22:15
Hauptkommissarin Noémie Chastain (Laura Smet) und Romain Valant (Théo Costa-Marini) vernehmen Justine (Eloïse Rey), die ihren untergetauchten Vater Jean Casteran (Samuel Churin) zwar belastet - aber letztlich seine Unschuld beteuert. Romain Valant, damals zehn Jahre alt und mit den Verschwundenen befreundet, geht der Fall besonders nahe. Ein Tagebuch legt Missbrauchsbefürchtungen nahe, führt aber zu widersprüchlichen Vermutungen. Als Noémie erneut im Stausee tauchen lässt, kommt es zu einem dramatischen Zwischenfall.
23:05
Kommissar Wisting (Sven Nordin) geht die Jagd nach dem entflohenen Serienmörder Kerr (Odin Waage) an die Substanz. Weder von dem Flüchtigen, noch von seinem mysteriösen Komplizen gibt es eine Spur. Mit allen Mitteln will Wisting nun verhindern, dass auch noch Kerrs Geliebte Mona (Kjærsti Odden Skjeldal) untertaucht. Nicht nur die Erfolglosigkeit bei der Suche, sondern auch fatale Fehler bei der Flucht entwickeln sich nun zu einem Problem. Die Boulevardpresse schießt sich auf die Ermittler ein und bezieht sich auf geleakte Videoaufnahmen von dem spektakulären Ausbruch. Wistings Tochter Line (Thea Green Lundberg), die das Material gedreht hat, möchte mit der Sache nicht zu tun haben. Sie verdächtigt den Olsoer Einsatzleiter Adrian Stiller (Kyrre Hellum) die öffentliche Aufmerksamkeit gezielt zu entfachen. Der Ärger treibt die investigative Journalistin zusätzlich an. Bei ihren Recherchen macht Line eine Entdeckung, die alles in ein neues Licht rückt.
23:50
Die ARD Crime Time beleuchtet in ihrer neuen Staffel den rätselhaften Mord an Hans Plüschke, einem ehemaligen Bundesgrenzschützer, der 1998 durch einen gezielten Kopfschuss getötet wurde. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Die Vorgeschichte dieses Cold Case führt zurück in die Zeit des Kalten Krieges, als Plüschke 1962 bei einem Feuergefecht an der innerdeutschen Grenze den NVA-Hauptmann Rudi Arnstadt erschoss. Die Staffel geht der Frage nach, ob Plüschkes Tod 1998 die späte Rache eines Stasi-Netzwerks oder das Ergebnis eines Raubmordes war. Am 14. August 1962 kommt es im Fulda Gap, einer strategisch wichtigen Schwachstelle, an der die NATO einen Einmarsch des Warschauer Paktes fürchtete, zu einem Feuergefecht. Dabei erschießt der Bundesgrenzschützer Hans Plüschke den NVA-Hauptmann Rudi Arnstadt. Während der Westen den Vorfall als Notwehr einstuft, erhebt die DDR schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung, vermutet ein Mordkomplott und schwört Rache. Rudi Arnstadt wird zum Volkshelden stilisiert. Der Fall hätte fast den Dritten Weltkrieg ausgelöst. Knapp drei Jahrzehnte später fällt die Mauer. Hans Plüschkes Identität bleibt aus Sicherheitsgründen all die Jahre geheim, bis er 1997 in einem Interview mit der Hessenschau zugibt, der Schütze gewesen zu sein. Sieben Monate später, am 15. März 1998, wird Plüschke tot aufgefunden - ein Schuss durch das rechte Auge, exakt an der Stelle, an der er Arnstadt einst traf. Der Fall Hans Plüschke beleuchtet nicht nur ein tragisches Einzelschicksal, sondern auch die anhaltende Spannung zwischen Ost und West, die sich tief in das kollektive Gedächtnis der Region eingegraben hat. Die Dokumentation zeigt, wie Vergangenheit und Gegenwart in einem ungelösten Mordfall aufeinandertreffen.