17:27
Das renommierte französische Streichquartett Quatuor Ébène feierte den 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven (1770-1827) mit einem außergewöhnlichen Projekt: der Aufnahme aller sechzehn Streichquartette des großen Komponisten. Fünf Jahre lang tauchten die Geiger Pierre Colombet und Gabriel Le Magadure, die Bratschistin Marie Chilemme und der Cellist Raphaël Merlin in Beethovens 650 Seiten umfassenden Partituren ein. Ihre Bemühungen gipfelten in der Aufführung des gesamten Repertoires für Streichquartett, das drei Jahrzehnte von Beethovens musikalischer Kreativität umfasst, in sechs beeindruckenden Konzerten in der Philharmonie de Paris im Herbst 2020. Quatuor Ébène erforschte jede Facette von Beethovens Streichquartettrepertoire: von den jugendlichen Streichquartetten des Opus 18 über die Razumovsky-, Harfen- und Serioso-Quartette (Opus 59, 74 und 95) aus seiner mittleren Schaffensphase bis hin zur Tiefe und Komplexität seiner späten Quartette (Opus 127 bis 135). Dieses Programm zeigt Quatuor Ébène bei der Aufführung von Beethovens Streichquartett Nr. 2 in G-Dur, Op. 18, Nr. 2; Streichquartett Nr. 16 in F-Dur, Op. 135; und Streichquartett Nr. 14 in cis-Moll, Op. 131. Dieses Konzert wurde am 16. Dezember 2020 in der Philharmonie de Paris aufgezeichnet.
19:02
Das Tafelmusik Baroque Orchestra, auch unter dem einfachen Namen Tafelmusik bekannt, ist ein aus Toronto stammendes, kanadisches Barockorchester, das sich auf Alte Musik spezialisiert hat. Die Violinistin Jeanne Lamon leitet das Ensemble. Anlässlich des The Galileo Project spielt das Tafelmusik Baroque Orchestra Musik von Monteverdi, Vivaldi, Bach und Händel. Die Performance wird visuell mit beeindruckenden Bildern des Hubble Telescope, der NASA und diverser kanadischer Astronomen untermalt. Verlieren Sie sich in dieser Performance, die mit dank einer Verschmelzung von Kunst, Wissenschaft und Kultur des 17. und 18. Jahrhunderts an Galileos erste öffentliche Präsentation des Teleskops erinnert. Der Schauspieler Shaun Smyth begleitet das Ganze als fesselnder Erzähler, währen die Musiker sich auf einer zauberhaften Bühne von Marshall Pynkoski aufhalten. Kreiert von Alison Mackay.
20:21
Kann es uns gelingen, uns in Beethovens kreativen Geist hineinzuversetzen, besonders in der letzten Phase seines Lebens, als er mit schwerem Hörverlust zu kämpfen hatte? Tom Beghins neue Aufnahme von Beethovens Klaviersonaten Opus 109, 110 und 111 ist eine künstlerische Untersuchung dessen, inwiefern Beethovens Musik durch sein direktes Umfeld geprägt wurde, das er sich gemeinsam mit der Hilfe von Kollegen und Freunden schuf. Der Pianist Tom Beghin interpretiert hier nicht nur Beethovens Trilogie pianistischer Meisterwerke auf einem großartigen neuen Replikat Beethovens Broadwood-Klavieres, sondern verwendet dabei auch eine Rekonstruktion der Gehörmaschine, die auf dem Klavier des Komponisten montiert war, damit er weiterhin Musik komponieren und spielen konnte, trotz des schwindenden Gehörsinns. "Sie hören besser, wenn Sie Ihren Kopf unter diese Maschine halten, nicht wahr?", fragte André Stein einst Beethoven. Zwei Jahrhunderte später können auch wir unsere Köpfe unter die Maschine halten und uns fragen: Hören wir Beethoven anders? Beghin zieht uns in das Hörgerät hinein, wo wir die Essenz von Beethovens wilden und unwiderstehlich poetischen musikalischen Eingebungen fühlen und hören. "Inside the Hearing Machine" lädt uns auf den multisensorischen Spielplatz eines gehörlosen Komponisten ein, für den die Maschine mehr als ein Hörgerät war und der über viel mehr als nur Klang mit seinem Instrument interagierte.
