21:40
Für Sophie ist ihre Hochzeit mit einem Schlag zweitrangig. Sie, Bärbel und Dietmar heften sich an Marilyns Fersen, die ihnen jedoch - wieder einmal! - entkommt. So einfach lassen sich die Polizeikollegen aber von der Provinzkriminellen nicht abschütteln. Doch damit nicht genug: Während Sophies Vater Hannes völlig überraschend mit Danuta nach Polen zieht, verlassen Sophies Beinahe-Ehemann Jochen Kauth die Kräfte: Die geplatzte Hochzeit hat ihm einmal mehr gezeigt, dass er sich zwar ein Leben mit Sophie wünscht, es zusammen aber nie so klappen wird. So sitzt Sophie am Ende alleine im Forsthaus.
22:30
Auch wenn Hannes, Danuta und Kauth weg sind, ist die neue Einsamkeit im Forsthaus für Sophie noch lange kein Grund dafür, den Kopf hängen zu lassen, und so beschließt sie, es sich trotz allem in Hengasch nett zu machen. Beruflich ermittelt sie im Mordfall Ines, der Cousine von Jan Schulte. Die 21-Jährige arbeitete seit einigen Monaten als Praktikantin im Rathaus von Hengasch, wo auch ihre Leiche gefunden wurde. Während der Ermittlungen geraten zuerst Pit, der Freund der Toten, und Fräulein Berger, die eifersüchtige Sekretärin des Bürgermeisters Hans Zwanziger, in Verdacht. Auch Jan Schulte selbst, der offensichtlich Geldprobleme hat und den ein gemeinsames Erbe mit seiner toten Cousine verbindet, gerät ins Visier der Ermittlungen. Am Ende ist aber alles ganz anders, denn es stellt sich heraus, dass die junge Frau es faustdick hinter den Ohren hatte. Um beruflich voranzukommen, erpresste sie den langjährigen und alteingesessenen Bürgermeister Hans Zwanziger. Bei den vielen Motiven müssen sich Sophie Haas und ihr Team ranhalten, um den Mörder ausfindig zu machen. Als Sophie den Bürgermeister verhaftet, ist klar, dass Hengasch einen Nachfolger brauchen wird. Wäre Jan Schulte nicht ein idealer Kandidat? Und schon ist das verschlafene Eifelnest aus dem Häuschen.
23:20
Sophie ist über ihre gescheiterte Hochzeit und den plötzlichen Weggang ihres Vaters derart deprimiert, dass sie nun alles ziemlich schleifen lässt. Sie räumt nicht mehr auf, sie putzt nicht und sie hat keinerlei Interesse mehr an ihrer Arbeit. Auch nicht am neuen Fall: Häftling Romanski ist aus der JVA Koblenz ausgebrochen, und seine Flucht könnte über Hengasch führen. Auf der Wache machen sich bei Bärbel Ermüdungserscheinungen bemerkbar, da sie auf dem Hof für ihren kranken Bruder einspringen muss. Dietmar hingegen hat beste Laune, schließlich kocht Heike sein Lieblingsgulasch: 'Scharf, aber nicht zu scharf'. Da ereilt Dietmar die schockierende Nachricht: Der Gangster hat Heike als Geisel genommen und verlangt 'keine Polizei' und einen Fluchtwagen. Als Heike und Romanski ins Gespräch kommen, erfährt sie, dass der Panzerknacker Romanski ausgebrochen ist, um seine Ehe zu retten. Plötzlich bringt die fürsorgliche Heike viel Verständnis für ihn auf und bietet dem hungrigen Geiselnehmer Gulasch an. Als Dietmar davon erfährt, ist er außer sich. Sophie gelingt es, die Wogen zu glätten, ein Ablenkungsmanöver zu inszenieren und Romanski zu überwältigen. Und neben dem ganzen Tumult um die Geiselnahme steht plötzlich Dietmars Mutter Irmtraud mit gepackten Koffern vor der Tür - sehr zum Entsetzen von Heike.