19:25
Mary Thorpe wird des Mordes an ihrem verheirateten Liebhaber Raymond Walker beschuldigt, nachdem es zum Streit über ihre Affäre kam. Petrocelli und seine Frau Maggie helfen nicht nur ihr, sondern kümmern sich auch um ihren kleinen Sohn Billy, für den die Verhaftung seiner Mutter einen großen Schock bedeutet.
20:15
Der ehemalige Fotograf Denis (Jonas Nay) fühlt sich unter Druck gesetzt. Um seinen Führerschein wieder zu bekommen, muss er sich mit Alfred (Joachim Król) auseinandersetzen. Dessen Frau kam durch einen von Denis verursachten Unfall ums Leben, bei dem auch Alfred selbst schwere Verletzungen erlitt. Denis flieht seitdem nicht nur aus seinem alten Leben, sondern auch vor der Begegnung mit Alfred. Nur weil die amtliche Psychologin darauf besteht, überwindet er sich und sucht Alfred endlich auf. Zunächst scheint es ihm, er hätte nochmal Glück gehabt: Alfred kann sich wegen der Hirnverletzungen weder an seine Frau noch an den Unfall erinnern. Er hat sich der Malerei zugewandt und ist ein zufriedenes, integriertes Mitglied einer Ateliergemeinschaft geistig eingeschränkter Künstler:innen. Sei es Alfreds spezieller Charme, sei es die tragische Aura eines Gemäldes, das von dem Unfall inspiriert scheint - nach erstem Widerstreben lässt Denis sich in Alfreds Leben hineinziehen. Er wird sogar zu Alfreds Helfershelfer, als sich ein Käufer ausgerechnet das Bild aussucht, an dem der Maler mehr hängt als an allen anderen zusammen. Auf gar keinen Fall will Alfred es aufgeben. Lieber sitzt er Wache vor der Galerie, um die Abholung zu verhindern. Die Wiederbeschaffung wird für Denis und Alfred zum mühsamen Hindernisparcours nicht ohne absurde Momente. Und fast nebenbei ändert sich beider Leben ein weiteres Mal.
21:45
Ein Todesfall im Bremer Studentenmilieu beschäftigt die Kommissarinnen Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer) und Linda Selb (Luise Wolfram), die von ihrem Kollegen Patrice Schipper (Tijan Njie) vom KDD (Kriminaldauerdienst) unterstützt werden. Im Laufe der Ermittlungen tut sich ein Abgrund an Einsamkeit, Überforderung und enttäuschten Hoffnungen auf. Die Jurastudentin Annalena Höpken (Annika Gräslund) wird morgens in der Nähe eines Nachtclubs tot aufgefunden. Sie wurde offenbar eine Treppe hinuntergestoßen und starb an einem Genickbruch. Zuvor hatte sie nach ersten Recherchen massive Auseinandersetzungen in ihrer Wohngemeinschaft (Shirin Eissa, Mitja Over, Joyce Sanhá, Michael Schweisser). Außerdem gerät der Obdachlose Emil Klaßen (Robin Bongarts), der Selb attackiert und das Handy der Toten bei sich trägt, in den Kreis der Verdächtigen. Es stellt sich heraus, dass Annalena Höpken unter immensem Leistungsdruck litt, den sie mit Aufputschmitteln zu kompensieren versuchte. Für die Ermittlungen ergeben sich eine Reihe von Fragen: Warum kam es zu diversen Auseinandersetzungen innerhalb der Wohngemeinschaft? Wieso ahnte die Mutter Gabriele Höpken (Catrin Striebeck) nicht, wie sehr ihre Tochter unter Druck stand? Ihre Schwester Betty Höpken (Mathilda Smidt) scheint ebenfalls Geheimnisse vor der Mutter zu haben. Und was hat Bettys Freund und Nachtclub-Betreiber Mike Hanisch (Niklas Marian Müller) mit alldem zu tun?
23:15
Unter traurigen Umständen treffen Captain Hastings und Hercule Poirot dieses Mal zusammen. Poirot ist am Ende seiner Kräfte, sitzt im Rollstuhl und benötigt die Hilfe seines Freundes, um seinen letzten Fall aufzuklären. Schauplatz ist der Landsitz Styles, wo die beiden sich vor Jahrzehnten kennengelernt und ihren ersten gemeinsamen Fall gelöst haben. Unter den Gästen der Luttrells, die in Styles mittlerweile eine Art Hotel betreiben, befindet sich ein Mörder. Poirot will ihn überführen, doch der Unbekannte erweist sich als ebenbürtiger Gegner. Wird Poirot am Ende die Oberhand behalten?
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Der "Tatort: Schutzlos" führt in eine Parallelwelt. "Der Schweizer will rund um die Uhr mit Drogen versorgt werden und dafür sind die Nigerianer auf der Straße", erklärt ein Polizist das mörderische System, wonach die entrechteten Asylbewerber von Landsmännern skrupellos ausgebeutet und entsorgt werden: "Wer Glück hat, kommt in Handschellen heim, wer Pech hat im Sarg", schildert ein Flüchtlings-Beamter die Zynik der restriktiven Einwanderungspolitik. Die Kommissare Flückiger und Ritschard verheddern sich im Paragrafendschungel und erwachen erst spät aus diesem realistischen Alptraum... Im achten Luzerner Tatort zeichnet Regisseur Manuel Flurin Hendry auch fürs Drehbuch verantwortlich. Die Musik stammt von der Weilheimer Kultband The Notwist.
03:45
Jonas Nay und Joachim Król spielen im Fernsehfilm "Die Frau in Blau" diese beiden Männer, deren Reise aufeinander zu trotz aller Verletzungen von liebevoller Heiterkeit gezeichnet ist.