15:00
Europa hat dank des Golfstroms ein außergewöhnlich günstiges Klima. Der fruchtbare Lössboden ermöglicht eine getreidebasierte Landwirtschaft. Die zerklüftete Mittelmeerküste prädestiniert für Besiedlung und Schifffahrt. Schon in der Antike wird der Mittelmeerraum zum Umschlagplatz für Waren und vor allem Ideen, die Europa bis heute prägen. Den engen Raum auf dem Kontinent teilen sich mehr Länder als irgendwo sonst auf der Welt _ das fördert Wettbewerb und Innovation. In der Neuzeit wird Europa dank Schätzen aus dem Untergrund zum Kontinent des Fortschritts.
15:55
Die natürlichen Bedingungen bestimmen in Nordamerika seit jeher Leben und Kultur seiner Bewohner. Der polare Norden bildet die Wiege der nordamerikanischen Zivilisationen. Dort sind die Bedingungen so hart, dass sich nur eine kleine Inuit-Bevölkerung behaupten kann. Die Landschaft und das Leben im Süden sind von Vulkanen geprägt. Es ist die Region, in der die zweite Einwanderungswelle eine indigene amerikanische Zivilisation schafft. Es ist jedoch vor allem der Gunstraum zwischen Appalachen und Rocky Mountains, der es den USA ermöglicht, in kürzester Zeit wirtschaftlich an die Weltspitze aufzusteigen.
16:50
Südamerika war lange nicht mit anderen Landmassen verbunden. Seine Natur hat sich in Jahrmillionen der Isolation entwickelt. Nach der Entstehung der mittelamerikanischen Landbrücke wanderten erst Tiere ein, später folgen die Menschen. In den Anden entstehen die ersten Hochkulturen. Das Erbe der Inka-Kultur prägt die Region bis heute. Südamerika ist reich an natürlichen Ressourcen. Das weckt seit Jahrhunderten Begehrlichkeiten _ zunächst von europäischen Eindringlingen, heute von internationalen Konzernen und Investoren. Auf der anderen Seite der Anden bestimmt der Amazonas Regenwald den Kontinent.
17:45
Die Frage, woraus die Welt besteht, fasziniert die Menschen seit jeher. In der Antike ging man von vier Elementen aus: Feuer, Wasser, Erde und Luft. 118 Elemente führt das Periodensystem, das der Russe Dimitrij Iwanowitsch Mendelejew 1869 der Öffentlichkeit präsentierte, heute auf. Es ist nicht weniger als die Ordnung der Welt, die in Spalten und Gruppen nach der Kernladung und den chemischen Eigenschaften der Elemente aufgegliedert ist. Ende des 19. Jahrhunderts begann Marie Curie die Lücken des Periodensystems zu füllen. Sie entdeckte die Elemente Radium und Polonium.
18:35
Chemie ist auch die Kunst, mit den Bausteinen dieser Welt ganz neue Stoffe zu erschaffen. Dank ihr lassen sich Elemente und Moleküle zusammenführen, die ohne Labortechnik gar nicht zueinanderfinden würden. Ob das, was da geschaffen wird, gut oder schlecht für unseren Planeten ist, das hat der Mensch letztlich selbst in der Hand. Im 20. Jahrhundert mischten Chemiker Hunderte von Stoffen zusammen. Synthetische Medikamente entstanden, die den Durchbruch im Kampf gegen unzählige Krankheiten brachten. Und sie entwickelten erste Kunststoffe, mit denen das Zeitalter des Plastiks begann.
19:25
Wir wissen heute unglaublich viel darüber, wie die molekularen Maschinen im menschlichen Körper funktionieren. Doch wie ist das alles entstanden? Die Elemente des Lebens finden sich überall im Universum. Alles, was auf der Erde existiert, stammt aus Sternenstaub. Welche Kette von Zufällen aber hat dazu geführt, dass sich ausgerechnet hier aus chemischen Bausteinen Leben entwickeln konnte? Ein interdisziplinäres Team von Forschenden ist jetzt dabei, den Ursprung des Lebens im Labor zu entschlüsseln _ mit erstaunlichen Ergebnissen.
20:15
Alice Roberts setzt ihre Gralssuche fort und untersucht die Verbindung zwischen Artusrittern und den geheimnisvollen Tempelrittern. In der Krypta von Oxford Castle verfolgt sie die Wurzeln der Artuslegenden, bevor sie in Caerleon walisische Mythen über heilige Gefäße und Zauberkessel erkundet. In Glastonbury reflektiert sie die Kraft des Artus Mythos und reist weiter zur Temple Church in London, wo sie Theorien über Templer und den Gral prüft. In dem kleinen Ort Templecombe in Somerset entdeckt sie schließlich ein rätselhaftes Bild, das den Deckel einer Reliquienbox darstellen könnte.
21:05
Von den Wäldern Nordamerikas bis zu den Bergen des Himalaja sollen fabelhafte Wesen leben. Bigfoot und Yeti sind nur einige ihrer Namen. Seit jeher inspirieren die Kreaturen Filme und Geschichten und faszinieren Wissenschaft und Abenteuersuchende. Hobbyforscher wie Matt Pruitt und Michael Mayes sind sich sicher: Ein großes Affenwesen, auf das die Beschreibung des Bigfoot passt, existiert tatsächlich. Auch Wissenschaftler wie Jeff Meldrum, Professor für Anthropologie, wollen beweisen, dass es die sogenannten Kryptiden wirklich gibt. Unter Skeptikern gilt eine andere Theorie als wahrscheinlich: Bären.
21:55
Nachdem er lange in Vergessenheit geraten war, feiert der Zombie heute sein popkulturelles Comeback. Doch die Ursprünge des Mythos reichen weit in die Vergangenheit zurück. Seit Jahrzehnten sorgen Berichte aus Haiti für Schlagzeilen, in denen von wiedererweckten Toten die Rede ist. Der Anthropologe Philippe Charlier erforscht mit dem Soziologen Laënnec Hurbon, welche Rolle der Zombie in der haitianischen Gesellschaft innehat. Ein Experiment soll zeigen, ob an den Geschichten über das sagenumwobene "Zombie-Gift" etwas dran ist. Ein Wirkstoff, von dem man sagt, er hole die Toten ins Leben zurück.
22:45
Jonathan Ross besucht die Isle of Skye und das schottische Hochland, um sich über die dortigen Mythen und Legenden zu informieren. Zunächst trifft er den Autor Neil Gaiman, der erzählt, wie die Insel von Mythen und Legenden durchdrungen ist und eine Quelle der Inspiration darstellt. Jonathan besucht Dunscaith Castle, das die Heimat einer der legendären Kriegerköniginnen von Skye, Scathach, war. Auf dem Festland trifft Jonathan einen traditionellen gälischen Geschichtenerzähler, der ihm von Kelpies erzählt _ mythischen Wasserpferden, die die Seen bevölkern und Reisende ins nasse Verderben locken.
23:35
Jonathan Ross beginnt seine Reise durch den Südwesten Englands auf der Burg Tintagel, wo der Legende nach König Artus gezeugt wurde. Unterhalb der Burg wagt sich Jonathan in Merlins Höhle, wo er Michelle, die "Wyse Hexe von Cornwall", trifft und mit ihr ein Ritual zu Ehren der Elemente durchführt, bevor er nach Slaughterbridge fährt, dem Ort von König Arthurs letzter Schlacht und einem verblüffend beschrifteten Stein _ ein weiterer möglicher Beweis dafür, dass König Artus wirklich existiert haben könnte. Beim Durchqueren von Bodmin Moor erfährt Jonathan etwas über die Bestie von Bodmin.