18:30
Boulevard, News und Lifestyle am Sonntag
19:00
Hessen hautnah erleben: In der wöchentlichen Erlebnis-Reportage schaut "herkules" hinter die Kulissen besonderer Orte und trifft Menschen mit spannenden Geschichten in der Heimatregion Nord- und Osthessen. Auf der Entdeckungsreise scheuen die Moderatoren keine Herausforderung: ob als Baumläufer in gefährlicher Höhe, als Kuhfriseur, als Vorkoster von Ahle-Wurscht-Schokolade oder Skispringer für einen Tag. "herkules" - ein Herz für die Heimat.
19:30
Was ist los in Hessen? Die Sendung berichtet in informativen Beiträgen über das aktuelle Tagesgeschehen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport.
19:58
Regenschirm oder Sonnencreme? Die Wetterexperten des Hessischen Rundfunks präsentieren anhand übersichtlicher Grafiken die Prognosen und Trends für die kommenden Tage.
20:00
Als eine der ältesten noch bestehenden Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen wird das Magazin bereits seit Dezember 1952 ausgestrahlt. Berichtet wird über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland.
20:15
Schottland ist mehr als seine Klischees, mehr als Dudelsack und Kilts mit Karomuster: In den Bergen pfeifen eisige Schneestürme über Hochebenen, die an die Tundra erinnern. Im Westen lässt der warme Golfstrom dichten gemäßigten Regenwald wachsen, der eine erstaunliche Artenfülle aufweist. Vor der Küste erstrecken sich bunte Korallenriffe und im nährstoffreichen Meer fressen sich im Sommer riesige Haie satt. So wild, so grün und urwüchsig der Norden Schottlands erscheinen mag, seit Jahrhunderten wurden große Teile des Landes vom Menschen umgestaltet. Doch in Schottland hat ein Umdenken eingesetzt. Der aufwendige Zweiteiler "Schottlands neue Wildnis" präsentiert diese Kehrtwende in spektakulären Bildern und dramatischen Geschichten, gedreht mit modernsten Zeitraffer-, Zeitlupen-, Drohnen- und Unterwasserkamerasystemen und produziert vom preisgekrönten Filmemacher Nigel Pope. Der erste Teil zeigt "Das Comeback der Highlands": Schottland wie aus dem Bilderbuch, voller grüner Hügel und idyllischer Täler, dunkler Seen und einsamer Moore. Wer weiß schon, dass hier Großbritanniens einzige freilebende Rentierherde durch den Cairngorms Nationalpark zieht? Vor Jahrzehnten wurden diese nordischen Hirsche, die vor über 800 Jahren auf der Insel ausgerottet wurden, wieder angesiedelt. Auch der Fischadler jagt wieder in den Lochs, den schottischen Seen, nach Beute: Von Skandinavien aus ist der Greifvogel von selbst nach Schottland zurückgekehrt, obwohl die Art ausgerottet war. Das sind nur zwei Beispiele für erfolgreichen Naturschutz und die neue Wildnis, die in Schottland entsteht. Auch der Baummarder, der durch Jagd und Entwaldung selten geworden war, vermehrt sich wieder. Vielleicht trägt dieses wendige Raubtier dazu bei, dass das Rote Eichhörnchen im Norden der Britischen Insel noch eine Chance hat. Andernorts wird es vom aus Amerika stammenden Grauen Eichhörnchen verdrängt. In Schottland sind die Invasoren beliebte Beute des Baummarders.
