19:39
Das Teatro Regio wurde von dem Baumeister Benedetto Alfieri nach Planungen des Architekten Filippo Juvarra an der Piazza Castello im Stadtzentrum erbaut. 1740 fand mit der Aufführung eines Werkes von Francesco Feo die Eröffnung statt. Auf eine königliche Order hin wurde das Theater 1792 geschlossen und das Gebäude wurde als Lagerhalle genutzt. Während der französischen Besatzung Turins unter Napoleon Bonaparte wurde das Theater wieder eröffnet und in Teatro Nazionale umbenannt. Nach dem Abzug der Franzosen blieb das Theater eröffnet, wurde aber erneut in Teatro Imperiale umbenannt. Nach Zeiten finanzieller Unsicherheit wurde das Haus 1870 von der Stadt Turin übernommen. Eine Blütezeit des Hauses waren u.a. die Jahre 1895-1898 unter der Leitung von Arturo Toscanini mit zahlreichen Premieren der Werke von Richard Wagner. Weiterhin fand am 1. Februar 1896 die Uraufführung von Giacomo Puccinis La Bohème statt. In der Saison 1905/1906 wurde hier, wiederum unter dem für diese Saison zurückgekehrten Toscanini, die Oper Siberia als Premiere gespielt. 1936 brannte das Teatro Regio nieder und wurde erst ab 1967 unter Architekt Carlo Mollino wieder aufgebaut. Es wurde 1973 wieder eröffnet, mit der Aufführung von Giuseppe Verdis Oper Les vêpres siciliennes.
20:10
Maestro Herbert Blomstedt gibt sein Debüt mit dem Lucerne Festival Orchestra und interpretiert Ludwig van Beethovens gefeierte Symphonie Nr. 3 in Es-Dur, Op. 55, "Eroica" in diesem Konzert beim Lucerne Festival 2020. Nur einen Monat vor diesem Auftritt feierte der schwedische Dirigent seinen 93. Geburtstag - was man ihm aber kaum ansieht, da er stets Vitalität und Neugier ausstrahlt. Dieser Auftritt wurde im August 2020 im Kultur- und Kongresszentrum im schweizerischen Luzern (KKL) aufgezeichnet.
21:00
Dirigent Eduard Topchjan führt das Armenische Nationalphilharmonische Orchester in einer Aufführung von Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 in C-Moll, Op. 37. Die in Russland geborene Pianistin Maya Oganyan tritt als Solistin auf und gibt ihr Debüt mit dem Orchester. Das Klavierkonzert Nr. 3 wurde 1800 komponiert und drei Jahre später mit Beethoven selbst als Solist uraufgeführt. Wie zwei andere bedeutende Werke des Komponisten - die Symphonie Nr. 5 und die Klaviersonate Nr. 8 'Pathétique' - ist dieses Klavierkonzert in C-Moll geschrieben, was zum stürmischen Charakter des Werkes beiträgt. Als Zugabe spielt Oganyan 'Der Bote' des ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov. Diese Aufführung wurde 2021 in der Aram Khachaturian Konzerthalle in Jerewan, Armenien, aufgezeichnet.
21:51
Der italienische Komponist Claudio Monteverdi (1567-1643) schrieb in einem Zeitraum von fünf Jahrzehnten neun Bücher mit Madrigalen. Er trug maßgeblich zur Transformation des Genres von den polyphonen, a cappella Madrigalen der Spätrenaissance zu den 'concertato' Madrigalen des frühen Barock bei, indem er den Schwerpunkt auf die Ausdruckskraft der Musik legte. Im Jahr 2011 begannen der britische Tenor Paul Agnew und das renommierte Barockmusikensemble Les Arts Florissants, acht Bücher von Monteverdis Madrigalen aufzunehmen. In diesem Programm präsentiert Les Arts Florissant unter der Leitung von Agnew die Madrigale aus Buch III. Veröffentlicht im Jahr 1592, enthält das Buch 20 Madrigale für fünf Stimmen. Diese Aufführung wurde 2012 in der Cité de la musique in Paris, Frankreich, aufgenommen.
23:00
Am 9. März 2011 zollten die Philharmoniker ihrer Heimatstadt Wien mit einem im Café Sperl aufgenommenen Konzert Tribut. Das Ensemble, bestehend aus Musikern der Wiener Philharmoniker, interpretierte bearbeitete Versionen von fünf beliebten Walzern von Johann Strauss II, darunter den Kaiser-Walzer, Op. 437, und dem Schatzwalzer, Op. 418, aus der Operette Der Zigeunerbaron. Die Bearbeitungen wurden im Mai 1921 von Arnold Schönberg, Alban Berg und Anton Webern vorgenommen, um Geld für ihre Gesellschaft für musikalische Privataufführungen zu sammeln. Obwohl das Konzert und die Versteigerung der Partituren sehr erfolgreich waren, ging der Verein schließlich unter. Neben diesen Bearbeitungen wurden auch Werke von Fritz Kreisler, Leopold Godowsky und Tibor Kováč - dem ersten Geiger der Philharmoniker - aufgeführt. Das Programm endete schließlich mit Godowskys Hommage an die Stadt "Alt-Wien".