20:15
Schwarzer Rauch zieht über die Ostsee nach Travemünde. Für Seenotretterin Leonie Hintze (18) ist klar: "Hier geht es um Leben oder Tod!" Die Crew rückt sofort aus, der Skipper des brennenden Boots rettet sich per Sprung über Bord ins Wasser.
20:45
Ein Segelboot ist bei Windstärke 5 Beaufort und bis zu drei Meter hohen Wellen in Not geraten. An Bord befindet sich ein Segler mit einer Kopfverletzung, die dringend medizinische Versorgung erfordert. Doch die Zeit drängt, denn mit der voranschreitenden Ebbe droht das Boot auf Grund zu laufen oder gar zu kentern. Der 3. Vormann Ingo Peters manövriert die "EUGEN" durch den starken Seegang, während weitere Seenotrettungseinheiten der DGzRS unterwegs sind. Die Anfahrt ist ein Kampf gegen Wind, Wellen und die Strömung. Gelingt es der Crew, die Segler rechtzeitig zu erreichen? Peters weiß: Die Nordsee verzeiht keine Fehler. Auch die Freiwilligen-Station der DGzRS in Travemünde steht vor einem besonderen Auftrag: Havarist mit festsitzendem Anker. Eine Rettungsmission der speziellen Art, denn vor Ort wird klar: Bei diesem Problem hilft nur Muskelkraft. In voller Montur und bei 30 Grad und Sonnenschein kommt die Travemünder Crew mächtig ins Schwitzen. "Eigentlich nicht unsere Kernaufgabe - aber wir machen's ja doch!", sagt Bootsführer Jens Liermann und lächelt.
21:15
Ein alter Kutter meldet Wassereinbruch, doch dann bricht die Funkverbindung ab: Das ist nie ein gutes Zeichen ..., weiß Ingo Peters, der 3. Vormann des Seenotrettungskreuzers "EUGEN" der Station Norderney der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Rund 25 Minuten braucht die Mannschaft ins Einsatzgebiet. Dort wird schnell klar: Dieser Einsatz wird anders verlaufen als ursprünglich geplant. Die Pumpe muss rüber und bei heftigem Seegang auch noch ein Stromkabel. Alarm für die Freiwilligen-Station Schilksee der DGzRS: Ein erschöpfter Surfer treibt in der Eckernförder Bucht abseits der Küste. Er kann aus eigener Kraft nicht mehr auf sein defektes Board steigen. Sofort starten der 28-jährige Vormann Marek Jacobsen und seine Crew mit dem Seenotrettungsboot "JÜRGEN HORST" Richtung Havarist. Die Retter benötigen selbst mit ihrem schnellen Spezialschiff rund 20 Minuten, um den Surfer zu erreichen; Zeit, in der Wind, Kälte und Strömung zum ernsten Risiko werden.
21:45
Sonntagsspiele Fußball Bundesliga, 31. Spieltag - VfB Stuttgart - Werder Bremen - Borussia Dortmund - SC Freiburg
22:10
Quizmaster Jörg Bombach begrüßt vier hessische Kandidaten, die ihr Wissen rund ums Hessenland unter Beweis stellen müssen. Die Fragekategorien sind hessische Politik, Wirtschaft, Klatsch und Leute, Geschichte und vor allem Mundart. Zu gewinnen gibt es eine Traumreise in ferne Länder.
22:55
Comedy-Quiz rund um Menschenkenntnis präsentiert von Roberto Cappelluti strassenstars: Serhan (Bischofsheim), Mecki (Göttingen), Daniela (Ober-Mörlen)
23:25
Comedy-Quiz rund um Menschenkenntnis zum Mitraten mit Roberto Cappelluti strassenstars: Olaf (Marburg), Maria (Fulda), Claudia (Frankfurt)
23:55
Muttersein ist das Natürlichste auf der Welt. So scheint es. Doch die Ansprüche an Frauen mit Kindern sind oft überladen und widersprüchlich. Auf Glücksversprechen folgen Benachteiligung, Überforderung und Schuldgefühle. Ist das Mutterbild zu einem künstlich glorifizierten Ideal geworden, das mit der "Natur der Frau" legitimiert wird? Wir leben in einer Zeit, in der drei Menschen von sich behaupten könnten, die Mutter desselben Kindes zu sein: Eizellspenderinnen geben ihre Gene zur Zeugung von Kindern, Leihmütter tragen Babys aus, die sie unmittelbar nach der Geburt abgeben und auch Männer ziehen Kinder groß - ganz ohne Frau an ihrer Seite. Die Berliner Regisseurin Antonia Hungerland stellt in (M)OTHER die Frage: Was macht einen Menschen überhaupt zu einer richtigen Mutter? Als Ausgangspunkt wählt Hungerland sich selbst. Wenn sie und ihre Frau sich entschlössen, ein Kind zu bekommen, wer wäre in ihrer Beziehung dann die Mutter? In einem persönlichen und kaleidoskopartigen Gedankenspiel begegnet sie in dem in Deutschland und Kanada gedrehten Dokumentarfilm unterschiedlichsten Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen, denen jedoch allen gemeinsam ist, nicht dem klassischen Mutterbild zu entsprechen. Auf einer poetisch dokumentarischen Entdeckungsreise trifft die Regisseurin unter anderem eine alleinerziehende Mutter, die sich selbst als Rabenmutter bezeichnet, weil ihre Kinder, nach dem Aus ihrer Ehe, bei ihrem Ex-Mann aufgewachsen sind, Hungerland spricht mit Leihmüttern und einer Eizellspenderin über Schwangerschaften, Verträge und Familie und sie portraitiert gleichgeschlechtliche Eltern in Deutschland und Kanada.