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TV Programm für BR Süd am 17.08.2026

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Das Bayerische Jahrtausend 22:45

Das Bayerische Jahrtausend: 20. Jahrhundert: München

Dokumentation

München, 1914: Erster Weltkrieg. Die Münchner sind erfüllt von patriotischem Hochgefühl. Begeistert rechnen sie mit einem schnellen Sieg. Kameras halten die Truppen fest. Das Medienzeitalter hat begonnen - mit bereits inszenierten Bildern: Ludwig III. verabschiedet sein Leibregiment an der Residenz, stellvertretend für das bayerische Heer. Mit Kriegsbeginn ist, gemäß der Reichsverfassung, nämlich nicht mehr er dessen Oberbefehlshaber, sondern der Deutsche Kaiser Wilhelm II. Doch die Aufnahmen haben die erhoffte Wirkung, ihrer Symbolkraft kann sich niemand entziehen. München wird im 20. Jahrhundert zum Schauplatz bayerischer Geschichte: Hier, im Dreieck zwischen der Bavaria an der Theresienwiese, dem Friedensengel und dem Olympiaturm, spielt sich alles ab: Revolution, Räterepublik, Hitlerputsch, Machtergreifung, Massenaufmärsche der Nationalsozialisten, Bombenkrieg. Kaum vier Wochen nach Kriegsende 1945 zieht eine Fronleichnamsprozession durch die Ludwigstraße - mit Symbolcharakter. Die NS-Zeit ist vorbei, Recht und Sitte sollen zurückkehren: ein Neuanfang mit der Kraft der Kirche und des Glaubens. München arbeitet vor allem am Aufbau zur Tourismusstadt und erlebt durch die Olympiade 1972 einen gewaltigen Investitionsschub. Die neuen Spielstätten entstehen auf dem Oberwiesenfeld, wohin nach dem Zweiten Weltkrieg der Schutt der zerbombten Stadt gebracht wurde. Doch der Plan der "heiteren Spiele" endet jäh in einem Blutbad, als palästinensische Terroristen israelische Sportler als Geiseln nehmen, und zeigt erneut, dass die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt, ob man will oder nicht. Geschichte verstehen heißt auch, sie aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, um sich ernsthaft mit ihr auseinandersetzen zu können.

Danach

Südsee 23:30

Südsee

Drama

Die Deutsche Anne und der Israeli Nuri, die sich nur über einen gemeinsamen Bekannten kennen, reisen ins Haus von Nuris Eltern in den Bergen zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Sie will an ihrem Drehbuch arbeiten, er an seiner Magisterarbeit. Eine unwirklich erscheinende Situation: Während die beiden viel Zeit am Pool des Hauses verbringen, bombardiert die Hamas Israel, und die israelische Armee schießt heftig zurück. Doch Anne und Nuri sind nicht in direkter Gefahr, ihr Haus liegt unter dem Schutz des mobilen Raketenabwehrsystems "Iron Dome". Obwohl das von beiden nicht geplant war, entsteht eine erotische Anziehung, während sie am Pool und beim Spaziergang in den Weinbergen zunächst über ihre Projekte, dann über Humanismus und den Holocaust und schließlich über Krieg und Liebe debattieren.