13:29
Die Sopranistin Erika Baikoff (USA, 1994) und der Pianist Gary Beecher (Irland, 1993) spielen im Finale des Internationalen Gesangswettbewerbs 2019 - Lied Duo -Franz Schuberts "Suleika I, Was bedeutet die Bewegung", Op. 14, No. 1 (D. 720), "Die Blumensprache", Op. 173, No. 5 (D. 519) und "Die Gebüsche", D. 646, "Lied vom Winde" und "Der Knabe und das Immlein" aus Hugo Wolfs Mörike-Liedern, "Fleur jetée" aus Gabriel Faurés "Quatre melodies", Op. 39, "C" aus Francis Poulencs "Deux poèmes de Louis Aragon", FP 122, "Les lilas qui avaient fleuri" aus Lili Boulangers "Clairières dans le ciel", Johanna Bordewijk-Roepmans "Oranje may-lied" und "Eti letniye nochi" (Diese Sommernächte) aus Sergei Rachmaninoffs Zwölf Romanzen, Op. 14. Diese Aufführung wurde im Theater aan de Parade im niederländischen 's-Hertogenbosch aufgenommen.
14:05
Nach Parsifals Premiere auf den zweiten Bayreuther Festspielen im Jahre 1882 hielt die musikalische Veranstaltung jahrzehntelang das Monopol für Wagner's Oper. Seit sich schließlich die Metropolitan Opera in New York der epischen Erzählung um die Suche nach dem Heiligen Gral annahm, wuchs die Beliebtheit des Werkes stetig an und wurde überall auf der Welt aufgeführt. Kaum eine Inszenierung von Richard Wagners "Parsifal" wurde jedoch so von Publikum und Kritikern gepriesen wie Nikolas Lehnhoffs Version für die Englische Nationaloper von 1999. Opernkritiker des Guardian beschrieben Lehnhoffs Arbeit als "eine der besten Inszenierungen [die sie] jemals gesehen" hatten. Lehnhoff war selbst einst als Assistent von Wieland Wagner tätig, seinerseits Opernregisseur und Enkel des legendären Komponisten. Er hauchte der Oper mühleos neues Leben ein - und das ohne krampfhafte Innvovationsversuche - indem er den Nebencharakteren, die häufig in Vergessenheit geraten mehr Aufmerksamkeit schenkte. Auf der Bühne des Festspielhauses Baden Baden präsentiert das Deutsche Symphonieorchester Berlin 2004 unter der Leitung von Dirigent Kent Nagano Lehnhoffs wunderbare Inszenierung von Parsifal. Die Solisten des Spektakels sind Thomas Hampson (Amfortas), Bjarni Thor Kristinsson (Titurel), Matti Salminen (Gurnemaz), Christopher Ventris (Parsifal), Tom Fox (Klingsor) und Waltraud Meier (Kundry).
18:02
Dieses Kammermusikkonzert ist Teil der Konzertreihe "Preludio" der Hochschule für Musik Reina Sofía in Madrid. Das Programm beginnt mit Joseph Haydns Konzert in D-Dur für Violoncello und Orchester, H VIIb: 2 (Reduktion für Cello und Klavier), aufgeführt von dem Cellisten Alejandro Gómez Pareja und dem Pianisten Miguel Ángel Ortega Chavaldas. Anschließend präsentieren die Geigerin Cecilia Novella Genovés und die Pianistin Alina Artemyeva Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Souvenir d'un lieu cher, Op. 42, gefolgt von Eugène-Auguste Ysaÿes Sonate für Violine solo in d-Moll, Op. 27, Nr. 3, gespielt von Genovés. Als nächstes steht Henri Vieuxtemps' Capriccio, Op. 55, "Hommage à Paganini", auf dem Programm, präsentiert von dem Bratschisten Mario Carpintero Martín. Der Kontrabassist Ramsés Martínez Millán und die Pianistin Marharyta Kozlovska schließen das Programm mit einer Aufführung von Johannes Spergers Sonate für Kontrabass und Viola in D-Dur (Arrangement für Kontrabass und Klavier) ab. Diese Aufführung wurde am 30. April 2024 im Auditorio Sony der Hochschule für Musik Reina Sofía in Madrid, Spanien, aufgeführt.
19:04
Andris Nelsons präsentiert gemeinsam mit seiner damaligen Frau, der großen Sopranistin Kristine Opolais, und dem Gewandhausorchester Leipzig ein Antonin Dvořák gewidmetes Programm. Opolais sing die Melodien, die der Komponist in allen Schichten seiner Musik versteckt hat, mit zarten, warmen und weichen Klangfarben. Nelsons' Tempi bleiben ruhig und entspannt, so dass sich die allgegenwärtige Schönheit von Dvořáks Musik entfalten und das Gewandhaus in seiner Gänze durchfluten kann. Das Programm beginnt mit Othello, einer Konzertouvertüre für Orchester, Op. 93. Opolais interpretiert das "Lied an den Mond" aus Rusalka und "Lieder, die mir meine Mutter beigebracht hat" aus Zigeunerlieder, Op. 55/4. Es folgen die Polonaise und "O, marno, marno to je" aus Rusalka und "Dobrá! Já mu je dám!... Jak je mi?" aus der Oper Dalibor von Smetana. Das Konzert schließt mit einer Aufführung von Dvořáks Symphonie Nr. 9 in e-Moll, Op. 95 ("Aus der Neuen Welt"). Aufgezeichnet im Gewandhaus zu Leipzig im Mai 2017.
