22:00
Der Obdachlose Mike hat genug Geld gesammelt, um Frankfurt endlich verlassen zu können. Er möchte bei seiner Schwester einen Entzug machen. Wird er es schaffen, von der Stadt und den Drogen loszukommen? Für Maria hat sich die Stadt sehr verändert: Vor allem ist sie entsetzt darüber, wie dreckig die Stadt geworden ist. Sie ist u.a. auch wieder nach Frankfurt zurückgekommen, weil sie das Kulturangebot so schätzt. Jetzt geht sie wieder in die Oper, weil sie sich hier ein Stück weit zu Hause fühlt. Zakaria ist aus Marokko gekommen, um bei der Frankfurter Müllabfuhr eine Ausbildung zu machen. Um bleiben zu dürfen, muss er mehrere Prüfungen bestehen, zum Beispiel den LKW-Führerschein. Er vermisst seine Familie und Freunde und versucht, Anschluss in der neuen Heimat zu finden.
22:30
Der russische Cyberangriff auf einen Satelliten in der Ukraine zu Beginn des Krieges hat gezeigt, wie sehr wir auf den Weltraum angewiesen und gleichzeitig, wie verwundbar wir sind. Als der Kommunikationssatellit in der Ukraine ausfiel, waren die Folgen auch in Deutschland und Frankreich zu spüren: Deutsche Windräder standen still und das Internet französischer Kunden war gestört. Satelliten steuern unseren Alltag. Werden sie zum Ziel eines Angriffs, bricht Chaos aus: keine Kommunikation, keine Navigation, kein Datentransfer. Nichts geht mehr. Der Krieg zeigt, wie abhängig sich Europa von anderen Staaten wie Russland, China und Amerika im Weltraum gemacht hat.
23:15
Salwa Houmsi trifft Menschen, die in den letzten 70 Jahren nach Deutschland kamen. Sie erzählen ihre Geschichte von Deutschland Ost und West als zweiter Heimat, von ihren Hoffnungen und Enttäuschungen. Sie tauschen sich aus über Wut, Heimat und die Frage, was Deutschsein für sie bedeutet. Was "Einwanderungsland" in Wahrheit heißt, wo Rassismus salonfähig war und ist und ob sie sich anders heimisch fühlen, als ihre Großeltern, die ersten Einwanderer. Salwa Houmsi, ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis, geht der Frage nach, was man aus den Etappen der Vergangenheit mitnehmen kann und ob und unter welchen Voraussetzungen Deutschland in Zukunft mit Stolz sagen kann: "Wir sind ein Einwanderungsland und das ist auch gut so!" Es wird eine bunte, generationenübergreifende, emotionale Reise durch die Jahrzehnte.