21:45
Dass sie mal ein von vielen bewundertes It-Girl war, merkt man der völlig durchnässten Frau nicht an, die in einer Regennacht verzweifelt in einer Stuttgarter Polizeistation auftaucht. Pony Hübner meldet ihren SUV als gestohlen. Das Schreckliche daran: Ihre beiden Kinder Hugo und Penelope saßen im Auto. Die Polizei findet zwar den Wagen im Neckar, aber nicht schnell genug, Penelope kann nur noch tot geborgen werden. Hugo dagegen ist genauso verschwunden wie der Autodieb. Die Hübners sind wohlhabend, Thorsten Lannert und Sebastian Bootz sehen eine Entführung als wahrscheinlichstes Szenario. Zumal Pony Hübner aussagt, dass sie sich seit einigen Wochen verfolgt fühlte, was ihr Mann offensichtlich für Überspanntheit hielt. Überhaupt wirkt das Verhältnis zwischen Pony Hübner und ihrem Mann Stefan angespannt, vielleicht sogar zerrüttet, auch die Angst um Hugo bringt die beiden nicht enger zusammen. Dabei müssen sie mal ein gutes Team gewesen sein, Stefan als Verleger von Regenbogenpresse und Pony als eine seiner meistfotografierten Prominenten. Heute managt er Influencerinnen, während sie abgemeldet ist und ohne ihr altes Leben verloren wirkt. Während die Kommissare untersuchen, ob es im Umfeld der Hübners Hinweise auf ein Verbrechen gibt, treffen tatsächlich Erpresserbriefe ein. Dass auch glaubhafte darunter sind, stärkt die Hoffnung, dass Hugo noch lebt. Steckt ein Verbrechen hinter dem Verschwinden des kleinen Hugo? Und spielt dabei die Vergangenheit seiner Mutter als republikweit bekanntes Glamour-Girl eine Rolle? Die Ermittlungen in einem möglichen Entführungsfall konfrontieren Thorsten Lannert und Sebastian Bootz mit einem Elternpaar, das in einer speziellen Ehehölle gefangen ist.
23:15
Es beginnt mit einem Scheitern: Poirot verspricht Lucinda Le Mesurier, einer jungen Dame aus den besten Kreisen, sie und ihre Juwelen zu schützen. Kurz darauf wird sie ermordet. Poirot verfällt in eine Depression, aus der ihn erst die unerfüllte Liebe eines jungen Chauffeurs zurückholt. Er verspricht, dessen verschwundene Geliebte zu suchen und zur Rückkehr zu bewegen. Seine Suche führt Poirot in ein Hotel in den Schweizer Alpen, in dem er auf allerlei merkwürdige Gestalten trifft - und auf den brutalen Dieb und Mörder Marrascaud, der hier seine Beute verkaufen möchte. Der Rückweg ins Tal ist nach einem Schneesturm abgeschnitten, und so muss Poirot den Mörder stellen, bevor er ein weiteres Mal zuschlägt.
00:45
Murdoch (Yannick Bisson) und Crabtree (Jonny Harris) eilen zu einem Telefonmast, an dem der Fabrikbesitzer Richard Welsh (Tom Barnett) festsitzt. Um den Körper des verängstigten Mannes ist eine Bombe geschnallt. Murdoch findet schnell heraus, dass sie bei jedem lauten Geräusch explodieren könnte. Nach einem Gespräch mit Welsh's Frau Cecily (Chantal Craig) stellt Murdoch Vermutungen an. Handelt es sich bei dem Täter um einen der vielen Rivalen des Fabrikbesitzers, oder jemanden, der die ständig wachsende Lautstärke der Stadt Toronto satt hat? Murdoch muss die Identität des Bombenlegers herausfinden und gleichzeitig versuchen, die Bombe zu entschärfen - und das alles, während die Stadt zum Unmut des Bürgermeisters (David Huband) totenstill gehalten wird.
01:30
März 1975. Dalgliesh (Bertie Carvel) wird von seinem alten Freund Pater Michael nach Dorset eingeladen, nur um herauszufinden, dass dieser dort vor kurzem gestorben ist. Er erfährt auch von einem weiteren Todesfall, der jedoch wohl ein Selbstmord gewesen war. Um herauszufinden, was mit seinem Freund geschehen ist, wird Dalgliesh daraufhin Gast von Toynton Grange, einem nahegelegenen Sanatorium. Geleitet wird dieses Sanatorium von Wilfred (Steven Mackintosh), der nebenbei Pilgerfahrten nach Lourdes organisiert. Dort, in Lourdes, wurde Wilfred selbst auf wundersame Weise von einer schweren Krankheit geheilt. Obwohl er eigentlich nicht im Dienst ist, glaubt Dalgliesh, dass die beiden Todesfälle zusammenhängen. Geteilt wird diese Meinung von dem klugen jungen weiblichen Polizei-Sergeant Kate Miskin (Carlyss Peer). Nach und nach tauchen eine Menge rüder anonymer Briefe an die Bewohner von Toynton Grange auf. Dieser Umstand und ein mutmaßlicher Brandanschlag untermauern zunehmend Dalglieshs Verdacht auf ein Verbrechen. Und dann wird die eben noch so freundliche Bewohnerin Grace (Jenny Howe) von unbekannter Hand mit ihrem Kopfkissen erstickt...
02:15
Nach dem Mord an Grace (Jenny Howe) auf Toynton Grange wird über die Zukunft des Sanatoriums und somit auch die von Wilfred (Steven Mackintosh) abgestimmt. Kurz nach dieser Abstimmung findet Dalgliesh (Bertie Carvel) Maggie (Mirren Mack), die Ehefrau des Doktors, im Schwarzen Turm - sie hat sich anscheinend dort erhängt. Nachdem die Obduktion von Grace nichts Verdächtiges ergibt, entdeckt Dalgliesh einen Brief von Maggie, in dem sie die Brandstiftung am Schwarzen Turm gesteht und Wilfreds 'Wunderheilung' als Betrug entlarvt. Auch wenn es Dalgliesh nicht gelingt, die erneute Pilgerreise nach Lourdes aufzuhalten, kommt er trotzdem kurz darauf zu der Erkenntnis, dass Wilfreds enger Freund Julius Marsh (Jonjo O'Neill) eben jene Reisen dazu nutzt, Drogen in den Rollstühlen der Bewohner zu verstecken und diese zu schmuggeln.
03:00
Der "Tatort: Schutzlos" führt in eine Parallelwelt. "Der Schweizer will rund um die Uhr mit Drogen versorgt werden und dafür sind die Nigerianer auf der Straße", erklärt ein Polizist das mörderische System, wonach die entrechteten Asylbewerber von Landsmännern skrupellos ausgebeutet und entsorgt werden: "Wer Glück hat, kommt in Handschellen heim, wer Pech hat im Sarg", schildert ein Flüchtlings-Beamter die Zynik der restriktiven Einwanderungspolitik. Die Kommissare Flückiger und Ritschard verheddern sich im Paragrafendschungel und erwachen erst spät aus diesem realistischen Alptraum... Im achten Luzerner Tatort zeichnet Regisseur Manuel Flurin Hendry auch fürs Drehbuch verantwortlich. Die Musik stammt von der Weilheimer Kultband The Notwist.
04:45
Nur aus Berlin