich, um mit diesem grimmigen Film Noir in menschliche Niederungen hinabzusteigen. Sein sehr komplex erzählter Film lotet die Welt der Diebe und Polizisten aus, in der Selbstlosigkeit und Liebe nur ins Verderben führen.
1 Oscar® Nominiert für 1 Golden Globe Nominiert für 1 Europäischen Filmpreis Der Cellist Louka hat im Prag des Jahres 1988 wegen politischer Unbotmäßigkeit seinen Job bei der Staatlichen Philharmonie verloren und darf jetzt nur noch bei Beerdigungen musizieren. Trotzdem führt der Junggeselle ein flottes Leben und läßt sich von hübschen, verheirateten Frauen die üppige Freizeit versüßen. Als er sich aber für ein paar Kronen auf eine Scheinehe einläßt, überschlagen sich die Ereignisse. Seine russische Gattin setzt sich nämlich nach Deutschland ab und hinterläßt Louka ein pikantes Geschenk: Kolya, ihren 5-jährigen Sohn...
1 Silberner Bär, Berlin 1 Europäischer Filmpreis Preis der Leserjury der Berliner MoPo, Berlinale Acht Frauen eingeschneit in einem Haus, dann wird die Leiche des Hausherren gefunden und die Frauen versuchen, die Mörderin unter sich zu ermitteln. Doch jede von ihnen hat Geheimnisse und ein besonderes Verhältnis zu dem Toten, was die Wahrheitsfindung zusätzlich erschwert: War es die mondäne Herrin des Hauses Gaby, ihre in England studierende Tochter Suzon, die unternehmungslustige kleinere Schwester Catherine, die geizige Großmutter, die alte Jungfer Augustine, Haushälterin Madame Chanel, das neue, durchtriebenes Zimmermädchen oder die verruchte Schwester des Toten Pierette? Die Süddeutsche Zeitung schrieb: "'8 Frauen' ist ein Rätsel, ein Kinowunder, ein flamboyant gelungener Film." Und der Tagesspiegel urteilte: "Perfekt, stilsicher, antinaturalistisch, zitatenreich und durch und durch originell. Er wird seinen Siegeszug durch die Kinos antreten, nicht nur in Frankreich." "Mitreißende Melange aus trivialem Krimi, Drama, Musical, Satire und Porträtstudie, zugeschnitten auf acht faszinierende Darstellerinnen, die virtuos mit ihrer jeweiligen Ausstrahlung spielen." (Quelle: Lexikon des Internationalen Films)
Elli und Mikko leben zurückgezogen auf einer kleinen finnischen Insel. Ein idyllisches Haus im Grünen, ganz im Einklang mit der Natur, während die Pandemie den Rest der Welt in Atem hält: Ihre Ehe scheint perfekt - auf den ersten Blick. Als Mikkos Studienfreund Olavi überraschend zu Besuch kommt, ändert sich alles: Plötzlich sieht sich Elli hin- und hergerissen zwischen ihrer Beziehung und der nicht zu leugnenden Anziehung, die zwischen ihr und dem Neuankömmling funkt. Schon bald setzt sie alles aufs Spiel für das, was sie bisher vermisst hat und Olavi ihr geben kann...
Pasinetti Award, Venedig Volpi Cup, Venedig Young Cinema Award, Venedig Nominiert für einen Europäischen Filmpreis Wendungsreicher Thriller à la Alfred Hitchcock und M. Night Shyamalan. Sonia, eine Kellnerin aus Ljubljana und Guido, der als Wachmann in einer Villa arbeitet, treffen sich bei einem Speed Date. Innerhalb weniger Tage entsteht aus der kurzen Begegnung Vertrauen und innige Zweisamkeit. Doch das Glück währt nicht lange: Guido wird ermordet, als in die Villa eingebrochen wird. Der plötzliche und sinnlose Tod von Guido trifft Sonia wie ein Schlag. Bis sie ihn plötzlich wiedersieht. Eine Halluzination oder treibt jemand ein teuflisches Spiel mit ihr?
