10:05
Kein Dach, nur drei Räder und ziemlich unbequem _ so könnte man das erste benzinbetriebene Automobil beschreiben. Entwickelt 1885-86 vom Deutschen Karl Benz _ und für die meisten unbezahlbar. Das änderte der Amerikaner Henry Ford wenige Jahrzehnte später. Er revolutionierte die Produktion und machte Autos mit seinem T-Modell für fast jeden erschwinglich. Nur wenige Erfindungen haben die Welt so tiefgreifend beeinflusst wie das Auto. Diese Episode feiert diese einmalige Erfindung und schaut in die Zukunft der Mobilität.
11:00
An der Erfindung des Fernsehens waren drei Männer beteiligt: ein Bauernjunge, der ein elektronisches Bild erzeugte, Charles Jenkins aus San Francisco, der bewegte Silhouettenbilder verwendete, und der schottische Erfinder John Logie Baird, der von Historikern als Vater des modernen Fernsehens bezeichnet wird. Diese Episode lässt die Geschichte des Fernsehens mit spektakulären Bildern wie der Mondlandung in den Wohnzimmern der Menschen lebendig werden.
12:00
Die sogenannte "letzte Eiszeit" begann vor etwa 115.000 Jahren und endete etwa 11.600 vor heute. Weite Teile Europas waren von einer Tausende Meter dicken Eismasse bedeckt. Diese Eiszeit hat nicht nur Europas Landschaft nachhaltig geprägt, sondern auch die Entwicklung der Menschheit. Neue Forschungsergebnisse zeigen diese nun in einem neuen Licht. Mirko Drotschmann ist zu den Hotspots der Eiszeitforschung unterwegs.
12:50
"Völkerwanderung" _ so nennt man in Deutschland die turbulente Epoche zwischen Antike und Mittelalter, in der germanische Kriegerverbände das Römische Weltreich zum Einsturz gebracht haben. Zweifellos ist die Völkerwanderung einer der epochalen Einschnitte in der europäischen Geschichte. Heute steht die Zeit der "Völkerwanderung" weniger für das Ende des Römischen Reiches als vielmehr für die Verbindung der Kulturen und Traditionen, die Europa bis heute prägen.
13:40
Im 17. Jahrhundert wollten die meisten Könige und Fürsten Europas losgelöst vom alten Adel und Klerus herrschen. Die Alleinherrschaft erschien nach dem Chaos des Dreißigjährigen Krieges ideal, um Stabilität und Ordnung zu sichern. Gestützt auf neueste Forschungen zeigt Mirko Drotschmann, dass die europäische Realität viel differenzierter war. Der Absolutismus wurde auch zum Wegbereiter für Fortschritt _ in der Wissenschaft und bei der Entwicklung von Demokratie und Menschenrechten.
14:30
Jahrtausendelang dienten die Funde versteinerter Knochen als Beweise für uralte Mythen über Drachen oder die Sintflut.
15:20
Am Ende der letzten Eiszeit starben weltweit die meisten großen Tiere aus. Man fragt sich, ob nur der damalige Klimawandel dafür verantwortlich war oder ob der Mensch seine Hand im Spiel hatte. Neue Funde belegen, dass die Kombination von Mensch und Klima viele Tiere an einen Punkt trieb, an dem ihre Existenz gefährdet war. Höhere Temperaturen ließen den Lebensraum vieler großer Tiere schrumpfen. Am Ende der Eiszeit breitete sich aber auch der Mensch über die Erde aus. Knochen- und Erbgutanalysen zeigen, dass er tatsächlich eine Vorliebe für das Fleisch und das Fett großer Eiszeittiere hatte.
16:10
Stare bringen uns mit ihren spektakulären Formationsflügen zum Staunen. Im vergangenen Jahrhundert glaubten Verhaltensbiologen noch, Telepathie mache diesen Gleichklang möglich. Erst in den vergangenen zwölf Jahren konnte Professorin Charlotte Hemelrijk verblüffende Einblicke in "das sich selbst organisierende System" Starenschwarm erhalten. Faszinierende Makro- und Highspeed-Aufnahmen zeigen, wie wilde Honigbienen in einem Wald die beste Baumhöhle finden. Ameisen sind im Schwarm zu außerordentlichen Leistungen fähig. Sie treffen Entscheidungen durch demokratische Abstimmungen zum Wohle aller.
