22:00
Die Schülerin Jessi (18) hat ein Date - nicht in der Disco, sondern sie macht sich auf in den nahe gelegenen Wald am Stadtrand. Kurze Zeit später ist sie tot. Zunächst trifft sie ein Carbon-Pfeil in den Oberschenkel, dann ein Messerstich mitten ins Herz. Als ein Jogger die Leiche am nächsten Tag findet, weist sie unter anderem Bißspuren auf und hat einen Zweig im Mund. Das saarländische Ermittlerteam um die Hauptkommissare Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk (Daniel Sträßer) steht vor einem Rätsel, denn der Zweig im Mund weist auf einen alten Jägerbrauch hin. Handelt es sich um ein Ritualverbrechen? Zunächst ermitteln die Kommissare im schulischen Umfeld des Opfers, befragen Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitschülerinnen und Mitschüler. Denn aus Jessis Tagebuch geht hervor: Sie hatte eine heimliche Liebe. Auf der anderen Seite: Auch verschmähte Liebhaber gab es reichlich. Und plötzlich erscheint dann auch noch Adams Vater auf der Bildfläche: Robert Schürk, der gegen Ende der ersten Folge ("Das fleißige Lieschen") aus einem 15-jährigen Koma erwacht war, behauptet zu wissen, wer der Täter ist. Unterdessen führt eine weitere Spur die Hauptkommissarinnen Esther Baumann (Brigitte Urhausen) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer) nach Frankreich. Gemeinsam kommt das Team einer Lösung näher.
23:30
Woran starben die drei Babys von Natalja M.? Über Jahre hinweg beschäftigen sich Polizei und Staatsanwaltschaft in Mittelhessen mit dieser Frage. Dreimal wird Natalja M. Mutter und immer wieder sterben die Kinder im Alter von wenigen Wochen. "Plötzlicher Kindstod" lautet die Erstdiagnose in allen Fällen. Auch die Obduktionen ergeben zunächst keine auffälligen Befunde. Doch der Gießener Rechtsmediziner Reinhard Dettmeyer bleibt hartnäckig: Drei solcher Unglücke in ein und derselben Familie? Das ist statistisch nahezu ausgeschlossen. Plötzlich steht die unfassbare Frage im Raum: Hat die Mutter Natalja M. ihre drei Kinder umgebracht? Und wenn ja, warum? War sie allein, gab es Mittäter? Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft beginnen mit ihren Ermittlungen. Da es keine Beweise gibt und auch keine Zeugen, brauchen die Ermittler ein Geständnis. Doch die Eltern schweigen. Sie scheinen noch immer geschockt und in Trauer versunken zu sein. Am 7. September 2011 werden die Eltern zu einer letzten Zeugenbefragung in die Polizeidirektion Limburg-Weilburg geladen. Für die Kriminalbeamten die letzte Chance, doch noch die Wahrheit herauszufinden.