Sie heißen Ponijao, Bayar, Mari und Hattie. Geboren wurden sie in Namibia, der Mongolei, Japan und den USA. Zwei von ihnen leben fernab der Zivilisation, die beiden anderen mitten in der Großstadt. Sie sind Einzelkind oder Teil einer Großfamilie. Doch so unterschiedlich ihre Herkunft ist, so verschieden die Kulturen sind, in denen sie aufwachsen - wenn Babys brabbeln, glucksen und lachen, klingt es überall auf der Welt gleich. Vier Babys in vier Ländern, beobachtet vom ersten Atemzug bis zum ersten Schritt - ein hinreißender Dokumentarfilm über das Abenteuer Leben! "Wer sich auf die Materie einlässt, der bekommt einen unterhaltsamen und interessanten Einblick in das Leben von Babies aus verschiedenen Teilen der Welt zu sehen, der durch seine schönen Aufnahmen und die passende musikalische Untermalung begeistert." (Quelle: moviemaze.de)
Nominiert für 3 Oscars® Nominiert für 4 Golden Globes FIPRESCI Preis, Venedig Diese erstaunlich phantasievolle Komödie, die von vielen Kritikern als der beste Film des Jahres 1999 angesehen wird, entwickelt sich rasch zu einem Klassiker. Craig Schwartz, deprimiert von einem aussichtslosen Job und einer langweiligen Ehe, ändert sein Leben, als er ein Portal in die Gedankenwelt des Schauspielers John Malkovich entdeckt. Der Film steigert seinen wirklich originellen Humor, als immer mehr Menschen von dem Portal erfahren. Ein verblüffendes, unvergessliches Meisterwerk, das Fragen der Identität und der Berühmtheit erforscht und dabei den Spaß nicht zu kurz kommen lässt! Von Working Title Films.
Die böse Hexe Azkadellia hält D.G. in ihrem Schloss gefangen, um von ihr das Versteck des magischen Smaragds zu erfahren. Kurz vor seinem Tode erteilt der Mystic Man D.G. einen letzten Ratschlag. Mithilfe des wandlungsfähigen Tutors kann D.G. der Hexe entkommen und macht sich mit ihren Freunden auf den Weg, um den Anweisungen des Mystic Man zu folgen.
Pat Pitsenbarger, Coiffeur im Ruhestand, fristet sein Dasein in der Enge eines Pflegeheims in der Kleinstadt Sandusky, Ohio. Als er erfährt, dass die verstorbene Rita Parker Sloan im Testament verfügt hat, ihn für ihre letzte Frisur zu engagieren, knurrt er: "Begrabt sie schlecht frisiert". Doch die Verlockung von Freiheit und der Möglichkeit, eine alte Rechnung zu begleichen, ist zu stark, um dem Angebot zu widerstehen. So begibt sich Pat auf einen epischen Trip zur Wiederentdeckung seiner selbst - und sieht dabei umwerfend aus. Als schwuler Friseur liefert Udo Kier die Performance seines Lebens. Der deutsche Kultstar tauscht sein Bösewicht-Image gegen Seidenschals, lindgrüne Hosenanzüge und freche Sprüche ein und bildet mit seiner Präsenz den Anker des mehrfach ausgezeichneten Films. "Swan Song" ist bittersüß, witzig und bis in die Nebenrollen erstklassig besetzt: Pats Friseur-Rivalin Dee Dee Dale wird von Jennifer Coolidge gespielt, die für ihre Darstellung in der Serie "The White Lotus" einen Golden Globe erhielt.
Allan war alles, was junge Männer sein wollen: sportlich, erfolgreich und mit einer tollen Frau liiert. Doch nachdem ihn beim Joggen ein LKW angefahren hat, sitzt er nun vom Hals abwärts gelähmt im Rollstuhl. Seine Freundin verlässt ihn und sein Vater stellt ihm eine herrische Krankenschwester als Hilfe zur Seite. Doch damit ist jetzt Schluss, denn Allan schafft sich auf Anraten seines Freundes Geoffrey, einem Wissenschaftler, ein im Labor gezüchtetes, überaus intelligentes und trainiertes Äffchen an, das ihm im Alltag behilflich sein soll. Dass Ella vorher von Geoffrey mit menschlichen Gehirnzellen behandelt wurde, um ihre Intelligenz zu steigern, weiß Allan dabei jedoch nicht. Bald schon sind Allan und Ella untrennbar und Allan merkt, dass der Affe in der Lage ist, seine Gedanken zu lesen, eine telepathische Verbindung zu ihm aufzubauen. Durch sie kann er das Haus verlassen, durch ihren Körper die Welt spüren, kann durch ihre Augen sehen. Doch dann beginnt Ella seine aggressiven Fantasien in die Tat umzusetzen: sie bringt seine Mutter, seine Ex-Freundin und deren Liebhaber, sowie Geoffrey um. Als sie sich dann auch gegen Allan wendet, muss er reagieren und das menschen-geschaffene Monster vernichten.
