11:05
Die Dokumentation "Clara Haskil - Das Geheimnis der Interpretin" (2017) erzählt die bemerkenswerte Lebensgeschichte der rumänischen Pianistin Clara Haskil (1895-1960). Geboren in Bukarest in einer jüdischen Familie, begann sie ihre Karriere als Wunderkind und wurde in sehr jungem Alter am Bukarester Konservatorium aufgenommen. Später wechselte sie nach Wien und Paris, um ihre musikalischen Studien fortzusetzen. Haskil litt unter chronischen Gesundheitsproblemen und lebte während zweier Weltkriege, was ihre Karriere beeinträchtigte. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Haskils Karriere sich deutlich zu entwickeln und sie genoss endlich internationale Anerkennung. Sie trat weltweit als Solistin mit den führenden Orchestern auf und arbeitete mit mehreren renommierten Musikern zusammen, wie Eugène Ysaÿe, George Enesco und Pablo Casals.
12:02
Das National Philharmonic Orchestra of Russia und der gefeierte russische Pianist Boris Berezowski vereinen unter der Leitung von Dirigent Konstantin Kwatinets ihre Kräfte in einem Konzertprogramm mit Werken von Rachmaninow und George Gershwin. Aufgenommen in der Tchaikovsky Concert Hall in Moskau. Das Konzert ist eine Produktion der Moscow Philharmonic Society, die einst der in Sankt Petersburg geborene Komponist Dimitri Schostakowitsch selbst als eine extrem einflussreiche Instanz "in der Entwicklung des musikalischen Lebens [in Russland]" beschrieb. "Sie ist eine Art universitätsähnliche Institution, die von hunderten Musikfans und tausenden Musikern frequentiert wird", so Dimitri Schostakowitsch. Die Moscow Philharmonic Society wurde 1922 vom damaligen Kulturabgeordneten des Landes, Anatoli Lunatscharski, gegründet und ist inzwischen Russlands führende Instanz für Konzertorganisation.
12:52
Nachdem er alle 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven aufgenommen hatte, um den 250. Geburtstag des Komponisten zu feiern, entschied sich Riccardo Schwartz dazu, Soloklavierwerke von Robert Schumann aufzunehmen. In dieser Aufführung spielt Schwartz Schumanns Klaviersonate Nr. 1 in Fis-Moll, Op. 11. Die im Jahr 1835 vollendete Sonate widmete Schumann seiner geliebten Clara Wieck. Da er sie nicht sehen durfte, schickte er Clara die Sonate anonym und widmete sie Florestan und Eusebius, Schumanns imaginären Charakteren. Im zweiten Satz der Sonate, der wunderschönen Aria, ist ein Thema, das auf Schumanns frühem Lied 'An Anna' (1828) basiert. Der gefeierte italienische Pianist Riccardo Schwartz (1986) hatte das Privileg, als Solist mit vielen weltbekannten Dirigenten aufzutreten, darunter Gustav Kuhn und Yuri Temirkanov. Zu seinen gefeierten Auftritten zählen Rezitals und Konzerte für Klavier und Orchester in vielen renommierten Konzerthallen.
13:26
Der mexikanische Dirigent Carlos Miguel Prieto leitet die Orquesta Sinfónica de Minería in einer Aufführung der musikalischen Suite "Der Karneval der Tiere" (Le carnaval des animaux, 1886) von Camille Saint-Saëns. Diese Suite besteht aus 14 Sätzen, von denen jeder ein anderes Tier darstellt. Das Werk wurde posthum 1922 veröffentlicht, da Saint-Saëns befürchtete, dass seine tierischen Miniaturen, voller amüsanter Scherze, seinem Ruf als ernsthafter Komponist schaden könnten. Der Satz "Der Schwan", der für Cello und zwei Klaviere komponiert ist, ist der einzige, den Saint-Saëns zu seinen Lebzeiten veröffentlichen ließ. Dieser ikonische Satz zeichnet sich durch eine wunderschöne, fließende Cellomelodie und eine sanfte Klavierbegleitung aus, die das Bild eines anmutig über das Wasser gleitenden Schwans heraufbeschwört. Jeder Satz wird von Prieto eingeführt. Diese Aufführung wurde 2021 im Auditorio Nacional in Mexiko-Stadt aufgenommen.
