22:30
Was eine junge Dame, die in einem Büro angestellt werden will, können muss, darüber wüsste Direktor Hesselbach viel zu sagen, wenn nicht gerade ein gewisses Fräulein Pinella dabei im Spiel wäre. Fräulein Pinella ist dem Herrn Direktor von Frau Hesselbach empfohlen worden, weil sie einer Kaffeekränzchen-Bekannten einen Gefallen tun will. Zuerst ist Direktor Hesselbach entrüstet über die Zumutung seiner besseren Hälfte, er ändert aber seine Meinung auf den ersten Blick, als Fräulein Pinella ins Chefzimmer hereinschneit. Sie kann weder Maschine schreiben noch stenografieren, auch hat sie keine Ahnung von Buchhaltung, besitzt dafür aber das gewisse Etwas, wogegen auch ein Direktor Hesselbach nicht gefeit ist. Selbstverständlich wird Fräulein Pinella angestellt, und damit beginnt ein Techtelmechtel, das den Herrn Direktor bei den Angestellten sonst so stört.
23:20
Nach drei Jahren Gefängnis wird Reinhold Bader vorzeitig entlassen - zur Bewährung. Seinen Start in die Freiheit beginnt er mit unverkennbar baderschem Temperament: Nach wenigen Stunden fischt ihn die Polizei aus den Trümmern einer völlig demolierten Kneipe, in der er mit seinem ehemaligen Bandenchef ein "Gespräch" hatte. Kommissar Freytag nimmt sich seiner an.
23:40
Der fünfjährige Stephan Dunker ist verschwunden. Zeugen wollen ihn und seine Mutter, die von ihrem Mann getrennt lebt, in einem blauen Pkw gesehen haben. Autobahn und Grenzübergänge stehen ab sofort unter besonderer Kontrolle. Überraschenderweise meldet sich der vermutliche Entführer aber per Telefon. Gleich darauf findet sich in Dunkers Garten ein Paket mit Stephans Hemd und der schriftlichen Aufforderung, 20.000 Mark als Lösegeld bereit zu halten. Kommissar Freytag hat zwischen Erpressung und Entführung zu entscheiden, denn der Verdacht liegt nahe, dass sich ein Erpresser den Vorfall zunutze macht.