16:55
Fischschwärme aus Millionen von Individuen pulsieren als glitzernder Super-Organismus unter Wasser. Wie aber schafft es eine so große Menge einzelner Fische, sich immer wieder zu ordnen und im Gleichklang zum jeweiligen Nachbarn zu bewegen? Erdmännchen leben in ihren Kolonien eine Art "streitbare Demokratie". Aufgrund unterschiedlicher Interessen machen die Entscheidungsträger der Gruppe unterschiedliche Fehler _ und somit dient ihr Streit dem Wohle aller. Welche Mechanismen in Menschenmengen bei großen Demonstrationen greifen, untersucht Professor Anne Nassauer von der Universität Erfurt.
17:45
Die Frage, woraus die Welt besteht, fasziniert die Menschen seit jeher. In der Antike ging man von vier Elementen aus: Feuer, Wasser, Erde und Luft. 118 Elemente führt das Periodensystem, das der Russe Dimitrij Iwanowitsch Mendelejew 1869 der Öffentlichkeit präsentierte, heute auf. Es ist nicht weniger als die Ordnung der Welt, die in Spalten und Gruppen nach der Kernladung und den chemischen Eigenschaften der Elemente aufgegliedert ist. Ende des 19. Jahrhunderts begann Marie Curie die Lücken des Periodensystems zu füllen. Sie entdeckte die Elemente Radium und Polonium.
18:35
Chemie ist auch die Kunst, mit den Bausteinen dieser Welt ganz neue Stoffe zu erschaffen. Dank ihr lassen sich Elemente und Moleküle zusammenführen, die ohne Labortechnik gar nicht zueinanderfinden würden. Ob das, was da geschaffen wird, gut oder schlecht für unseren Planeten ist, das hat der Mensch letztlich selbst in der Hand. Im 20. Jahrhundert mischten Chemiker Hunderte von Stoffen zusammen. Synthetische Medikamente entstanden, die den Durchbruch im Kampf gegen unzählige Krankheiten brachten. Und sie entwickelten erste Kunststoffe, mit denen das Zeitalter des Plastiks begann.
19:25
Wir wissen heute unglaublich viel darüber, wie die molekularen Maschinen im menschlichen Körper funktionieren. Doch wie ist das alles entstanden? Die Elemente des Lebens finden sich überall im Universum. Alles, was auf der Erde existiert, stammt aus Sternenstaub. Welche Kette von Zufällen aber hat dazu geführt, dass sich ausgerechnet hier aus chemischen Bausteinen Leben entwickeln konnte? Ein interdisziplinäres Team von Forschenden ist jetzt dabei, den Ursprung des Lebens im Labor zu entschlüsseln _ mit erstaunlichen Ergebnissen.
20:15
Nachdem auf Lot 5 ein bemerkenswertes Objekt entdeckt wurde, macht das Oak-Island-Team einen Fund, der möglicherweise religiöse Implikationen hat.
21:00
Überzeugende Beweise deuten darauf hin, dass auf Oak Island über mehrere Jahrhunderte hinweg zahlreiche Schätze von miteinander verbundenen Gruppen versteckt wurden, die geheimes und heiliges Wissen teilten.
21:50
Im Westen Großbritanniens gibt es einen seltenen mittelalterlichen Friedhof, eine verschwindende mesolithische Landschaft, eine geheimnisvolle eisenzeitliche Grabstätte und die Ruinen eines gotischen Meisterwerks.
22:55
Alice Roberts enthüllt die faszinierendsten archäologischen Funde dieses Jahres in Ostengland: einen römischen Dodekaeder, die Geheimnisse von Boudiccas Hügelfestung und die verschwundenen Toten von Waterloo.