19:19
Anlässlich ihres 80. Geburtstags widmete sich die argentinische Pianistin Martha Argerich dem Kammermusikrepertoire in diesem wunderbaren Konzert, das im Château de Chantilly, Frankreich, aufgenommen wurde. Die "Grande Dame des Klaviers" wird von verschiedenen renommierten Künstlern begleitet. Im Rahmen dieses Konzerts spielen Argerich und der Pianist Iddo Bar-Shaï Franz Schuberts Rondo in A-Dur, D. 951.
19:32
Mit der Serie "Meisterwerke Entdecken" präsentieren wir audiovisuelle Konzertführer der großen Meisterwerke der klassischen Musik. Die Serie enthält 20 halbstündige Dokumentationen über 20 Meisterwerke der Klassik. Angesehene Experten, berühmte Solisten und herausragende Dirigenten versetzen Sie zurück in die Zeit und an die Orte ihrer Entstehung. In der heutigen Dokumentation geht es um Ludwig van Beethovens 'Sinfonie Nr. 5'. Das Stück übt gleich zu Beginn mit dem Vierton-"Schicksalsmotiv" eine starke Anziehungskraft aus und zieht den Zuhörer in seinen Bann. Der deutsche Musikwissenschaftler Armin Koch beschäftigt sich mit der Analyse des Werkes und der deutsche Beethoven-Experte Wulf Konold veranschaulicht die raffinierten Variationen des Schicksalsmotivs auf dem Klavier und erläutert außerdem weitere Merkmale dieses großartigen Werks.
20:00
Einer der erfolgreichsten Dirigenten unserer Zeit, der Österreicher Franz Welser-Möst leitet das Cleveland Orchestra in einem Konzert der Werke von Johannes Brahms. Das Programm beginnt mit der Akademischen Festouvertüre, komponiert als Tribut an die Universität Breslau, welches Brahms einen Ehrendoktor der Philosophie einbrachte. Auf dieses bedeutende Stück folgt sogleich Brahms 1. Violinkonzert in D-Major, das von Violinist Joseph Joachim, für den es ursprünglich komponiert wurde, als eines der vier größten deutschen Violinkonzerte bezeichnet wurde. In dieser Performance übernimmt Julia Fischer die Rolle der Solistin. Aufgenommen 2014 in der Severance Hall in Cleveland, USA.
21:00
Jean Pauls Roman "Titan", in dem ein künstlerisch begabter junger Mann, getrieben von seinem Unvermögen, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden, schließlich verzweifelt Selbstmord begeht, inspirierte Gustav Mahler zu seiner 1. Sinfonie. Die Arbeit fiel Mahler nicht leicht: Er komponierte die Sinfonie zwischen 1887 und 1888, als er als junger Mann Ende zwanzig als Dirigent an der Oper Leipzig arbeitete. Die erste Version des Werkes wurde als sinfonische Dichtung in zwei Teilen betrachtet, da sie eine bestimmte musikalische Geschichte erzählt. Diese Originalversion wurde 1898 in Budapest uraufgeführt, aber es kam nicht gut an. Mahler beschloss, sein Werk zu überarbeiten: Er ließ die expressionistischen Titel weg und strich den zweiten Teil (die "Blumine"). Es entstand eine wunderbare Sinfonie voller musikalischer Referenzen. Der erste Teil zitiert eine von Mahlers früheren Kompositionen ("Ging heut' morgens übers Feld" aus "Lieder eines fahrenden Gesellen"), der zweite Satz ist ein österreichischer Ländler (ein Volkstanz) und der dritte Teil bezieht sich auf eine sehr bekannte Melodie: Bruder Jakob. Alles in allem markiert diese Sinfonie Nr. 1 eine unglaubliche Leistung für einen jungen Komponisten.
22:05
Wir alle kennen "Die vier Jahreszeiten von Vivaldi", eines der Klassiker der klassischen Musik. Was wäre, wenn Antonio Vivaldis berühmte Vier Jahreszeiten von denen des Giovanni Antonio Guido, einem Star-Geiger der Pariser Orchester zur Zeit Ludwigs XIV., inspiriert worden wären? Die beiden Werke werden nun trotz ihrer Unterschiede im selben Programm präsentiert: Die bekannte Virtuosität von Vivaldis Werk steht im Kontrast zu der Mischung aus französischem Geschmack und italienischen Elementen in Guidos Jahreszeiten. Zudem wird erstmals die Version mit Streichern und Bläsern gefilmt. Für diese spannende Gegenüberstellung wird das Royal Opera Orchestra vom virtuosen Andrès Gabetta dirigiert, der auf seiner venezianischen Pietro Guarneri Geige von 1727 spielt, einem Zeitgenossen dieser Acht Jahreszeiten!
23:16
Dirigent Jan Latham-Koenig leitet das Flanders Symphony Orchestra mit einer Aufführung von Edvard Griegs Klavierkonzert in A-Moll, Op. 16. Der französische Pianist Pascal Amoyel tritt als Solist auf. Grieg komponierte das Werk 1868 und ließ sich dabei von der norwegischen Volksmusik inspirieren. Es ist das einzige Konzert des Komponisten. Die Uraufführung fand am 3. April 1869 in Kopenhagen, Dänemark, mit Edmund Neupert als Solist statt und wurde mit Begeisterung aufgenommen. Die norwegische Premiere folgte wenige Monate später. Diese Aufführung wurde am 21. April 2016 im Concertgebouw Brugge, Belgien, aufgezeichnet.
23:49
Cinematic classical clips and energizing concert pieces featuring up-and-coming artists.