15:06
Der italienische Pianist Roberto Prosseda (*1975) gilt heute als einer der führenden Interpreten des Klavierrepertoires von Felix Mendelssohn. In diesem Konzert, das 2015 im Teatro alle Vigne im italienischen Lodi aufgenommen wurde, spielt Prosseda eine Auswahl von Felix Mendelssohns Liedern ohne Worte (Op. 19 Nr. 1, Op. 38 Nr. 2, Op. 38 Nr. 6, Op. 53 Nr. 2, Op. 30 Nr. 6 und Op. 62 Nr. 2), Variations sérieuses, Op. 54, und Fantasie, Op. 28.
15:47
Anton Bruckners 8. Sinfonie gilt als der Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens und schloss ihrerzeit an den Erfolg seiner gefeierten Siebten und des Te Deums an. Doch der Dirigent legte die Originalfassung des Werkes zunächst beiseite, als sein Freund, der Dirigent Hermann Levi, darauf mit Ablehnung reagierte. Die Originalfassung wurde daher bereits erstmals 1954 aufgeführt und dann erst 1972 veröffentlicht. Diese Interpretation des Cleveland Orchestras in der Severance Hall in Cleveland Ohio bildet den vierten Teil des Bruckner Konzertzyklus des Orchesters unter der Leitung von Musikdirektor Franz Welser-Möst.
17:22
In diesem Konzert anlässlich seines 75. Geburtstags dirigiert Mariss Jansons das Bayrische Radiosinfonieorchester durch ein Programm der Werke von Strawinski, Hummel und Beethoven. Das berauschende und abwechslungsreiche Konzert von Januar 2018 veranschaulicht die enge Bindung zwischen Orchester und Dirigent, die durch 15 Jahre regelmäßiger Kollaboration entstand. Strawinskis Sinfonie in drei Sätzen wurde 1942-45 verfasst, teilweise inspiriert von den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges und den "abscheulichen Bildern",die er hinterließ. Auf eine ganz andere Weise funkelt auch Johann Nepomuk Hummels Trompetenkonzert. Das 1803 komponierte Stück ist ein brillant gestaltetes Werk für die seinerzeit kürzlich erfundene Trompete. Beethoven, einer Jansons liebster Komponisten, rundet das Konzert ab. Die Messe in C, komponiert 1807, war seine erste Messe, ist aber ein Werk von klarem Ehrgeiz. Aufgenommen in der Philharmonie am Gasteig, München.
18:53
Anlässlich ihres 80. Geburtstags widmet sich die argentinische Pianistin Martha Argerich dem Repertoire für Klavier und Violine in diesem wunderbaren Konzert, das im Château de Chantilly, Frankreich, aufgezeichnet wurde. Die "Grande Dame" des Klavierspiels wird von verschiedenen renommierten Künstlern begleitet, unter anderem die Pianisten Evgeny Kissin, Theodosia Ntokou und Cristina Marton-Argerich sowie der Geiger Maxim Vengerov. Das Programm umfasst Dmitri Schostakowitschs Concertino für zwei Klaviere Op. 94; Frédéric Chopins Impromptu Nr. 3 Op. 51, Polonaise Nr. 6 Op. 53 "Heroisch" und Walzer Nr. 6 Op. 64 Nr. 1; Camille Saint-Saëns' Polonaise für zwei Klaviere Op. 77; César Francks Sonate für Violine und Klavier in A-Dur; und Fritz Kreislers Liebesleid und Schön Rosmarin. Diese Aufführung wurde am 12. Juni 2021 aufgenommen.
19:06
Am 24. Dezember 2001 feierte das Israel Philharmonic Orchestra, eines der renommiertesten Orchester der Welt, sein 75. Jubiläum. Der Film portraitiert das Orchester und seine ereignisreiche Geschichte vor dem Hintergrund Israels und des Holocausts. Verflochten mit Einzelbiografien und Archivmaterial begleiten uns Aufnahmen von Arturo Toscanini, Arthur Rubinstein, Leonard Bernstein, Isaac Stern, Zubin Mehta, Daniel Barenboim und Itzhak Perlman auf diese Reise durch 75 Jahre Geschichte des Israel Philharmonic Orchestra. Außerdem gewähren uns die Musiker Einblick in Proben, Konzerte und ihr Leben auf Tournee.
