22:00
Auch die Toten von Avalone wurden in das neue Dorf umgebettet. Doch in einem Grab befindet sich jemand, der dort nicht sein sollte. Nach dem Fund eines Frauenskeletts hat Chefermittlerin Noémie (Laura Smet) einen weiteren Mordfall aufzuklären. Gibt es eine Verbindung zwischen der Ermordetet und den verschwundenen Kindern? Unterdessen sieht sich Bürgermeisterin Catherine (Florence Muller) gezwungen, nun ihr Geheimnis zu lüften. Als sie sich mit ihrem Sohn Romain (Théo Costa-Marini) trifft, muss er einen schweren Schlag verarbeiten.
22:45
Eine grausige Entdeckung erschüttert die südnorwegische Stadt Larvik: Auf dem Marktplatz ragt im Morgengrauen ein Pfahl mit dem abgetrennten Kopf einer Jugendlichen aus dem dichten Nebel. Für Kommissar Wisting (Sven Nordin) und sein Team gestalten sich die Ermittlungen schwierig. Die gezielt schockierende Inszenierung und das fremdländische Aussehen des Opfers lassen rassistische Motive vermuten. Ohne Fingerabdrücke gibt es jedoch noch nicht einmal Hinweise auf die Identität des Opfers. Unerwartete Unterstützung erhält die Larviker Polizei vom FBI, das Zusammenhänge zu ähnlichen Taten in anderen Ländern sieht. Die amerikanische Agentin Maggie Griffin (Carrie-Anne Moss) soll mit Wisting erneut zusammenabreiten, um die kriminelle Ausbeutung von Asylsuchenden zu stoppen. Auch Wistings Tochter Line (Thea Green Lundberg), die ihren Job als investigative Journalistin eigentlich an den Nagel hängen will, stößt zu den Ermittlungen. Sie recherchiert über ein Heim für geflüchtete Minderjährige, aus dem eine Teenagerin (Eeman Hashmi) verschwunden ist.
23:30
Gerichtsreporterin Heike Borufka, Staatsanwalt Wilhelm Möllers und der LKA-Experte Dr. Harald Schneider erzählen, wie sie einen der grausamsten Erpresser und eiskalten Mörder Deutschlands erlebten. Am 1. Oktober 1996 entführen Rainer K. und sein Sohn Sven den jungen Frankfurter Unternehmer Jakub Fiszman, wenige Tage später wird er kaltblütig ermordet. Bei der Lösegeldübergabe kommen die Ermittler den Tätern auf die Spur. Trotz DNA-Beweisen, Faserspuren und Erpresserbrief streitet Rainer K. die Tat ab. Er bezichtigt sogar seinen Sohn, den Mord begangen zu haben. Das ist der Moment, an dem sich der Sohn aus der Abhängigkeit des Vaters löst und auspackt. Durch sein Geständnis kommt das ganze Ausmaß der Taten seines Vaters ans Tageslicht. Am Ende eines langen Prozesses wird Rainer K. 1998 zur Höchststrafe verurteilt: Lebenslang mit anschließender Sicherungsverwahrung. Sohn Sven bekommt zwölf Jahre. Wenige Jahre nach seiner Freilassung erhängt sich der Sohn in einem Wald. Vater Rainer K. sitzt noch immer in Haft. Jedes Jahr muss das Gericht neu prüfen, ob die Sicherungsverwahrung weiter nötig und Rainer K. immer noch gefährlich ist.