20:48
Verteilt über 19 Tage im Sommer 2017 boten die besten Jugendorchester der Welt unter der Leitung von großartigen Dirigenten, Seite an Seite mit internationalen Virtuosen aufregende und inspirierende Konzertperformances im rahmen des Young Euro Classic in Berlin. Young Euro Classic ist für junge internationale Orchestermusiker die bedeutendste Plattform im Bereich europaweite Klassikmusik, -tradition und -entwicklung. Diese Performance zeigt einige Highlights der Young Euro Classic Ausgabe von 2017. Teil ihres Repertoires sind sowohl renommierte Klassikwerke, als auch Stücke von lokalen Komponisten. Teil des Programmes: Verdi - La forza del destino, Beethoven - Meeresstille und glückliche Fahrt, Tschaikowski - Piano Concerto No. 1, Tschaikowski - Six Romances, Kohji - Georgian, Mingrelian Songs, Weinberg - Rhapsodie über moldawische Themen, op. 47/1 und Wong - As the Heart Soars.
21:00
Wir alle kennen "Die vier Jahreszeiten von Vivaldi", eines der Klassiker der klassischen Musik. Was wäre, wenn Antonio Vivaldis berühmte Vier Jahreszeiten von denen des Giovanni Antonio Guido, einem Star-Geiger der Pariser Orchester zur Zeit Ludwigs XIV., inspiriert worden wären? Die beiden Werke werden nun trotz ihrer Unterschiede im selben Programm präsentiert: Die bekannte Virtuosität von Vivaldis Werk steht im Kontrast zu der Mischung aus französischem Geschmack und italienischen Elementen in Guidos Jahreszeiten. Zudem wird erstmals die Version mit Streichern und Bläsern gefilmt. Für diese spannende Gegenüberstellung wird das Royal Opera Orchestra vom virtuosen Andrès Gabetta dirigiert, der auf seiner venezianischen Pietro Guarneri Geige von 1727 spielt, einem Zeitgenossen dieser Acht Jahreszeiten!
22:12
Jedes Jahr im Spätsommer treffen sich einige der besten Musiker weltweit in Israel zum Jerusalem International Chamber Music Festival (JCMF), das von der Pianistin Elena Bashkirova und dem Juristen Yeheskell Beinisch gegründet wurde. 2016 widmete sich die 19. Ausgabe des Festivals miteinander verbundenen Komponisten wie Brahms/Schumann oder Schubert/Beethoven - deren Werke von herausragenden Künstlern wie Sir András Schiff, Baiba Skride, Menahem Pressler oder Emmanuel Pahud in den Hallen des Jerusalemer YMCA interpretiert wurden. Dieser Dokumentarfilm zeigt Ausschnitte aus folgenden Werken: Johannes Brahms' Streichsextett Nr. 1, Op. 18; Schuberts Arpeggione-Sonate in a-Moll, D. 821; Dvořáks Klavierquintett Nr. 2 in A-Dur Op. 81; Busonis Fantasia Contrappuntistica; Mendelssohns Klaviertrio Nr. 1, Op. 49 und Beethovens Quintett für Klavier und Bläser, Op. 16.
22:57
Das heutige Konzert der Brüsseler Philharmoniker widmet sich diversen Musikstilen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Neben dem Werk des Impressionisten Claude Debussy 'Jeux' (1913) konzentriert sich das Ensemble unter Dirigent Michel Tabachnik auf einen modernen Komponisten: Igor Stravinsky. Dessen erste Ballettmusik 'Feuervogel' (1910) ist das Herzstück des Konzerts. Eröffnet wird die Darbietung mit Anton Weberns 'Fünf Orchesterstücke, Opus 10' (1913). Diese fünf sehr kurzen Stücke haben thematisch weder eine Verbindung untereinander, noch folgen sie traditionellen Klangmustern - ein besonderes Hörerlebnis.