19:59
Der legendäre Pianist Wladimir Horowitz (1903-1989) wurde nach seiner außerordentlichen Interpretation von Rachmaninoffs 3. Klavierkonzert erstmals vom Komponisten selbst in den höchsten Tönen gelobt. Rachmaninoff hörte den jungen, in Kiev geborenen Pianisten zum ersten Mal kurz nachdem er seiner Ankunft 1928 in New York City und bemerkte voller Begeisterung: "Er hat es ganz verschlungen." Fünfzig Jahre später, am 24. September 1978, begeistert der Pianist erneut ein Publikum mit diesem monumentalen Werk. Seite an Seite mit den New Yorker Philharmonikern unter der Leitung von Dirigent Zubin Metha spielt er das 3. Klavierkonzert als Tribut an sein amerikanisches Debütkonzert vor einem halben Jahrhundert. Diese Performance wurde sowohl live ausgestrahlt, als auch auf Video für die Zuschauer der Zukunft festgehalten. Sie zeigt Horowitz' letzte Interpretation von "Rach 3" zu Lebzeiten.
21:02
Der bulgarische Dirigent Pavel Baleff dirigiert das Orchester und den Chor der Opéra de Limoges in einer Aufführung von Antonín Dvořáks Rusalka (1900). Das Libretto des Werkes stammt von dem tschechischen Dichter Jaroslav Kvapil. In dieser lyrischen Märchenoper verliebt sich die flüchtige Wasserfee Rusalka in einen Menschen - den Prinzen, der zufällig in ihrem See schwimmt. Rusalka sehnt sich danach, selbst ein Mensch zu werden, um mit dem Prinzen zusammen sein zu können. Die Hexe Ježibaba ist bereit, Rusalka zu helfen, warnt sie jedoch, dass der Übergang zu einem sterblichen Menschen einen hohen Preis hat: Sie wird die Sprache verlieren. Außerdem, wenn die stumme Rusalka die Liebe eines Menschen nicht gewinnen kann, wird sie ewig verdammt sein. Regisseur Nicola Raab und TV-Regisseur Arnaud Lalanne haben eine wahrhaft filmische Produktion von Dvořáks Meisterwerk geschaffen. Zu den Solisten gehören Ruzan Mantashyan, Adam Smith, Rafal Pawnuk, Marie-Adeline Henry, Marion Lebègue und Alexandra Marcellier. Diese Aufführung wurde im Februar 2021 in der Opéra de Limoges, Frankreich, aufgenommen.
23:03
Im Rahmen einer neuen Zusammenarbeit des berühmten Komponisten der "Musik der repetitiven Strukturen", Philip Glass, präsentieren die beiden französischen Pianistinnen Katia und Marielle Labèque die Europapremiere von Glass' Doppelklavierkonzert unter Begleitung des Orchestre de Paris, unter der Leitung von Dirigent Jaap van Zweden.
23:30
Das renommierte französische Streichquartett Quatuor Ébène feierte den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven (1770-1827) mit einem außergewöhnlichen Projekt: der Aufnahme aller sechzehn Streichquartette des großen Komponisten. Fünf Jahre lang tauchten die Geiger Pierre Colombet und Gabriel Le Magadure, die Bratschistin Marie Chilemme und der Cellist Raphaël Merlin in Beethovens 650 Seiten umfassenden Partituren ein. Ihre Bemühungen gipfelten in der Aufführung des gesamten Repertoires für Streichquartett, das drei Jahrzehnte von Beethovens musikalischer Kreativität umfasst, in sechs beeindruckenden Konzerten in der Philharmonie de Paris im Herbst 2020. Dieses Programm zeigt Quatuor Ébène bei der Aufführung von Beethovens Streichquartett Nr. 2 in G-Dur, Op. 18, Nr. 2. Dieses Konzert wurde am 16. Dezember 2020 in der Philharmonie de Paris aufgezeichnet.