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Das Aztekenreich war im 15. und 16. Jahrhundert die letzte große Zivilisation und die dominierende Macht in Mesoamerika. Ihre Hauptstadt Tenochtitlan war ein riesiges Handelszentrum und beherbergte bis zu 140.000 Menschen, was sie zur größten Stadt des präkolumbischen Amerika machte. Die aztekischen Städte schmückten sich mit Tempeln, Palästen und Kunstwerken, die die Verehrung vieler Götter zeigten. Die Azteken entwickelten Schriftsysteme, Kalender und eine Religion, die Menschenopfer verlangte. Ihr mächtiges Reich wurde jedoch durch die Begegnung mit europäischen Kolonisatoren dezimiert.
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Die Minoer werden von vielen als die erste europäische Zivilisation angesehen. Ihre Kultur blühte im 3. und 2. Jahrtausend v. Chr. auf den Inseln der Ägäis auf, bevor sie schließlich um 1100 v. Chr. verschwanden. Das hochentwickelte Volk hinterließ einzigartige Kunst und Architektur, labyrinthartige Palastanlagen und kostbare Artefakte. Sie beherrschten ein riesiges Handelsnetz, und die Größe ihrer Zivilisation ist durch den Mythos von König Minos und dem Minotaurus unsterblich. Die minoische Zivilisation wurde um 1550 v. Chr. durch ein gewaltiges explosives Ereignis ausgelöscht.
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Zwischen dem 9. und dem 15. Jahrhundert ist das Reich der Khmer eine der mächtigsten Hochkulturen Südostasiens. Der Schlüssel zum Erfolg der Khmer liegt in der Beherrschung des Wassermanagements und des Reisanbaus. Sie bauen komplexe Systeme aus Kanälen und Stauseen und sichern so die Versorgung der Bevölkerung. Doch ihr weit verzweigtes Wassernetz kann das enorme Wachstum des Khmer-Reiches nicht dauerhaft tragen. Eine Dürre und darauffolgende Jahre mit starken Monsunregenfällen lassen das System zusammenbrechen. Die gigantischen Tempelstädte werden aufgegeben und dem Regenwald überlassen.