21:00
Gaby Nadler hat den Münchner Spitzenkoch Ali Güngörmüs in ihr Zuhause nach Guxhagen eingeladen, um ihn mit einem Hirschrückenbraten mit Kartoffelbaumkuchen, grünem Spargel und Preiselbeerjus zu begeistern. Sie liebt Hunde über alles und ist leidenschaftliche Hobbyköchin. Die ausgebildete Trainerin für Diabetikerwarnhunde sieht sogar eine Verbindung zwischen beiden Leidenschaften: "Es kommt beim Hundetraining und auch beim Kochen immer auf das perfekte Timing an, sonst klappt's nicht!" Bei Familie Nadler kommt fast ausschließlich Selbsterlegtes auf den Tisch, denn Gaby und ihr Mann Matthias haben ein eigenes Jagdrevier im naheliegenden Söhrewald. "Da weiß man einfach, woher das Fleisch kommt" sagt Gaby. Mal sehen, ob der Gourmetkoch es schafft, mit den gleichen Zutaten, ein ganz "anderes", neues Gericht zu erfinden, das auch den von Gaby verwöhnten Mann Matthias überzeugen kann. Eingekauft wird dafür auf dem idyllischen "Bartenwetzer Wochenmarkt" rund um das historische Rathaus in Melsungen.
21:45
Was ist los in Hessen? Die Sendung berichtet in informativen Beiträgen über das aktuelle Tagesgeschehen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport.
22:00
Es gilt als Europas größtes Hippiefestival und ist sogar ein Jahr älter als das legendäre Woodstock: das Herzberg-Festival. Rund 10.000 Menschen pilgern jedes Jahr in den 580-Seelen Ort nach Breitenbach am Herzberg für Live-Konzerte, Yoga-Kurse und Folklore-Märkte. Die Veranstalter werben für ein friedliches Miteinander, bei dem Alter, Herkunft oder Status keine Rolle spielen sollen. Ist "Love & Peace" bloß Nostalgie oder eine Haltung, die vielen Menschen gerade in Zeiten von Krisen und Krieg Orientierung geben kann? Wie viel echtes Hippie-Leben steckt wirklich dahinter? Für "7 Tage" taucht Reporterin Isabell Kramer ein in diese bunte Parallelwelt. Was zieht die Menschen mitten aufs Feld, unter Gleichgesinnte? Ist das Herzberg-Festival noch ein Sehnsuchtsort für echte Hippies oder längst ein kommerzieller Selbstläufer? Isabell macht mit, wohnt wie die anderen Hippies im Camper, hört Geschichten von Idealisten, Freigeistern und Familien. Und sie sucht nach Antworten - zwischen Räucherstäbchen und Rockmusik.
22:30
In der Ukraine gibt es durch den russischen Angriffskrieg mittlerweile Zehntausende von Amputationsverletzten, vor allem unter Soldaten. Das stellt die ukrainische Gesellschaft vor riesige Probleme. "Unser Land ist nicht auf Menschen wie uns vorbereitet", sagt Vitalii Saiko-Kazakow, der selbst an der Front schwer verwundet wurde. Um dazu beizutragen, dass möglichst viele der schwerverletzten Menschen wieder in ein normales Leben zurückkehren können, hat sich "Life Bridge Ukraine", eine Berliner Hilfsorganisation, ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie will nicht nur Soldaten mit Prothesen versorgen, sondern gleichzeitig auch junge ukrainische Trainees ausbilden, damit dank ihrer Mitarbeit auch in Kiew ein modernes Prothesenzentrum betrieben werden kann. Eine gewaltige Kraftanstrengung, für alle Beteiligten. Alles, was für dieses Projekt nötig ist, wird Janine von Wolfersdorff, die Gründerin der Hilfsorganisation, über Monate organisieren, wird mit Behörden verhandeln, Spenden einwerben und sich persönlich um die verletzten Soldaten kümmern. Die Story begleitet die Patienten Vitalii und Zhenya von der ersten Woche ihrer Behandlung in Berlin bis zu ihrer Rückkehr in die Ukraine; sie beobachtet, mit wie vielen Schwierigkeiten die jungen Männer auch jenseits der medizinischen Versorgung zu kämpfen haben. Und schließlich dokumentiert der Film der Eröffnung der Prothesenwerkstatt in Kiew im Herbst 2025. Nach zehn Monaten Bauzeit sind aus einer "Müllhalde" im Keller des "Krankenhauses No.12" topmoderne Arbeitsräume geworden. Ein mittleres Wunder - und ein großes Stück Hoffnung für ein versehrtes Land
23:15
ArcelorMittal, der zweitgrößte Stahlkonzern der Welt, betreibt ein Werk in Hamburg, mit dem das Unternehmen Geschichte schreiben will. Es soll das erste Stahlwerk werden, das "grünen", also nahezu CO2-neutralen Stahl mithilfe von Wasserstoff herstellt. In dieser Langzeitbeobachtung begleitet die Doku den CEO des Hamburger Stahlwerks, Uwe Braun, über drei Jahre hinweg auf dieser Mission mit der Kamera. Der Chef des Hamburger Stahlwerks, Uwe Braun, ist überzeugt: Der Übergang zu grünem Stahl wird die nächste industrielle Revolution einläuten. Denn die Stahlindustrie ist eine der CO2-intensivsten überhaupt. Ohne eine erfolgreiche Transformation der Stahlindustrie sind die deutschen und europäischen Klimaziele nicht zu halten. "Herr Braun und der grüne Stahl" ist mehr als ein Film über ein Stahlwerk; es ist ein Film über die unsichere Zukunft einer Schlüsselindustrie in Deutschland. Ein Film über die Transformation der deutschen Schwerindustrie, ohne die der Kampf gegen die Erderwärmung nicht zu gewinnen ist.