11:05
Im Westen Großbritanniens gibt es einen seltenen mittelalterlichen Friedhof, eine verschwindende mesolithische Landschaft, eine geheimnisvolle eisenzeitliche Grabstätte und die Ruinen eines gotischen Meisterwerks.
12:10
Nirgendwo ist die Vielfalt an Pflanzen größer als in den Tropen. Ein Lebensraum, der geprägt ist von großer Hitze, starken Regenfällen und enormer Konkurrenz ums Licht. In Mittelamerika hat eine Baumart dabei eine besondere Strategie entwickelt _ der Balsa. Er kann pro Jahr mehrere Meter wachsen. So erreicht der Balsa als erster das lichtdurchflutete Kronendach _ doch das schnelle Wachstum hat einen Nachteil. Der Balsabaum kann keine solide Holzschicht anlegen. Und so stirbt er oft schon nach nur dreißig Jahren, während die langsamere Konkurrenz Hunderte von Jahren alt wird.
13:00
Zu den charakteristischsten Wüstenpflanzen gehören Kakteen. Eine der größten Arten ist der Saguaro, der im Südwesten Nordamerikas vorkommt. In ihrem Innern speichern sie Wasser. Um möglichst viel davon aufnehmen zu können, ist der Stamm mit flexiblen Rippen überzogen, die sich ausdehnen und zusammenziehen können. Eine weitere Kaktusart wächst auf einer abgelegenen felsigen Insel vor der Küste Mexikos. Die Kakteen haben dort einen Weg gefunden, die toxischen Anteile des Kots der dort nistenden Seevögel zu tolerieren und die ebenfalls enthaltenen Nährstoffe für ihr Wachstum zu nutzen.
13:45
Besondere Anpassungen benötigen Pflanzen dort, wo Jahreszeiten herrschen. Laubbäume werfen im Herbst ihre Blätter ab und müssen im folgenden Frühjahr neu austreiben. Sie haben Energiereserven in den Wurzeln gespeichert, die nun zu den Zweigen transportiert werden müssen, wo die Knospen entstehen. Für den nahrhaften Pflanzensaft interessieren sich auch viele Tiere. In Kanada hacken Saftlecker, Vertreter der Spechte, oft Hunderte kleiner Löcher in Ahornbäume, um an den wertvollen "Ahornsirup" zu gelangen.
14:35
Wasserpflanzen müssen mit starken Strömungen, Dunkelheit und Mangel an Nährstoffen zurechtkommen. Unter den Wasserpflanzen ist die Riesenseerose aus dem Amazonasgebiet eine Besonderheit. Ihre Blätter können einen Durchmesser von mehr als zwei Metern erreichen Eine dornenbewährte Knospe strebt durchs Wasser der Sonne entgegen Richtung Oberfläche. Dort drückt sie andere Pflanzen zur Seite. Schließlich entfaltet sich das Blatt, spießt andere Pflanzen auf oder überrollt sie und nimmt ihnen das Licht. Am Ende ist die gesamte Wasseroberfläche von Blättern der Riesenseerose bedeckt.
15:20
Pflanzen liefern den Menschen Nahrung, Luft zum Atmen oder Kleidung. Aber dieses Verhältnis ändert sich _ und damit auch die Zukunft unseres grünen Planeten. Wie sehr die Menschen von Pflanzen und ihren Bestäubern abhängen, zeigt sich unter anderem in Kalifornien, dem weltweit größten Anbaugebiet für Mandeln. Zur Blüte müssen die Bäume bestäubt werden. Doch bei der Anlage der riesigen Monokulturen wurden die einheimischen Pflanzen und Tiere weitgehend ausgerottet. Um dieses Problem zu lösen, werden Millionen von Honigbienen aus den ganzen USA herangekarrt.
16:10
Ab dem Ende der 1920er-Jahre ließen sich deutsche Aussteiger auf der zum Galapagos-Archipel gehörenden Insel Floreana nieder. Ein Experiment mit dramatischem Ende. Kein Geringerer als der Schriftsteller Georges Simenon fuhr im Januar 1935 zu den Galapagosinseln, um Licht ins Dunkel der rätselhaften Ereignisse zu bringen. Von den acht Personen, die auf der Insel lebten, wurden damals zwei seit Monaten vermisst. Zwei weitere starben unter mysteriösen Umständen. Die Überlebenden bezichtigten sich gegenseitig des Mordes. Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Auswanderer.
