16:40
Mai 1945: Onkel Rudi ist tot. Die Grandauers hoffen, seine Wohnung zu übernehmen, weil sie seine Erben sind. Als Karl erfährt, dass eine Flüchtlingsfamilie die Wohnung besetzt hat, verliert er die Fassung. Auch im Polizeipräsidium gerät die alte Ordnung in Gefahr: Auf den Posten des Abteilungsleiters Deinlein setzen die Amerikaner den Kollegen Schäfer. Die Verwandtschaft, die während des Krieges in der Bäckerei zusammengelebt hat, strebt auseinander. Die Soleders wollen ausziehen und Kurt genießt es sichtlich, dem ehemaligen Blockwart Uhl mitteilen zu können, dass ihnen ihre alte Schwabinger Wohnung wieder zusteht. Bei Max und Kathi bleibt noch ein zugelaufener Deserteur, ein Kamerad Rudis.
17:35
Im Dezember 1945 leben die Grandauers immer noch in der Bäckerei Kreitmeier; die vom Amtmann Grüner geerbte Wohnung haben die Amerikaner beschlagnahmt. Oma Soleder ist mit Kurt, Sara und Gerti in die alte Schwabinger Wohnung gezogen. Nicht ganz ohne Neid sieht Karl, dass Schwager Kurt auf der Sonnenseite des Lebens steht. Beruflich hat Grandauer mit einem Mordfall zu tun, in den offensichtlich drei Brüder verwickelt sind; sie haben mit einem Nazi abgerechnet. Die bittere Nachricht, dass Sohn Rudi kurz vor Kriegsende desertiert ist und erschossen wurde, will Karl nicht wahrhaben, aber verdrängen kann er sie nicht. Doch der jüngere Sohn Maxi kehrt unversehrt heim.
18:40
Nach dem Tod ihrer demenzkranken Mutter hatte sich Luisa Sturm eines vorgenommen: Sie will frei sein. Ohne Verpflichtungen durch die Welt reisen, sich an nichts - und vor allem niemanden - binden. Dass sie sich ausgerechnet im beschaulichen Ellmau in den heimatverbundenen Jan Behringer verliebt, passt genauso wenig in ihren Plan wie die neuerdings immer wieder auftretenden Zitteranfälle. Dr. Gruber nimmt sich der jungen Frau an und hegt einen schlimmen Verdacht, der sich bald bestätigt. Genau wie ihre Mutter hat Luisa die unheilbare Erbkrankheit Chorea Huntington. Doch damit nicht genug, denn noch dazu ist sie überraschend schwanger und könnte auch ihrem Kind die Krankheit weitervererben...
19:20
Die Schuld an einem tödlichen Unfall in der Vergangenheit holt zwei Freunde wieder ein und bringt sie in Lebensgefahr. Für Markus und Katharina steht mehr auf dem Spiel, als sie vermuten.
20:15
Weltwirtschaftskrise 1928: Der alternde Droschkenkutscher Gustav Hartmann sieht sich durch die neuen Automobile ins Abseits gedrängt. So entschließt er sich mit seiner Kutsche von Berlin nach Paris aufzubrechen. Eisern hält er Wetter und Krankheit stand. Ein ihn begleitender Reporter sorgt dafür, dass Gustav allmählich zur Berühmtheit wird. Städte und Dörfer bereiten ihm einen begeisterten Empfang. Als er in Paris ankommt, scheint sich jedoch niemand für ihn zu interessieren, denn alles stürzt sich auf den Atlantikflieger Lindbergh, der gerade gelandet ist. - Filmklassiker nach Hans Fallada.
21:55
Anlässlich der Verleihung der Ehrenbürgerwürde lässt der angesehene Fabrikant Philipp Kalder in einem Interview seinen Aufstieg Revue passieren: Nachdem er durch einen Trick aus dem Kriegsgefangenenlager in Frankreich entkommen konnte, ergaunerte er sich als angeblicher Schrotthändler sein Grundkapital. Dann gelang es ihm, einen ehemaligen Oberst bei einem Waffengeschäft aufs Kreuz zu legen. Beim Versuch, einen Kunstsammler übers Ohr zu hauen, ergaben sich jedoch ernsthafte Schwierigkeiten.
23:40
Die beiden Brüder Werner und Richard Ritchie Mark, beide Schriftsteller, werden während der Kriegs- und Nachkriegszeit zu Todfeinden. Während der talentiertere Werner nach dem Krieg aufgrund seiner Nähe zum NS-Regime Schreibverbot bekommen hat und nun ehemalige Nationalsozialisten vor der Entdeckung schützt, betreibt Ritchie zusammen mit dem Juden Boris Minski ein Striplokal und versucht als Schriftsteller zu alter Form zurück zu finden. Der scheinbare Mord- oder Selbstmordversuch an Lillian Lombard, die im Leben beider Brüder eine große Rolle spielt, lässt sich deren Wege erneut kreuzen und stürzt sie in einen perfiden Kampf um Leben und Tod.