21:00
Der israelische Dirigent Daniel Oren leitet das Orchester der Arena di Verona in einer großartigen Interpretation von Giuseppe Verdis Nabucco von 2017. Verdis dritte Oper - und sein erster echter Erfolg - wurde 1842 für das Teatro alla Scala in Mailand kreiert, dem damaligen Epizentrum des "Risorgimento" und Hauptstadt des italienischen Nationalismus zu einem Zeitpunkt an dem die Verfechter der italienischen Unabhängigkeit von der österreichischen Besetzung sich nach und nach Gehör verschafften. Ein Auszug aus Va, pensiero, sull'ali dorate (deutsch: "Flieg, Gedanke, auf goldenen Schwingen"), den die Juden im dritten Akt singen, nachdem sie durch Nabuchodonosor aus Babylon verbannt wurden und um ihre Heimat trauern, fand schnell Anklang unter den italienischen Nationalisten und gilt seitdem als Symbol der italienischen Nationalidentität. Daniel Oren gilt als echter Kenner Verdis und gern gesehener Gast der Arena di Verona. Er dirigiert dieses "lyrisch epische Werk", das den Italienern so sehr am Herzen liegt, mit großem Elan. Unter den Solisten sind George Gagnidze, Susanna Branchini, Nino Surguladze, Rubens Pelizzari und Stanislav Trofimov. Diese Aufnahme entstand während einer Aufführung 2017 in der Arena di Verona.
23:18
Der italienische Pianist Roberto Prosseda spielt Frédéric Chopins technisch herausfordernde Ballade Nr. 4 in f-Moll, Op. 52. Dieses Werk, das 1842 vollendet wurde, gilt als Meisterwerk des romantischen Klavierrepertoires. Es ist bekannt für seine tiefe Ausdruckskraft. Diese Aufführung wurde 2006 in der Villa Contarini in Piazzola sul Brenta, Italien, aufgezeichnet.
23:30
In der St.-Bartholomäus-Kirche in Dornheim, wo der Komponist Johann Sebastian Bach seine erste Frau Maria Barbara heiratete, spielt die renommierte niederländische Cellistin Anner Bijlsma seine Cellosuite Nr. 1 in G-Dur, BWV 1007. Wahrscheinlich hat Bach seine sechs Suiten für Violoncello solo in den Jahren 1717-1723 geschrieben.
02:24
Jedes Jahr geben die Berliner Philharmoniker ein besonderes Konzert in der Waldbühne. Das Berliner Amphitheater fasst 22.000 Zuschauer und wird für große Events wie Filmpremieren, Boxkämpfe und Konzerte genutzt. 1993 spielten die Berliner Philharmoniker unter der Leitung des japanischen Dirigenten Seiji Ozawa ein russisches Programm. Den Auftakt bildet die Ouvertüre op. 36, 'Russische Ostern' von Nikolai Rimsky-Korsakow, gefolgt von der berühmten 'Nussknacker-Suite'. Tschaikowsky ist als russischer Komponist sehr präsent in diesem Programm - auf den 'Nussknacker' folgen die 'Ouvertüre 1812' und die 'Élégie' seiner Streicherserenade. Darauf folgt Borodins 'Polowetzer Tanz Nr. 17'. Der russische Komponist ist bekannt für seine wunderbaren Ballett-Kompositionen. Außerdem spielt das Orchester Strawinskys 'Feuervogel' und Aram Khachaturians 'Säbeltanz'. Das Programm endet mit dem 'Radetzky-Marsch' von Johann Strauss (Vater).
04:03
This documentary by Christoph Keller follows various participants and teachers participating in the International Summer Piano Academy.
04:44
Maestro Iván Fischer dirigiert das Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino in einer Aufführung von Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 7 in d-Moll, Op. 70, die im März 1885 vollendet wurde. Die Uraufführung fand einen Monat später in London statt und wurde vom Komponisten selbst dirigiert. Wie viele andere Werke aus dieser Zeit ist die Sinfonie in einem dramatischeren und dunkleren Stil geschrieben, was im Kontrast zu den meisten anderen Werken des Komponisten steht. Diese Aufführung wurde am 29. Januar 2021 im Teatro del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz, Italien, aufgezeichnet.