14:03
Pianist Vadim Repin und Bratschist Murad Hüseynov interpretieren Gara Garayevs Bratschensonate und 24 Präludien für Klavier. Aufgenommen in La Grange au Lac. Geschrieben und inszeniert von Juliette Swierczewski und aufgenommen in La Grange au Lac. Obwohl Garayev ein Komponist des 20. Jahrhunderts ist, trägt seine Musik dennoch Anklänge an die romantische Musik. Murad, der Hauptakteur, verkörpert eine jener von Einsamkeit geprägten Figuren, die in den romantischen Gemälden von Friedrich zu finden sind. Die Gesamtatmosphäre des musikalischen Programms ist eher melancholisch und neigt entweder zu einer gewissen musikalischen Leichtigkeit oder im Gegenteil zu Dramatik. Die Produktion ist eine filmische Untermalung der Musik und ihrer Interpreten.
15:11
Mahlers "Auferstehungssinfonie", komponiert zwischen 1888 und 1894, ist ein monumentales Werk in fünf Sätzen, das Themen wie Tod und Auferstehung erforscht. Zu Lebzeiten Mahlers war sie eines seiner populärsten und meistgefeierten Werke, das berühmt für sein kraftvolles Chorfinale ist. Die Sinfonie beeindruckt durch ihre gewaltige Orchesterkraft, einschließlich Blechbläsern außerhalb der Bühne und einem großen Chor, die zusammen überwältigende klangliche Erlebnisse schaffen und tiefgründige spirituelle und emotionale Erzählungen darstellen. Der grandiose Maßstab und die dramatische Struktur symbolisieren den Triumph des Lebens über den Tod.
16:42
Wir alle kennen "Die vier Jahreszeiten von Vivaldi", eines der Klassiker der klassischen Musik. Was wäre, wenn Antonio Vivaldis berühmte Vier Jahreszeiten von denen des Giovanni Antonio Guido, einem Star-Geiger der Pariser Orchester zur Zeit Ludwigs XIV., inspiriert worden wären? Die beiden Werke werden nun trotz ihrer Unterschiede im selben Programm präsentiert: Die bekannte Virtuosität von Vivaldis Werk steht im Kontrast zu der Mischung aus französischem Geschmack und italienischen Elementen in Guidos Jahreszeiten. Zudem wird erstmals die Version mit Streichern und Bläsern gefilmt. Für diese spannende Gegenüberstellung wird das Royal Opera Orchestra vom virtuosen Andrès Gabetta dirigiert, der auf seiner venezianischen Pietro Guarneri Geige von 1727 spielt, einem Zeitgenossen dieser Acht Jahreszeiten!
17:53
Roberto Prosseda (1975) spielt Mozarts 5. Klaviersonate und vier Impromptus, Op. 90 von Franz Schubert. Prosseda bringt das Konzert mit einer Interpretation des technisch anspruchsvollen Ballade No. 4, Op. 52 von Chopin zu einem krönenden Abschluss. Er ist besonders für seine Interpretationen einiger kürzlich entdeckter Werke von Mendelssohn und seine 9-teilige CD-Serie über Klavierwerke des Komponisten bekannt. Seit 2012 gibt der Italiener zudem Lehrkonzerte mit dem klavierspielenden Roboter TeoTronico. Sein Ziel ist es dabei, den Unterschied zwischen der direkten Umsetzung des Roboters und der menschlichen Interpretationskunst zu verdeutlichen.
18:22
Dieses Konzert ist die Frucht der Kooperation der Konservatorien "Giuseppe Nicolini" in Piacenza und "Giuseppe Verdi" in Mailand im Rahmen des Projektes "MIlanoPIACEnza ... suonare insieme". Auf dem Programm stehen Werke des niederländischen Dirigenten und Komponisten Johan de Meij. "Echoes of San Marco" ist eine Hommage an den venezianischen Renaissance-Komponisten Giovanni Gabrieli (1555-1612). "Echoes of San Marco" beginnt mit einem Zitat aus Gabrielis "Canzon Septimi Toni" aus der "Sacre Sinfoniae" und wurde genau wie das Originalwerk für zwei Chöre aus Blechblasinstrumenten komponiert. "Fellini" wurde für Solosaxophon und Orchester komponiert und stellt eine Hommage an den italienischen Filmregisseur Federico Fellini (1920-1993) dar. De Meij komponierte das Stück für den Saxofonisten Hans de Jong, der bei diesem Konzert als melancholischer Clown verkleidet ist, um die träumerischen und fiktiven Welten aus Fellinis Filmen zu unterstreichen. Dieses Konzert wurde 2018 in der Sala dei Teatini of the Teatri di Piacenza aufgezeichnet. Regie von Pietro Tagliaferri.