Im Jahr 1986 befindet sich Südkorea im Griff einer umbarmherzigen Militärdiktatur, die auch das gesellschaftliche Leben ganz unter ihrer Kontrolle hat. Die Welt der Kommissare Park Doo-Man und Seo Tae-yoon wird zusätzlich durch ein grauenhaftes Verbrechen aus der Bahn geworfen: Sie gehen in einem kleinen Dorf nahe Seoul dem Fall einer toten Frau nach, um festzustellen, dass es sich um die Tat eines Serienmörders handelt. Der Täter geht mit erschreckender Geschicklichkeit vorgeht und scheint ausschließlich weiblichen Opfern nachzustellen. Bei ihren Nachforschungen geraten Park und Seo immer tiefer in ein Netz aus Verbrechen und Geheimnissen. Sie sind einer Mordserie auf der Spur, die ihre Welt und ihren Glauben an das Menschsein bis aufs Tiefste erschüttern wird. Von 1986 bis 1991 wurde die südkoreanisch Stadt Hwaseong zur Kulisse einer Mordserie: Zehn Frauen wurden auf brutale Weise vergewaltigt und anschließend erwürgt. Da nach koreanischem Recht ein Mord nach fünfzehn Jahren verjährt, ist der unbekannte Täter mittlerweile juristisch nicht mehr zu belangen. Aus den Ereignissen schuf Bong John-ho, der bereits mit seinem 2000er Regiedebüt "Barking Dogs Never Bite" internationale Anerkennung gewinnen konnte, seinen schwer zu fassenden Genremix "Memories Of Murder".
Goldene Palme, Cannes 1 Europäischer Filmpreis Daniel Blake ist ein geradliniger Durchschnittsengländer, der seine Steuern zahlt und das Leben so nimmt, wie es kommt. Doch eines Tages macht ihm seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung, und er ist auf staatliche Hilfe angewiesen. Auf dem Amt kreuzt sich sein Weg mit der alleinerziehenden Mutter Katie und ihren beiden Kindern. Sie raufen sich zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammen und erfahren neben den ständigen Seitenhieben der Behörden auch viel Solidarität - von ehemaligen Kollegen, von ehrenamtlichen Helfern der Tafel, sogar von Daniels schrägem Nachbar. Doch die bürokratischen Klippen des sogenannten Sozialstaates sind tückisch. Da wird Ohnmacht zur Wut - und so leicht geben Daniel und Katie ihre Träume und Hoffnungen nicht auf. Mit "Riff Raff" brachte er schon früh das Kinopublikum zum Weinen, in "Angels Share - Ein Schluck für die Engel" gab er sich rau und authentisch, mit "The Wind that Shakes the Barley" setzte er irischen Landarbeitern ein Denkmal und gewann 2006 in Cannes damit die Goldenen Palme. Bis heute hat er nichts von seiner Präzision, seinem Engagement und seiner Lust am Filmemachen eingebüßt! Auch mit 80 Jahren wird Meisterregisseur Ken Loach nicht müde, sich in seinen kurzweiligen Spielfilmen für die Rechte der Underdogs zu engagieren und sich dabei immer ganz nah an den realen Umständen zu orientieren. Lakonisch und mit einer Prise Humor nimmt er in seinen neuen Film ICH, DANIEL BLAKE den Sozialstaat ins Visier. Dafür wurde er in Cannes mit der Goldenen Palme für den Besten Film und in Locarno und San Sebastian mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Unaufgeregt und hochemotional erzählt er von den Ungerechtigkeiten im System - nicht nur in Großbritannien, sondern überall in Europa.