21:00
Der zweite Teil "Von den Inseln in die Lowlands" zeigt Schottland als Land der Kontraste: Vor den Küsten liegen über 800 Inseln. Auf den Monach Islands, einer Inselgruppe der Äußeren Hebriden im Nordwesten Schottlands, ruhen sich jeden Herbst Kegelrobben in zerfallenden Ruinen verlassener Siedlungen aus. An den Stränden gebären rund 10.000 von ihnen ihren Nachwuchs, eine der größten Kolonien von Kegelrobben weltweit. Die Vogelfelsen auf den Shiant Islands beherbergen eine der wichtigsten Seevogelkolonien Europas, in der neben Trottellummen und Tordalken Zehntausende der bunten Papageientaucher brüten. Das Seevogelparadies war durch eingeschleppte Ratten bedroht, doch gelang es, sie auszurotten. Vor den Shetlandinseln tummelt sich eine große Population von Fischottern im Meer. Und von den Hebriden aus konnte der einst in Großbritannien ausgerottete Seeadler sich wieder ausbreiten, denn hier wurden Adlerküken aus Norwegen ausgewildert. Heute sind die Adler eine wichtige Attraktion für Naturfreunde aus aller Welt und wirtschaftlich für die abgelegenen Inseln wichtig. Genau das zeigt dieser zweite Teil der Naturdokumentation: Renaturierung bringt klare Vorteile, auch wirtschaftliche. Gleichzeitig profitiert die Natur vom Menschen: Auf der Inselgruppe Uist sind durch jahrhundertelange schonende Bewirtschaftung bunte blumenreiche Dünenweiden entstanden. Lebensraum für viele Vögel, darunter der seltene Wachtelkönig. Selbst in den bevölkerungsreichen Lowlands im Süden, die geprägt sind von fruchtbaren Ackerflächen und durchzogen von einer Vielzahl von Flüssen, gibt es positive Beispiele: Der Biber war wegen seines feinen Pelzes ausgerottet, jetzt leben wieder über 1000 Tiere in Schottland. Als Landschaftsarchitekten schaffen die großen Nagetiere Lebensraum für viele andere Arten und sorgen für natürlichen Hochwasserschutz
21:45
Sonntagsspiele Fußball Bundesliga, 29. Spieltag 1. FC Köln - Werder Bremen VfB Stuttgart - Hamburger SV FSV Mainz 05 - SC Freiburg
22:10
Quizmaster Jörg Bombach begrüßt vier hessische Kandidaten, die ihr Wissen rund ums Hessenland unter Beweis stellen müssen. Die Fragekategorien sind hessische Politik, Wirtschaft, Klatsch und Leute, Geschichte und vor allem Mundart. Zu gewinnen gibt es eine Traumreise in ferne Länder.
22:55
Comedy-Quiz rund um Menschenkenntnis präsentiert von Roberto Cappelluti strassenstars: Jochen (Weiterstadt), Sandra (Lohra), Tim (Dortmund)
23:25
Comedy-Quiz rund um Menschenkenntnis zum Mitraten mit Roberto Cappelluti strassenstars: Marc (Kassel), Christa (Dieburg), Carsten (Frankenberg)
23:55
In der Dokumentation begibt sich Schauspielerin Susan Sideropoulos auf eine spannende und unterhaltsame Reise durch 1.700 Jahre deutsch-jüdische Geschichte und auf die Spuren ihrer eigenen Vorfahren. Immer mit Blick auf die Gegenwart erzählt sie vom Köln zu Römischer Zeit, von den mittelalterlichen "SchUM"-Städten Speyer, Worms und Mainz, vom Frankfurt der frühen Neuzeit sowie von Leipzig, Hamburg, München oder Berlin. Dabei stehen nicht nur historische Figuren und Ereignisse im Mittelpunkt, sondern vor allem Menschen von heute, wie die Rabbinerin Jasmin Andriani, Folk-Musiker Daniel Kahn, Filmregisseur Peter Kahane, die Literaturwissenschaftlerin und Buchhändlerin Rachel Salamander, Autorin Linda Sabier oder Gastronomin Shani Leiderman, der Publizist Josef Joffe, Historiker Julius Schoeps sowie Museumsdirektorin Miriam Wenzel. Viele wissen heute zwar von der Schoah, doch ansonsten ist weniger bekannt über Juden, ihren Alltag und ihre Rituale sowie die gemeinsame deutsch-jüdische Geschichte. Gerade in Zeiten eines wiederaufkeimenden Antisemitismus und diverser Verschwörungstheorien soll der Film zeigen, wie reich diese Geschichte trotz aller Verfolgungen und schrecklicher Ereignisse einst war, und wie wechselseitig sich Alltag, Kultur und Weltanschauung von Juden und Nichtjuden stets beeinflussten. So lernen wir jüdische Rituale und Traditionen kennen: Was bedeuten 'koscher' und 'Schabbat' heute? Was genau ist eine Mikwe? Welche Rolle spielt die Torah, und was lernt man in einer Talmudschule? Wir erfahren, dass es durchaus verschiedene religiöse Strömungen innerhalb des Judentums gibt, von liberal bis orthodox. Jüdische Kultur hat zudem auch außerhalb der Religion nicht nur das heutige jüdische Leben, sondern deutschland- und weltweit Gesellschaften beeinflusst, in Sachen Sprache, Sport und Küche, Mode und Musik. Der jüdische Humor ist ohnehin legendär. Vergangenheit und Gegenwart werden dabei miteinander verwoben, die Chronologie der Ereignisse aufgebrochen, und historische Ereignisse und Menschen begegnen denen der Gegenwart. Denn auch im modernen Judentum hat die Tradition eine große Bedeutung. Durch diese Verknüpfung entsteht ein buntes und spannendes Bild von der Kontinuität jüdisch-deutscher Geschichte. Die Dokumentation reduziert das Bild von Juden nicht auf die Opferrolle (Pogrome, Ghettoisierung, Schoah), sondern stellt Verbundenheit in den Vordergrund - mitreißend und ohne die für dieses Thema sonst typische Schwere.