19:05
The Berliner Philharmoniker and Lang Lang under the baton of Sir Simon Rattle
20:43
This exclusive live concert production presents a unique selection of movie classics - from Sergio Leone's iconic Spaghetti Westerns to modern mafia masterpieces by Francis Ford Coppola and the cult movies of Tarantino. The Danish National Symphony Orchestra and Concert Choir are conducted by Sarah Hicks in this premiere performance of authentic soundtracks by composer legends Ennio Morricone, Nino Rota, Sonny Bono and Bernard Herrmann. Soloists for this performance are Tuva Semmingsen (mezzo), Christine Nonbo Andersen (soprano), Hans Ulrik (saxophone) and Mads Kjølby (guitars). Recorded at the DR Koncerthuset in Copenhagen, Denmark in 2018.
21:00
Sir Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker in einer Aufführung von Sergej Rachmaninows Symphonie Nr. 2 in e-Moll, Op. 27. Nach der katastrophalen Uraufführung der Symphonie Nr. 1 des Komponisten im Jahr 1897 war Rachmaninow nicht mehr von seinen Fähigkeiten als Symphoniker überzeugt. Fast ein Jahrzehnt später, im Oktober 1906, begann er mit der Komposition seiner Symphonie Nr. 2. Der Komponist war mit dem ersten Entwurf nicht zufrieden und musste ihn monatelang überarbeiten. Im Sommer 1907 beendete er sein großes Orchesterwerk schließlich, das 1908 äußerst erfolgreich in St. Petersburg uraufgeführt wurde. Diese Aufführung ist Teil des Europakonzerts 2011 in Madrid, aufgezeichnet im prächtigen Teatro Real.
22:03
Das Pedalklavier war im neunzehnten Jahrhundert ein sehr beliebtes Instrument. Mehrere Komponisten, darunter Franz Liszt, Charles Gounod und Camille Saint-Saëns, adaptierten alte Stücke oder schrieben neue für dieses Klavier. Roberto Prosseda ist einer der wenigen Pianisten, die dieses Instrument heute noch spielen. In diesem Konzert, das beim Festival Concerts d'automne in Tours stattfand, spielt der italienische Pianist ein beeindruckendes Konzert mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Schumann, J. S. Bach und anderen. Auf dem Programm stehen: W. A. Mozarts Fantasie in d-Moll, K. 397, und Fantasie in c-Moll, K. 475; Etüden Nr. 1, 2 und 4 aus Robert Schumanns Sechs kanonische Etüden, Op. 56; "Adagio" und "Scherzo" aus Charles Gounods Concerto pour piano-pédalier; J. S. Bachs Passacaglia in c-Moll, BWV 582; Schumanns Skizze für den Pedalflügel, Op. 58 Nr. 1, 2 und 3; Franz Liszts Après une lecture du Dante, Fantasia quasi Sonata; und Charles-Valentin Alkans Prière, Op. 64 Nr. 5 in F-Dur. Zum Abschluss spielt Prosseda das "Andante" aus Mozarts Sonate in C-Dur, K. 330. Dieses Konzert wurde im Grand Théâtre in Tours, Frankreich, im Oktober 2023 aufgenommen.
23:29
Kann es uns gelingen, uns in Beethovens kreativen Geist hineinzuversetzen, besonders in der letzten Phase seines Lebens, als er mit schwerem Hörverlust zu kämpfen hatte? Tom Beghins neue Aufnahme von Beethovens Klaviersonaten Opus 109, 110 und 111 ist eine künstlerische Untersuchung dessen, inwiefern Beethovens Musik durch sein direktes Umfeld geprägt wurde, das er sich gemeinsam mit der Hilfe von Kollegen und Freunden schuf. Der Pianist Tom Beghin interpretiert hier nicht nur Beethovens Trilogie pianistischer Meisterwerke auf einem großartigen neuen Replikat Beethovens Broadwood-Klavieres, sondern verwendet dabei auch eine Rekonstruktion der Gehörmaschine, die auf dem Klavier des Komponisten montiert war, damit er weiterhin Musik komponieren und spielen konnte, trotz des schwindenden Gehörsinns. "Sie hören besser, wenn Sie Ihren Kopf unter diese Maschine halten, nicht wahr?", fragte André Stein einst Beethoven. Zwei Jahrhunderte später können auch wir unsere Köpfe unter die Maschine halten und uns fragen: Hören wir Beethoven anders? Beghin zieht uns in das Hörgerät hinein, wo wir die Essenz von Beethovens wilden und unwiderstehlich poetischen musikalischen Eingebungen fühlen und hören. "Inside the Hearing Machine" lädt uns auf den multisensorischen Spielplatz eines gehörlosen Komponisten ein, für den die Maschine mehr als ein Hörgerät war und der über viel mehr als nur Klang mit seinem Instrument interagierte.
23:48
Cinematic classical clips and energizing concert pieces featuring up-and-coming artists.