16:55
In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts stranden kurz hintereinander drei Schiffe auf einem Archipel am Ende der Welt. Die unwirtlichen Aucklandinseln im Südpazifik werden zum Schauplatz eines dramatischen Überlebenskampfes der Schiffsbesatzungen, die einander niemals begegnen und ganz unterschiedliche, teils abenteuerliche Schicksale erleiden.
17:45
Der Unterwasserarchäologe Florian Huber gehört zu einer Community, die nach archäologischen Schätzen fahndet, um sie wissenschaftlich zu untersuchen. In der Ägäis taucht er zum "Meerespark Alonnisos-Nördliche Sporaden", der nicht nur durch seinen Artenreichtum beeindruckt, sondern auch zu einem Unterwassermuseum führt. Eine andere archäologische Sensation hat es Florian Huber besonders angetan: die Crannogs von Schottland und den Äußeren Hebriden. Die meisten der rätselhaften Inseln wurden vor Jahrtausenden vor allem in Seen oder Meeresbuchten errichtet, manchmal auch in Sümpfen.
18:35
Die Expedition in die Tiefsee des Roten Meeres trifft in 1000 Metern Tiefe auf Strandlandschaften, Todeszonen, dicke Wasserwände und Bakterien, die aus der Frühphase des Lebens stammen könnten. Es ist der erste Vorstoß in Parallelwelten tief unter dem Meeresspiegel in den unbekannten Abgründen des Roten Meeres. Die "OceanXplorer", ein hochmodernes Forschungsschiff, spezialisiert auf Tiefseeeinsätze, ermöglicht Einblicke in bizarre Urweltszenarien.
19:25
Im Ozean gehören Thunfische zu den Topräubern. Doch der Jäger ist auch ein Gejagter: Jedes werden mehr Fische aus dem Meer gezogen. Rund ein Drittel aller Fischbestände ist bereits überfischt. Am Thunfisch werden die Probleme besonders deutlich, denn er ist einer der beliebtesten und teuersten Speisefische der Welt. Ist die Aquakultur eine Lösung gegen die Überfischung? Und welche Alternativen gibt es zu unserem Hunger nach immer mehr Fisch? Der Meeresbiologe Uli Kunz sucht nach Antworten.
20:15
Der Adlige Gilles de Rais wurde 1440 nach dem Verschwinden mehrerer Jungen als Mörder verurteilt. Sein Prozess zeigte, wie politische Gegner Verdächtigungen nutzten. Die Ermordung Philipps II. 336 v. Chr. bleibt umstritten _ offiziell gab ein persönliches Rachemotiv, doch auch familiäre und geopolitische Intrigen gelten als möglich. Beim "Black Dinner" im Jahr 1440 wurden zwei junge Adlige aus Machtkalkül hingerichtet. Es ging um die Festigung der Macht der Regenten und Rivalitäten. Xerxes I. wurde 465 v. Chr. ermordet. Obwohl sein Sohn beschuldigt und hingerichtet wurde, deuten die Beweise auf Palastintrigen hin.
21:05
Der Historiker Dan Snow und die Spezialistin für die Antike Jasmine Elmer sowie Dr. Kate Lister untersuchen diese bemerkenswerte Zeitkapsel, um das Alltagsleben der alten Römer zu erkunden.
21:55
Der Historiker Dan Snow und die Spezialistin für die Antike Jasmine Elmer sowie Dr. Kate Lister untersuchen diese bemerkenswerte Zeitkapsel, um das Alltagsleben der alten Römer zu erkunden.
22:45
Nach Jahrzehnten der Eroberung sind die spanischen Kolonien in ganz Amerika gewachsen. Die spanische Monarchie kämpft darum, die Hüter von "Neu-Spanien" aus der Ferne zu kontrollieren, und die Entdeckung einer riesigen Silbermine in Bolivien, die unbegrenzten Reichtum verspricht, verschärft die Spannungen.
23:35
Die Verachtung und der Neid auf Spaniens Reichtum und seine gewalttätigen Praktiken in Amerika führen dazu, dass andere europäische Herrscher ein antispanisches Narrativ verbreiten. Die "Schwarze Legende" wird geboren und läutet das Ende der Ära der Konquistadoren ein. Millionen von Menschenleben wurden ausgelöscht für das, was die Geburt einer neuen Welt sein sollte.