20:15
Das Leben von Wolfgang Stumph ist und bleibt seit Jahrzehnten rastlos und voller Arbeitswut. Im Porträt radelt der Kabarettist und Schauspieler durch sein geliebtes Dresden und Berlin zu wichtigen Orten seines künstlerischen Schaffens wie Semperoper, Frauenkirche, Reichstag oder entlang des Elbufers. Mit all diesen Orten verknüpfen sich künstlerische Projekte, die bei Wolfgang Stumph immer einen biografischen, recht privaten Bezug haben. Eine ostdeutsche Lebensgeschichte, die vom Kampf bestimmt ist: vom Flüchtlingskind zum Volksschauspieler. Zeitlebens ein Einzelkämpfer um Anerkennung, Liebe und die Verwirklichung seines Traums: einem gleichberechtigten Miteinander von Ost und West in einem gemeinsamen Land. Die Dokumentation ist ein bewegendes, humorvolles und tief menschliches Porträt über einen der prägendsten ostdeutschen Künstler - und über einen Mann, der nie aufgehört hat, zu kämpfen, zu träumen und an die verbindende Kraft seiner Geschichten zu glauben.
21:45
Letzter Spieltag 2. Liga: - SV 07 Elversberg - Preußen Münster - 1. FC Magdeburg - 1. FC Kaiserslautern - Karlsruher SC - VfL Bochum - Hannover 96 - 1. FC Nürnberg - SV Darmstadt 98 - SC Paderborn 07 - SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf - FC Schalke 04 - Eintracht Braunschweig - Arminia Bielefeld - Hertha BSC Berlin - Dynamo Dresden - Holstein Kiel
22:10
Quizmaster Jörg Bombach begrüßt vier hessische Kandidaten, die ihr Wissen rund ums Hessenland unter Beweis stellen müssen. Die Fragekategorien sind hessische Politik, Wirtschaft, Klatsch und Leute, Geschichte und vor allem Mundart. Zu gewinnen gibt es eine Traumreise in ferne Länder.
22:55
Comedy-Quiz rund um Menschenkenntnis präsentiert von Roberto Cappelluti strassenstars: Regi (Wiesbaden), Kristina (Frankfurt), Tristan (Darmstadt)
23:25
Comedy-Quiz rund um Menschenkenntnis zum Mitraten mit Roberto Cappelluti strassenstars: Seppl (Neckarsteinach), Anke (Kaufungen), Norbert (Solms)
23:55
"Eine Hausfrau legt im Durchschnitt täglich neun Kilometer zurück; in 40 Jahren geht eine Hausfrau mehr als drei Mal rund um die Erde!", das rechnete ein Werbespot aus den 50er Jahren nach. In der zweiteiligen Dokumentation "Das Glück der Hausfrau" erzählen wundervolle Frauen aus ihrer ganz persönlichen Perspektive von den Höhen und Tiefen des Hausfrauendaseins. Von der großen Wäsche, die anfänglich mühsam im befeuerten Kupferkessel gekocht und mit bloßen Händen ausgewrungen werden musste, ehe die ersten Maschinen Erleichterung brachten. Von ihren ersten Kochversuchen im frischgegründeten Hausstand, deren Folge Nudelbrei, verbrannte Koteletts oder versalzener Apfelkuchen waren. Von Prüderie und nicht erfolgter Aufklärung, die zum Rätsel um die Ursache der Schwangerschaft führte: Ob die Kinder aus dem Bauchnabel oder vom Küssen kommen? Die Frauen sind in den 40er und 50er Jahren geboren, Familie gründeten sie in den 60er und 70er Jahren. Mit ihren Stimmen stehen sie für eine ganze Generation. Die mussten sich nicht nur am Ideal der perfekten Hausfrau abarbeiten, sondern auch an der rauen Wirklichkeit. Es war eine Frau, die bereits 1949 die Gleichberechtigung von Mann und Frau in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland schreiben ließ, doch im Alltag - vor allem im Westen Deutschlands - war für diese Frauen die Gleichberechtigung noch weit entfernt. Die Mutterschaft wurde als größtes Glück der Weiblichkeit gepriesen, zugebilligt wurden dem Weib die Wirkungsstätten Heim und Herd. Einher ging damit, dass ihr zumindest die Werbeindustrie gerne die Intelligenz absprach. So hieß es in der Reklame einer Firma für Backzutaten aus den 50ern: "Eine Frau kennt zwei Lebensfragen: Was ziehe ich an? Und was koche ich heute?" Das Gesetz erlaubte es dem Ehemann, seiner Angetrauten das Arbeiten zu verbieten; das Gesetz regelte ebenfalls, dass sie ihm jederzeit sexuell zur Verfügung stehen musste. In der DDR hingegen war die Gleichheit von Frau und Mann selbstverständlich. Frauen arbeiteten und verdienten ebenso viel wie Männer auf der gleichen Position. Doch wer erledigte nach getaner Arbeit den Haushalt? Wer kochte und putzte? Oft waren es die Frauen, die dann in zweiter Schicht den Haushalt schmissen. Schonungslos ehrlich und oft mit ironischer Distanz reflektieren die Frauen ihre jeweils ganz eigene, ideale Vorstellung von der Liebe, von der Ehe, von Familie und Status und wie sie dann die Wirklichkeit ihres Alltags als Hausfrau im Heim und am Herd einholte. Die einfühlsame zweiteilige Dokumentation der preisgekrönten Autorin Simone Jung räumt eindrucksvoll auf mit der Mär, "Nur-Hausfrau" sei bestenfalls ein Teilzeitjob.